Wenn ich in den Nachrichten (so heute geschehen) brennende Deutschland-Fahnen sehe, weil die Griechen sich aufregen, dann bekomme ich Anfälle. Ich könnte echt ausrasten, wenn dazu “Nazis, geht nach Hause” gebrüllt wird. Das griechische Volk gibt Europa und hauptsächlich Deutschland die Schuld für die einschneidenden Sparmassnahmen und die drastischen Auswirkungen auf die Menschen.

Klar, die Griechen haben eine schwere Zeit hinter und vor sich. Es muss gespart werden, das Land ist sonst pleite. Aber hey, ihr Griechen, habt ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Checkt ihr eigentlich, woher das Geld kommt, das euer Land retten soll? Geht das in eure Köpfe rein, dass alle Bürger der Eurozone dafür bezahlen? Und hier sind Deutschland und Frankreich am stärksten beteiligt. Woher kommt denn der Zaster für euer Land, hm?

Wenn ihr die Kohle nicht wollt, bitte sehr, gefällt mir sehr gut. Dann macht doch bitte was ihr wollt mit euren Inseln und der Akropolis. Vertickt gerne alles an die Chinesen oder wen-auch-immer. Druckt wieder eure Drachmen, tretet aus der EU aus und vor allem: geht uns bitte nicht weiter mit eurem weinerlichen Gejammer auf die Nerven.

Mir ist klar, dass der gewöhnliche Otto-Normal-Grieche keine Schuld an der Misere trägt, weil das Land, die Politik und die Wirtschaft von Korruption und Fehlwirtschaft zerfressen sind. Aber verdammt nochmal, wenn ihr euch nicht helfen lassen wollt und uns bzw. unser Land beschimpft, dann geht bitte mit Pauken und Trompeten unter. Aber leise.

Dankeschön!

Ich habe längere Zeit nichts mehr gebloggt, insbesondere nichts mehr über Facebook, dabei landen komischerweise über alle möglichen Facebook-Suchbegriffe mit weitem Abstand die meisten Besucher auf diesem Blog. An der Stelle ist sehr spannend, was Leute alles so alles suchen; ich hatte schonmal darüber geschrieben. Besonders wichtig scheint es den Leuten zu sein, bei Google zu erfahren, wie man am besten auf Facebook zum Geburtstag gratuliert. Naja, scheinbar gibt’s wirklich welche, die dabei Hilfe benötigen. Erst auf Platz 2 landen Leute auf diesem Blog, die nach Tipps zu Apple-Produkten suchen. Wie auch immer, derzeit scheint es mir angebracht, über das Thema Timeline aufzuklären.

Bereits Ende 2011 hat Facebook Timeline gestartet und den Benutzern freigestellt, dieses Feature zu aktivieren. Einige haben dies getan (so auch ich), andere haben es nicht getan. Vermutlich haben viele Facebook-Nutzer diesen Schritt nicht gemacht, weil das soziale Netzwerk wie so oft nicht hinreichend aufgeklärt hat. Eine unwirklich erscheinende Meldung am oberen Rand der Seite klickt man eben schnell weg.

Hatte Mark Zuckerberg bei der Vorstellung der Timeline bei der f8-Konferenz noch angekündigt, dass die Timeline zunächst optional sei und erst irgendwann einmal verpflichtend werde, weil man es sich nicht zumuten möchte, zwei unterschiedliche Profil-Darstellungen weiter zu pflegen, so scheint sich diese Sichtweise geändert zu haben, denn die Anzeichen verdichten sich, dass die Timeline bereits in Kürze für alle Benutzer verpflichtend werden wird. Selbst das Handelsblatt berichtet darüber.

Was bietet die Timeline? Laut Facebook werden einige Key-Features angepriesen:

  1. Cover - ein breitformatiges Bild, welches ganz oben auf der Profilseite eingebettet wird und als Eye-Catcher dient
  2. Stories – die Lebensgeschichte des Facebook-Nutzers von seiner Geburt, über seinen Lebensweg vor der Facebook-Zeit,  über seine Facebook-Geburt bis hin zum aktuellen Datum; alle Ereignisse des Lebens, zumindest soweit Facebook bekannt, werden eingeblendet und chronologisch dargestellt
  3. Apps – alle thematisch sortierbaren Informationen, die Facebook oder den Facebook-Apps bekannt sind, werden gesammelt, aufbereitet und mutmasslich wohl sortiert dargestellt; z. B. “welche Musik habe ich im Zeitraum X-Y gehört?”, “wo war ich im letzten Monat?”, “welche neuen Freunde habe ich dieses Jahr gewonnen?”

Grundsätzlich ist die Timeline nichts anderes, als das bisher gewohnte Profil. Die Optik mag ungewohnt erscheinen und das ist sie natürlich auch. An diesem Punkt scheiden sich die Geister, denn Geschmäcker sind verschieden – und das ist auch gut so. Mir persönlich gefällt die Timeline sehr gut, daher habe ich auch bereits sehr frühzeitig in 2011 darauf umgestellt.

Wichtig ist, und da kommt der Knackpunkt, dass die Privatsphäreneinstellungen bewusst gewählt werden. Denn mit Einführung der Timeline ist es deutlich einfacher, das komplette Leben eines Benutzers anzeigen zu lassen. Wer hat im bisherigen Profil auf der Pinnwand schon hunderte Male auf “Ältere Beiträge” geklickt, bis man das gesamte Leben des Nutzers ausgiebig untersucht hatte? Die Timeline sortiert alle Informationen chronologisch und bietet die Möglichkeit, bestimmte Zeitpunkte (Jahre, Monate) ganz bewusst anzusteuern. Alte Einträge, die längst in der Facebook-Antike verschwunden waren, geraten wieder ans Tageslicht.

Dies kann gleichzeitig Fluch und Segen sein. Vielleicht hatte man ganz zu Beginn seiner Facebook-”Karriere” mal Einträge gemacht, die man heute nicht mehr gerne sieht. Mit der Timeline wird es einfach, zu diesen Zeitpunkten zurück zu springen.

Und mehr noch, die Timeline stellt beispielsweise chronologisch dar, welche Bewegungen es im Leben des Benutzers gab, lange bevor er sich bei Facebook angemeldet hat. Wie geht das? Z. B. indem man, wie zum Beispiel ich, angegeben hat, dass man im Jahr 1991 umgezogen ist und von diesem Datum an in einer neuen Stadt lebte. In der alten Pinnwand ist das früher untergegangen oder wurde gar nicht dargestellt. Mit Einführung der Timeline werden solche Informationen optisch unübersehbar gut platziert.

Wer Familienangehörige – Mutter, Vater, Geschwister - bei Facebook angegeben hat, findet möglicherweise sogar deren Lebensmeilensteine in seiner eigenen Timeline wieder. So in meinem Fall z. B. das Geburtsdatum meiner Schwester. Meines Erachtens nicht schlimm, jedoch stellt dies in jedem Fall eine Änderung gegenüber das gewohnten Pinnwand dar und der Eine oder Andere möchte dies möglicherweise nicht in seiner Timeline sehen.

WICHTIG: einmal aktiviert, lässt sich scheinbar nicht mehr von der Timeline zurück auf die alte Pinnwand schwenken! Nach der Aktivierung ist die Timeline für 7 Tage ausschliesslich für den jeweiligen Benutzer selbst sichtbar. Dieser Zeitraum sollte genutzt werden, um die korrekten Einstellungen vorzunehmen.

Was ist nun zu beachten? Meine Empfehlung ist: Timeline frühzeitig aktivieren, Einstellungen vornehmen und in jedem Fall regelmässig das eigene Profil besuchen und kontrollieren, ob sich hier Informationen finden, die nicht öffentlich sein sollten.

  1. Timeline aktivieren: hierzu einfach die Seite http://www.facebook.com/timeline aufrufen, ganz nach unten scrollen und dort die Timeline bzw. Chronik aktivieren
  2. Am Rundgang teilnehmen: ist die Timeline einmal aktiviert, wird man auf die eigene Profilseite umgeleitet, wo am oberen Bildschirmrand ein Rundgang angeboten wird; dort alle Funktionen und Änderungen anschauen und alle Informationen aufmerksam lesen
  3. Die Timeline-Hilfe lesen: hierzu die Hilfe-Seite aufrufen und eingehend über die vorgeschlagenen Schritte und die neuen Funktionen informieren
  4. Aktivitätenprotokoll kontrollieren: hierzu die eigene Timeline aufrufen und auf “Aktivitätenprotokoll” klicken und dort einzelne Einträge ausblenden; die entsprechenden Buttons erscheinen bei jedem Eintrag rechts oben in der jeweiligen Zeile und bieten die Option zum Ausblenden oder löschen
  5. Timeline komplett überprüfen: die eigene Timeline aufrufen und gegebenenfalls einzelne Einträge ausblenden oder gar komplett aus Facebook entfernen; übrigens: es gibt bei vereinzelten Punkten auch die Möglichkeit, das Datum zu ändern – so z. B. bei Fotos

Fazit: bei der Timeline handelt es sich in erste Linie um eine optisch komplett überarbeitete Darstellung des Profils. Aus der Pinnwand wird die Chronik. Die einfache Möglichkeit, gezielt ein bestimmtes Datum anzusteuern, bietet Stalkern neue Angriffspunkte, welche durch korrekte Privatsphäreneinstellungen umgangen werden können. Meines Erachtens ist die Timeline sehr gelungen und inzwischen bin ich selbst eher verwirrt, wenn ich ein Profil aufrufe, welches noch nicht umgestellt ist.

In jedem Fall – ob mit oder ohne Timeline – gilt: jeder Facebook-Nutzer sollte bewusst mit den Informationen umgehen, die er/sie teilt. Weiterhin empfiehlt es sich, regelmässig (=mindestens einmal täglich) das eigene Profil aufzurufen und zu kontrollieren, ob sich möglicherweise ungewollt Sachen eingeschlichen haben, die dort besser nicht hingehören.

Ich könnt’ ausrasten (so dermassen ausrasten), wenn ich mit einem Callcenter eines so genannten Service-orientierten Unternehmens zu tun habe. Heute:

  1. Nicht erreichbare und unfähige Menschen bei der Nürnberger N-ERGIE
  2. Vollpfosten und Obertrottel bei der ERGO Versicherungsgruppe

Liebe Damen und Herren in den Callcentern, liebe Damen und Herren im (mittleren?) Management eben jener Callcenter, habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Seid ihr kein Stück weit stressresistenz? Wisst ihr, dass eure Kunden sich hin und wieder bei euch melden (müssen)? Warum bekommt ihr nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe, hm?

Die Nürnberger N-ERGIE ist über Monate hinweg auf ihrer kostenpflichtigen 0180er Nummer nicht erreichbar – zumindest nicht, wenn man nicht die Zeit hat, sich mehr als eine halbe Stunde in der Warteschleife mit dieser beknackten Wartemusik aufzuhalten. Ruft man auf der Nürnberger Festnetzrufnummer (Zentrale?) an und lässt sich verbinden, dann landet man ebenfalls in eben jener Warteschleife und braucht viel Geduld. Mehr Geduld, als ich Zeit habe, denn ich habe einen Vollzeitjob und auch noch ein Leben nebenbei!

Alle paar Minuten wird in der Warteschleife angekündigt, dass man sich auch per E-Mail melden kann, was allerdings nur dazu führt, dass man verwirrte Antworten bekommt. Fragt man auf diese Antworten nochmals nach oder stellt Fakten richtig, so kommt keine Rückmeldung mehr. Über Monate hinweg! Auf wiederholte Nachfrage kommt keine Reaktion, anrufen kann man auch nicht.

N-ERGIE Nürnberg, ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun!

Die ERGO Versicherungsgruppe ist teils besser, teils auch schlimmer. Immerhin gibt’s eine kostenfreie 0800er Rufnumer, wo sich nach 5 Minuten Warteschleife auch mal ein Mensch meldet. Dieser ist jedoch erstens unfreundlich, zweitens (aus Kundensicht) wenig kompetent und definitiv keinesfalls stressresistent. Was passiert, wenn man dem Herrn eine kritische Frage stellt? Z. B. “und warum buchen Sie nicht bei mir ab, wenn Sie schon meine Bankverbindung haben?” Na, was passiert dann? Er legt einfach auf! Dieser Vollpfosten von Service-Arsch!

Meint ihr, eure Kunden haben Zeit, euch ständig hinterher zu laufen und euren beschissenen Wartemelodien zu lauschen und dann auch noch Verständnis für Frechheit und Unverschämtheit eurer Nullnummer-Mitarbeiter zu haben? NEIN! Ich könnt’ echt kotzen bei solchen Sauhaufen!

Leute, ich arbeite selbst in der Dienstleistungs-Branche und auch mein Arbeitgeber hat sowas wie ein Callcenter, Helpdesk oder wie auch immer man es nennen mag. Wenn wir unsere Kunden so behandeln würden, wären wir längst pleite! Das geht mal gar nicht!

Nur weil ihr ein respektloser Pennerhaufen von Quasi-Monopolisten seid oder einfach einen breit aufgestellten Kundenstamm von geduldigen (oder arbeitslosen?) Leuten habt, könnt ihr euch nicht alles erlauben. Wo leben wir denn hier?

Wacht mal auf. Ihr Deppen!

Ich mag Google, ja wirklich! Einerseits, weil die Suchmaschine dank ihrer Mechanismen oft sensationell gute Ergebnisse liefert, andererseits, weil ich einfach grossen Respekt vor guten Ideen und erfolgreichen Unternehmen habe. Mal ehrlich, wer nutzt Google nicht fast täglich. Bei mir sind seit April 2007 sage und schreibe 5158 Suchanfragen gespeichert. Das sind im Durchschnitt rund 3,5 Suchanfragen täglich. In diesem Monat gab es fast keinen Tag, an dem ich Google nicht bemüht habe.

Allein die Tatsache, dass “googeln” 2004 den Weg in die 23. Auflage des Duden geschafft hat, ist bemerkenswert. Lag die Bedeutung ursprünglich noch bei “im Internet, besonders in Google suchen”, so wurde sie auf Drängen des Unternehmens 2006 geändert und lautet nun:

goo|geln ['gu:gln] (mit Google im Internet suchen); ich goog[e]le

Quelle: duden.de

Auch zahlreiche andere Dienste von Google nutze ich häufig und gerne: Google Maps, Google Street View, die Bilder-Suche, die Webmaster Tools, YouTube (ja, gehört auch zu Google), den Reader für Blogs und News-Feeds, und und und. Nur mit dem Google-Browser “Chrome” konnte ich mich nie wirklich anfreunden – mag aber an mir selbst liegen.

Und sogar das Google-Betriebssystem für mobile Geräte “Android” mag ein sehr gelungenes Produkt sein – kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen, aber viele Leute finden es ja toll. Dass ich persönlich sehr zu Apple und iOS-Geräten tendiere, hat einfach geschmackliche Gründe.

Nicht Google ist gefährlich, die Daten sind es!

Ich kann und möchte kein schlechtes Wort über Google verlieren, weil ich die Idee dahinter schätze und die meisten Dienste auch gerne nutze. Der Titel lautet ja auch nicht “Google ist gefährlich”. Es sind die Daten, die Google sammelt, von denen eine Gefahr ausgeht. Warum ist das so?

Google speichert seit Jahren mit dem sog. Webprotokoll alle Suchanfragen. Wer einen Google-Account hat und in seinem Browser dort angemeldet ist, kann mehrere Jahre zurück ermitteln, wann er wonach gesucht hat. Das kann gleichzeitig Fluch und Segen sein. Meine ältesten für mich nachvollziehbaren Suchanfragen sind vom 23. April 2007. Ich vermute, dass ich mir an dem Tag einen (neuen?) Google-Account zugelegt hatte.

Meine ältesten, nachvollziehbaren Suchanfragen

Dass diese Daten gespeichert werden und abrufbar sind, halte ich nicht für schlimm – mitunter kann es hilfreich sein. Dazu sei angemerkt, dass man sein eigenes Webprotokoll auch löschen oder “pausieren” kann.

Viele Menschen weltweit nutzen Gmail – das kostenlose E-Mail-Konto von Google. Per bequemem Webfrontend, per POP3 oder IMAP steht der Zugriff auf das Postfach zur Verfügung. Auch der Empfang von E-Mails anderer Provider oder eigener Domains ist möglich. Darüber hinaus können auch Kontakte gespeichert und gepflegt werden. Die Daten (also die E-Mails und Kontakte) werden bei Google zentral gespeichert. Keine Schlimme Sache, sowas erwartet man ja von einem Provider.

Viele Webseiten (auch dieses Blog) verwenden Google Analytics. Dabei handelt es sich um einen kostenlosen Dienst, welcher es erlaut, die Zugriffe auf eine Website zu tracken und zu untersuchen. Welche sind die interessantesten Seiten? Welche Seite schaut kein Mensch an? Von welcher Seite springen die Besucher woandershin und kommen nicht mehr zurück? Ein netter Dienst und aus Marketing-Sicht sehr wichtig. Google Analytics arbeitet über Cookies, die als Textdateien auf dem Computer jedes Seitenbesuchers gespeichert werden und einen Rückschluss darauf zulassen, wo er war. Google stellt diese Informationen dem Betreiber einer Website nur bezüglich der betreffenden Besucher zur Verfügung, doch die vorgehaltenen Daten sagen noch viel mehr aus.

Theoretisch – und das sage ich bewusst, weil ich nicht beurteilen kann, ob Google es tut oder tun wird – wäre es möglich, damit ein Profil eines typischen Internet-Nutzers zu erstellen. Sprich: von welcher Website kam er, wohin verschlug es ihn und wo ist er stehengeblieben? Dies natürlich nur, wenn die jeweiligen Webseiten auch mit Google zusammenarbeiten. Da befindet sich Google allerdings in guter Gesellschaft: Facebook kann das auch! Finde ich nicht schlimm, denn was nützen diese Daten schon jemand anderem?

Mit Google Maps und Google Street View ist es sehr komfortabel möglich, sich Kartenmaterial, Stadtpläne, Routen von A nach B und sogar Einblicke in Strassenzüge der grössten Städte weltweit zu verschaffen. Eine sehr nette Sache und auch von mir gerne und häufig genutzt. Google kennt fast jede Strasse, fast alle interessanten Locations und bestimmt weiss Google auch genau, wo man wohnt, denn typischerweise startet man eine Routenplanung an der heimischen Adresse. Aber auch das finde ich nicht schlimm. Auch nicht, dass Google die passende Fensterfront zum Haus kennt. Nutzt man andere Routenplaner, so könnten diese schliesslich auch Daten über Start und Ziel erheben und speichern.

Jetzt gibt’s dann noch Google Android – das Betriebssystem für mobile Geräte. Wie schon erwähnt, ich habe damit keine Erfahrung, kenne aber etliche Leute, die darauf schwören. Jüngst erregten Meldungen die Gemüter, dass Apple Bewegungsdaten von iOS-Geräten ohne Rückschluss auf das Gerät erhebt und speichert. Und auch Googles Android tut das, allerdings in höherer Frequenz und mit der Telefonkennung. Schlimm hierbei finde ich in erster Linie nur, dass grosse Aufregung um Apple gemacht wurde, während andere Unternehmen genau das Gleiche tun. In zweiter Linie finde ich hierbei auch schlimm, dass die Bewegungsdaten (laut dem Wall Street Journal) Rückschluss auf die eindeutige Gerätekennung und damit theoretisch auch auf den Nutzer zuliessen.

Fassen wir zusammen: Google bietet zahlreiche wirklich tolle Dienste, an denen sich Millionen Menschen täglich erfreuen – und das zu recht. Hierbei werden Daten erhoben, gespeichert und auf Nachfragen wieder hervorgeholt. Daten, die zu den jeweiligen Diensten gehören und erstmal nur darüber Aufschluss geben. Alles prima, alle glücklich.

Was macht die Daten bei Google nun so gefährlich?

Datenschutz und Datensicherheit erscheint mir ein hohes und wichtiges Gut zu sein. Aber es gibt Schlimmeres (oder Wichtigeres – je nach Betrachtungsweise). Dass meine Bewegungsdaten in meinem Handy gespeichert werden, halte ich für nicht schlimmer, als dass alle meine Kontakte, E-Mails, SMS und so weiter da gespeichert werden. Gleiches gilt für meinen eigenen PC oder Laptop. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn das von mir bewohnte Haus auf Street View (oder beim Microsoft-Pendant) zu sehen ist. Auch nicht schlimm finde ich, dass Apple meinen Musikgeschmack kennt und mir (siehe Genius) Vorschläge macht.

Schlimm hingegen – darauf habe ich immer wieder hingewiesen und das ist der eigentliche Knackpunkt – finde ich, wenn solche Daten miteinander korreliert und verknüpft werden. Sprich, wenn mein Name mit dem Haus in Verbindung gebracht werden kann, ohne dass ich meine Adresse bekannt gebe. Oder wenn meine Google-Suchanfragen in Kombination mit meinem Amazon- oder Payback-Kaufverhalten bekannt werden. Oder wenn die Aufenthaltsorte meines Handys mit meinem Namen in Verbindung gebracht werden. Oder wenn Amazon mir auf einmal CDs vorschlägt, die zu meinen iTunes-Einkäufen passen.

Das Problem ist, dass viele Unternehmen Daten erheben, die für sich alleine zwar schützenswert, aber nicht bedrohlich sind. Wir verlassen uns einfach darauf, dass sie gut aufgehoben sind. Gefährlich wird es dann, wenn mehrere Unternehmen die Daten kombinieren und abgleichen. Und im Fall von Google braucht es da eigentlich gar keinen Zweiten, denn Google selbst kennt bereits seit Jahren unsere Interessen (dank der Suchmaschine) und unser Surfverhalten (dank Google Analytics) sowie sehr wahrscheinlich unseren Wohnort (dank wiederholter Google Maps Routenplanungen). Wenn Google jetzt noch die Bewegungsdaten der Handys damit korreliert und einem Benutzer zuordnen kann…

Ein böser Mensch wäre nun in der Lage, in etwa folgende Dinge über Max Mustermann (einen typischen Google-Nutzer) in Erfahrung zu bringen:

  • Wann hält Max sich wo auf?
  • Wofür interessiert sich Max? Wonach sucht er im Internet?
  • Wo surft Max im Internet herum?
  • Welche Kontakte hat Max und worüber schreibt er in seinen E-Mails?
  • Wo wohnt Max?
  • Wo würde Max gerne wohnen?
  • und und und…

All das ist reine Spekulation, Fiktion, Fantasie und wäre (so hoffe ich) nur unter gravierendem Bruch von Sicherheitsrichtlinien möglich.

Hin und wieder findet man im App-Store für iPhone-Apps richtige Leckerbissen. Gestern lief mir beim Stöbern Photosynth von der Microsoft Corporation über den Weg. Erstmal dachte ich, was das wohl für ein Krampf sei – Microsoft stellt kostenlose Apps für iOS-Geräte zur Verfügung? Naja, wie auch immer. Die App-Beschreibung war vielversprechend und dass eine Anwendung bei weit über 500 Bewertungen einen Durchschnitt von 5,0 Sternen hat, ist sicherlich selten. Und bei einer kostenlosen Anwendung kann man sich nun wirklich nicht beschweren, sobald sie wenigstens halbwegs das tut, was sie soll.

Photosynth – Interactive Panorama Capture and Sharing

Photosynth for iOS is the panorama creation and sharing app that lets you capture more of your world. Now you can capture 360° in all directions (up, down, left, and right) to create spectacular images. Using the latest in computer vision techniques, Photosynth makes it easy and fun to create and share interactive panoramas of wherever you are.

Also geladen, ausprobiert und für sensationell befunden. Was macht die App? Mit Photosynth ist es denkbar einfach und quasi idiotensicher, prima Panorama-Fotos direkt auf dem iPhone zu erstellen, ohne erst umständlich die richtigen Bildausschnitte manuell zu erfassen, auf den PC zu übertragen und dort mit viel Geschick händisch oder mit einer geeigneten Anwendung zusammenzufügen. Photosynth macht all dies automatisch und sehr komfortabel.

Ein Must-Have für jeden, der Fotos mit dem iPhone macht!

Ein Klick auf das Display schiesst das erste Foto und zeigt dieses dann als Sucher an. Bewegt man das iPhone seitlich oder nach oben/unten, so erkennt Photosynth automatisch den nächsten Bildausschnitt, der sich nahtlos an das vorausgegangene Foto anschliesst und “klebt” es an. Das kann man mehrmals machen und braucht sich nicht um die Reihenfolge zu sorgen oder darum, dass man vielleicht einen kleinen Bereich übersehen hat.

Nachdem alle Bilder geschossen wurden, fügt Photosynth sie automatisch perfekt zusammen und speichert das Foto im iPhone. Die einzelnen Ausschnitte fügen sich hierbei nahtlos ineinander und man muss schon wirklich genau hinschauen, um die Ränder zu erkennen. Soweit dies automatisch möglich ist, gleicht Photosynth auch Helligkeit und Belichtung an, so dass ein weitestgehend flüssiges Panorama-Bild entsteht.

Natürlich sind der Software dabei Grenzen gesetzt, wie man auf dem folgenden Foto sieht.

Ist das fotografierte Objekt ziemlich nah vor der Kamera, so wird die Perspektive natürlich verzerrt, was völlig logisch ist. Bei schlechten oder wechselnden Lichtverhältnissen werden Unterschiede in den Strukturen und der Helligkeit sichtbar. Photosynth ist jedoch optimal, um bei gutem Wetter wirklich schöne Panorama-Fotos der entfernten Landschaft zu erstellen.

Wer schiesst die schönsten Panorama-Fotos mit Photosynth? Macht doch selbst ein Bild, ladet es irgendwo hoch und postet hier die URL zum Ergebnis.

In the case of Google, according to new research by security analyst Samy Kamkar, an HTC Android phone collected its location every few seconds and transmitted the data to Google at least several times an hour. It also transmitted the name, location and signal strength of any nearby Wi-Fi networks, as well as a unique phone identifier.

Google declined to comment on the findings.

Quelle: The Wall Street Journal

Ich wollte mich eigentlich aus dem Thema raushalten, dass Apples iOS-Geräte Bewegungsdaten speichern und auf der Festplatte ablegen. Aber als ich heute diesen Artikel von Dieter Petereit gelesen habe, hat es mir fast die Schuhe ausgezogen und ich habe darüber berichtet, wie und wo die Daten bei Apple-Geräten abgelegt werden.

Die Fakten:

iPhone und iPad speichern seit iOS 4 (das iPhone Betriebssystem der Version 4) Bewegungsdaten des Gerätes und überträgt diese bei der Synchronisation mit iTunes auf den Rechner, wo es eine unverschlüsselte Datei mit den Koordinaten samt Datum/Uhrzeit ablegt. Weiterhin holt Apple diese Daten wohl alle 12 Stunden vom iOS-Gerät ab, anonymisiert sie allerdings dabei, so dass kein Rückschluss auf den Besitzer oder das Gerät gezogen werden kann. Schlimm? Nein, finde ich nicht.

Dieter Petereit berichtet nun darüber, dass das (wie wir alle wussten und von Apple mehrfach bestätigt wurde) ein alter Hut und keine Neuheit sei. Neu sei nur, dass die Rohdaten wirklich klar und gut lesbar auf der Festplatte liegen. Aber sie liegen auf der Platte des Besitzers vom jeweiligen Mobiltelefon – also vermeintlich gut aufgehoben.

Externen Zugriff, der allerdings nur über den Zugang zu Eurem Computer, der das iPhone-Backup enthält, also typischerweise höchstens über Familie, Freunde etc. möglich wäre, kann man überdies erschweren, indem man das iPhone-Backup verschlüsselt. Damit ist das Thema dann komplett durch.

Weiterhin – und das ist der Skandal an der Geschichte – berichtet Dieter (unter Bezug auf thenextweb.com und dem Wallstreet Journal) davon, dass Googles Handy-Betriebssystem Android ebenfalls Bewegungsdaten des Gerätes speichert, allerdings nur kurze Zeit vorhält. Naja, und damit diese Daten nicht verloren gehen, hat sich Google wohl überlegt, dass es eine gute Idee sei, diese Informationen direkt “heim zu Muttern” zu schicken – und zwar nicht anonymisiert, sondern direkt mit dem Unique Phone Identifier, der eindeutigen Gerätekennung.

Denn Android sendet die Informationen nicht etwa alle 12 Stunden in anonymisierter Form nach Hause. Nein, Android sendet die Informationen mehrmals pro Stunde und zwar in nicht anonymisierter Form, also inklusive des Unique Phone Identifiers, mit dem die Trackingdaten einem ganz konkreten Telefon zugeordnet bleiben. Das haben jedenfalls laut Wallstreet Journal verschiedene Experten untersucht und bestätigt.

Was bedeutet das? Ganz klar: sollten diese Angaben des Wallstreet Journals stimmen, so ist Google in der Lage, in nahezu Echtzeit zu ermitteln, wann sich ein Mobiltelefon mit Android-Betriebssystem an welchem Ort aufgehalten hat.

Jetzt stelle man sich mal vor, man würde diese Daten mit anderen korrelieren. Der Aufenthaltsort eines Google-Handys kann ermittelt werden. Das Handy kann einer Person zugeordnet werden. Von dieser Person sind alle Google-Suchanfragen der letzten 10 Jahre bekannt. Sollten sich Facebook und Google mal grün werden, so könnte dazu berechnet werden, wann die Person welche Postings gemacht hat, welche Bilder er/sie geschossen hat. Nimmt man jetzt noch Payback- und Amazon-Daten hinzu, weiss man auch, wofür sich diese Person so interessiert, welche Bücher sie kauft und mit welchem Shampoo sie sich die Haare wäscht – natürlich auch wo und unter wessen Dusche. Und dank StreetView ist auch gleich bekannt, welche Vorhänge im Badezimmerfenster hängen.

Nun frage ich euch: Was ist schlimmer? Bewegungsdaten im Telefon und auf dem privaten Rechner zu speichern oder sie online inkl. Benutzerkennung an den Hersteller zu senden, hm?

So, die halbe Welt echauffiert sich seit Tagen darüber, dass iOS-Geräte (iPhone, iPad) von Apple die Bewegungsdaten des Gerätes speichert und bei jeder Synchronisation mit iTunes (unverschlüsselt) auf der Festplatte ablegt. Eigentlich wollte ich mich dazu nicht äussern, doch jetzt überkommt es mich doch. Hauptsächlich wegen des nächsten Artikels, den ich inzwischen verfasst habe.

Mein Kommentar: na und?!

Leute, habt Ihr überhaupt eine Ahnung davon, welche Informationen ganz andere Unternehmen von Euch haben? Payback weiss genau, wo (und was!) ihr so einkauft, also wofür Ihr Euch interessiert und welche zielgerichtete Werbung Euch geschickt werden kann. Amazon weiss ebenfalls nicht nur, was Ihr einkauft, sondern auch, wofür Ihr Euch interessiert. Facebook weiss genau, was Ihr so treibt und dank IFRAMES auch, auf welchen Seiten Ihr sonst noch so herumsurft. Und Google speichert seit vielen, vielen Jahren, was für Suchanfragen Ihr jemals so abgesetzt habt. Auch Jahre später ist nachvollziehbar, wofür Ihr Euch interessiert habt. Ich hatte hier und hier und hier schonmal genau über diese Themen berichtet. Und das Spannende dabei ist: all diese Informationen werden in Echtzeit gespeichert und geben auch in Echtzeit ein Profil von Euch wider.

So, und jetzt stellt euch mal vor, wenn all diese Unternehmen ihre Daten miteinander kombinieren – eine ungeahnte Macht tritt dann in Erscheinung, die Euch zum gläsernen Bürger der digitalen Welt macht. Faszinierend.

Insofern: Apples Geräte speichern Bewegungsdaten – na und?!

Für mich stellt das kein Problem dar, zumal ich selbst (noch?) die Macht über diese Daten habe und sie auch bei jedem iPhone-Backup verschlüsseln kann, wenn ich es möchte. Der geneigte Benutzer kann dazu einfach in den iTunes-Einstellungen zu seinem iOS-Gerät den entsprechenden Haken setzen. Kann ja nicht so schwer sein.

Und ja, es mag sein, dass Apple die Bewegungsdaten auch vom Gerät abholt, allerdings werden diese Untersuchungen zu Folge dabei anonymisiert, so dass kein Rückschluss auf den Besitzer oder das Gerät gezogen werden kann.

Seit einigen Tagen gibt die iPhone Tracker Software, welche die in den Backups gespeicherten Daten hübsch grafisch aufbereitet und auf einer Karte ausgibt. Kostet nichts, ist idiotensicher zu bedienen. Bei mir schaut das wie folgt aus und ja, ich habe kein Problem damit, sogar publik zu machen, wo ich mich in den letzten Monaten aufgehalten habe:

Dazu sei angemerkt, dass die Werte vereinzelt stark verfälscht sind. Hauptsächlich, da auf Grund “merkwürdiger” Funkzelleneinbuchungen und mir nicht näher bekannten Abweichungen einige Ausreisser entstehen. So war ich im letzten Jahr zwar nie im Ruhrgebiet unterwegs – aber das vernachlässige ich mal.

Auf der Seite der Programmierer sowie dieser Seite ist gut beschrieben, wie man sich die Rohdaten der gespeicherten Informationen im SQLite-Format anschauen und auseinanderfieseln kann. Die Datei liegt (z. B. unter Mac OS X) irgendwo im MobileSync Verzeichnis, kann mit Hilfe dieses Python-Scripts gefunden und z. B. mit Hilfe vom SQLite Database Browser untersucht werden.

Der Timestamp beginnt seine Rechnung übrigens zum 1. Januar 2001, also einfach 978307200 dazu addieren und man kommt auf den allgemein bekannten UNIX_TIMESTAMP (Sekunden seit 1. Januar 1970).

Liebe Leute, habt ihr keine anderen Sorgen, als euch darüber aufzuregen, dass Apple das technisch Mögliche nutzt und Eure privaten Bewegungsdaten auf Eurer privaten Festplatte für Euch speichert?! Stellt euch doch mal vor…

diese Daten würden nicht ausschliesslich auf Eurem Mobiltelefon oder Eurer Festplatte gepeichert, sondern direkt zum Hersteller gesendet, so dass dieser nahezu in Echtzeit weiss, wo Ihr seid oder wo Ihr wart.

… Aber dazu später mehr

Ich kenne Ursula von der Leyen zwar nicht, aber rein subjektiv und aus der Ferne betrachtet kann ich sagen, dass ich sie nicht wirklich mag. Persönliche Antipathien sind ja durchaus legitim, auch wenn sie manchmal nicht einfach zu begründen sind. Wie auch immer, Frau von der Leyen hat sich bei mir schon vor mehr als zwei Jahren durch ihr Zugangserschwerungsgesetz disqualifiziert, welches sie zu Prävention von Online-Kinderpornografie durchsetzen wollte. Dass die geplante Methodik schon 2009 schrecklich war, hat sich 2011 ja zum Glück durch die Abschaffung des Gesetzes erledigt.

Völlig daneben in diesem Zusammenhang war ein damaliges Radio-Interview von Frau von der Leyen, in dem ich mich persönlich von ihr regelrecht angegriffen gefühlt habe. Meine spontane Reaktion damals war: “Wie kann ein einzelner Mensch seine Unwissenheit nur so offensichtlich zur Schau stellen?

Gestern Abend war in der Tagesschau ein Bericht über den Rohrkrepierer “Hartz-IV-Bildungspaket zu sehen. Dort wurde fast schon weinerlich und mit grossem Unverständnis darüber berichtet, dass erst 2% der Berechtigten Anträge gestellt hätten. Man mag darüber streiten, ob z. B. 30 Euro pro Jahr für eintägige Schulausflüge und 10 Euro pro Monat für ausserschulische Aktivitäten wirklich interessant für Hartz-IV-Empfänger sind – eine finanzielle Entlastung stellt es allemal dar.

Wie auch immer, in der gestrigen Sendung war Frau von der Leyen in Persona zu sehen und warb dafür, das Bildungspaket zu nutzen. Nun bin ich zwar glücklicherweise kein Hartz-IV-Empfänger, aber ich fühle mich von der Dame in keinster Weise in irgendeiner Hinsicht zu irgendetwas motiviert. Ihr emotionsloser Ausdruck in Kombination mit der (gefühlten) fachlichen und sachlichen Inkompetenz, die sich bei mir gedanklich manifestiert haben, wirken auf mich eher abstossend.

Sorry, Frau von der Leyen, aber Freunde werden wir in diesem Leben nicht mehr. Ich mag Sie einfach nicht. Und dies ist meine höchst-persönliche Meinung, die ich weitestgehend mit rein subjektiver Antipathie begründe. Nicht traurig sein.

Worüber Ihr Euch WIRKLICH sorgen solltet… (Teil 1) – Profilmissbrauch externer Webseiten Worüber Ihr Euch WIRKLICH sorgen solltet… (Teil 2) – Facebook-Viren Worüber Ihr Euch WIRKLICH sorgen solltet… (Teil 3) – Datenschutz-Einstellungen

SEHR DREISTER VIRUS UNTERWEGS

Heute ist ein (wie ich finde) extrem dreister Virus auf Facebook aufgetaucht, der sich über Chat-Nachrichten und auch über den Veranstaltungs-Kalender von Facebook verbreitet.

Wenn sich ein Facebook-Freund damit “infiziert” hat, passiert gleichzeitig folgendes: es geht ein Chat-Fenster auf, welches dazu animiert, einen Link anzuklicken, damit man erfährt, wer alles so das eigene Profil aufgerufen hat. Weiterhin wird man zu einer Veranstaltung eingeladen, die allerdings (in meinem Fall) glücklicherweise gar nicht (mehr?) existiert.

Zentrales Element hierbei ist die Webseite, auf die man geleitet wird (unten als Screenshot dargestellt), wenn man den Link in dem Chat-Fenster anklickt. Besonders dreist finde ich hierbei, dass man dazu animiert werden soll, einen Code-Schnippsel zu kopieren und in einem Browser-Fenster, in dem die Facebook-Seite angezeigt wird, aufzurufen. Dies sollte in keinem Fall getan werden!

Beim Ausführen des Code-Schnippsel wird ein JavaScript-Code geladen und mit den Rechten von Facebook ausgeführt. In diesem Fall werden die eigenen Freunde mit Chat-Nachrichten und Veranstaltungen bombadiert, so dass sich der Virus immer weiter verbreitet.

Auch sehr dreist ist das auf der Seite dargestellte vermeintliche Video, welches angeblich die super-tolle Funktionsweise darstellen soll, wie man sich anzeigen lassen kann, welche Leute das eigene Facebook-Profil aufgerufen haben.

Merke: keiner (externen) Facebook-Anwendung ist es möglich, herauszufinden und statistisch aufzubereiten, wer dein Facebook-Profil aufgerufen hat oder wer deine “Top-Stalker” sind. Lasst euch nicht durch solche Ankündigungen reinlegen!

Ich empfehle weiterhin eindringlich:

1. Nicht jeden Scheiss anklicken 2. Prüfe, was Du weitergibst und anderen empfiehlst 3. Kontrolliere regelmässig deine eigene Facebook-Profilseite und entferne unerwünschten Inhalt 4. Logge dich bei Facebook aus, wenn Du es nicht benutzt 5. Wähle Deine Sicherheitseinstellungen mit Bedacht; such Dir Hilfe, wenn Du unsicher bist 6. Rufe die Facebook Security Seite auf und werde Fan von ihr bzw. klicke auf “Gefällt mir7. rufe die Facebook-Seite Virus Warnung auf und klicke auf “Gefällt mir

Und wenn eine Website (wie der folgende Screenshot zeigt) zwar von der Farbgebung Facebook ähnelt, allerdings total mit Schreibfehlern und auch dubiosen Versprechen gespickt ist, dann sollte man auf keinen Fall etwas anklicken!

Einerseits bietet meine Blog-Software die Möglichkeit, die Google-Suchstrings auszuwerten, die Besucher auf mein Blog bringen. Darüber hinaus könnte ich durch Woopra in Echtzeit zuschauen, wenn ich die Zeit dazu hätte. Zuweilen sehr lustig ist auch die Auswertung der Google Webmaster Tools. Manchmal kann ich echt nur den Kopf darüber schütteln und leise (oder laut?) lachen, wenn ich sehe, wonach Leute suchen und was sie zu mir führt.

Hier meine Highlights:

er hat mir nicht zum geburtstag gratuliert

Ach du meine Güte, wirklich?

lustige flugzeugunfälle

Ich weiss ja nicht, welche Flugzeugabstürze genau nun lustig waren, aber okay.

facebook wer war auf meinem profil

Auf deinem? Niemand!

scheiß glücksnuß

Ja, die finde ich auch scheisse.

papiertüten basteln

Also Joints? Oder wie?

problem ?

Tsja, die haben wir alle hin und wieder. Aber welches genau hat dich zu mir geführt?

gratuliere zum geburtstag

Danke!

wieviel flugzeugabstürze gab es schon auf der welt

Jede Menge!

heimlich mit ex auf facebook befreundet

Äh…?! Willst du wissen, wie das heimlich geht oder wie? Seltsam.

muss ich online sein, damit eine facebook anwendung mir etwas postet

Auf jeden Fall! Und wenn du nachts schläfst, geht auch Facebook schlafen.

wieso postet ihr jeden scheiss rein

Das frage ich mich auch.

freu mich aufs iphone

Oh, ja. Das kenne ich!

das gefällt mir ist überall

Hä?

ich such musta fur das fenster austausch

Du nix Deutsch?

was soll man schreiben wenn einem eine auf facebook gratulieren

Also erstmal kommt das drauf an, ob du eineR oder einE bist. Je nachdem schreibst du überschwängliche Freudesbekundungen oder aber einen cool gemeinten aber dennoch latent schleimigen Spruch zurück. Oder einfach gar nichts.

wo schaut geburtstag seiner frunde bei facebook

Bitte was?

woher weiß facebook wen ich kennen könnte

Das frage ich mich auch manchmal. Meistens beobachten die, wer bei dir daheim so ein und aus geht.

nur 2 leute haben mir bei facebook gratuliert

OH MEIN GOTT, WIE SCHRECKLICH! Ich würde mich ja so erschiessen an deiner Stelle!

wie gratuliere ich zum geburtstag

Am besten gehst du nochmal in die Früherziehung bei deinen Eltern zurück.

warum läuft navigon auf iphone 4 besser wie auf iphone 3g

“ALS WIE!” Es heisst “als wie”! Frag mal die Verona! Und es läuft gar nicht wirklich besser. Nur viel schneller und bunter mit schöneren Farben und höherer Auflösung. Aber besser eigentlich nicht.

was ist falsch an den einstellungen, wenn facebook nicht gestartet wird

Dann ist dein Leben total im Arsch!

facebook Unternehmensseite banner oben ist wichtig

Achso! Wenn man an eine Google-Sucheanfrage hinten einfach “ist wichtig” anhängt, dann bekommt schneller oder bessere Ergebnisse oder wie? Faszinierend.

facebook anmeldename

Welchen wolltest du denn damit finden? Deinen eigenen?

überall diese scheiß facebook buttons

Ja, schlimm, gell?

facebook meldung 6. geburtstag

Hö?

was macht ihr wenn euch jemand zu eurem geburtstag auf facebook gratuliert?

Facebook-Profil sofort löschen. Unverzüglich und ohne Nachdenken!

wo gricke ich sim karte von temobile

Gute Frage. Am besten gehst du ein temobile-Geschäft deiner Wahl.

Das war im Wesentlichen eine Liste von wahllos herausgepickten Suchanfragen der letzten Wochen. Ich bin gespannt, was in Zukunft noch so für Suchanfragen auftauchen.

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