Heute kam ein Update der Remote App von Apple raus, die es möglich macht, entfernte Mediatheken zu steuern. Ich z. B.bediene damit die Musik auf meinem Mac Mini, welcher am 50″ Plasma und meiner Stereoanlage angeschlossen ist. Ich geniesse es sehr, die Audio-Steuerung vom iPhone oder vom iPad vornehmen zu können. Achso, zurück zum Update.

Mit der neuen Version wurde ein Feature nachgereicht, welches mir wirklich sehr gefehlt hat: es ist nun möglich, den iTunes Visualizer zu starten – und zwar direkt im Full-Screen-Modus. Sehr angenehm!

Aufmerksam wurde ich darauf auch nur, weil 9to5mac.com in diesem Artikel darüber berichtet hat. In dem Artikel heisst es, dass das entsprechende Icon in der Remote App unterhalb des Fortschrittsbalkens in der “Now Playing“-Ansicht direkt neben dem Genius-Symbol erscheinen soll. Sobald der Visualizer gestartet ist, wird das Icon nicht mehr weiss, sondern hellblau dargestellt – üblich bei Apple.

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Sollte das neue Icon sich dort nicht befinden, so soll einmalig der iTunes Visualizer auf dem Gerät, welches die Musik abspielt, gestartet werden, so dass die Remote App erkennt, dass es plötzlich auch dieses Feature steuern kann. Diese “Registrierung” müsse höchstens einmal erfolgen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass ich das nicht tun musste – das Icon war gleich nach dem Update der App da und funktioniert einwandfrei mit dem aktuellsten iTunes auf (m)einem Mac Mini. Leider, so berichtet 9to5mac.com weiterhin, handelt es sich ausschliesslich um ein Feature für iTunes unter Mac OS X – also nix für Windows.

Mir gefällt’s!

Mir ist klar, dass der Vergleich hinkt, aber ich möchte mal aufzeigen, wieviele Atomunfälle es in der Geschichte gab, wie viele Menschen denen (nach offiziellen Angaben) zum Opfer fielen und dies den Flugzeugabstürzen im gleichen Zeitraum gegenüberstellen. Während ich diese Zeilen tippe, kenne ich das Ergebnis noch nicht und bin höchst gespannt.

/EDIT: Wenn ich diesem Artikel nur ein kleines bisschen saubere Recherche-Arbeit zukommen lassen möchte, dann sitze ich noch tagelang an der Liste der Flugzeugabstürze, weshalb ich mich (siehe unten) einstweilen auf die ersten Ereignisse ab 1945 sowie die schlimmsten Katastrophen beschränke. EDIT/

ATOMUNFÄLLE

Zeitpunkt Ort getötet verstrahlt August 1945 Los Alamos, NM, USA 1 0 Mai 1946 Los Alamos, NM, USA 1 7 Dezember 1952 Chalk River, Kanada n/a n/a November 1955 Idaho Falls, ID, USA 0 0 September 1957 Kyschtym, Sowjetunion n/a 270.000 Oktober 1957 Windscale/Sellafield, Großbrittanien 40-100 ca. 240 Dezember 1958 Los Alamos, NM, USA 1 0 Juli 1959 Simi Valley, CA, USA n/a n/a November 1959 Knoxville, TN, USA n/a n/a Januar 1961 Idaho Falls, ID, USA 2 0 Juli 1964 Charlestown, RI, USA 1 0 1964-1979 Belojarsk, Sowjetunion 0 etliche Mai 1966 Melekess, Sowjetunion 0 2 Oktober 1966 Monroe, MI, USA 0 0 Januar 1969 Lucens, Schweiz 0 n/a Mai 1969 Rocky Flats, CO, USA 0 0 1973 Windscale/Sellafield, Großbrittanien 0 35 Februar 1974 Leningrad, Sowjetunion 3 n/a Oktober 1974 Leningrad, Sowjetunion 0 n/a 1977 Belojarsk, Sowjetunion 0 etliche Februar 1977 Jaslovské Bohunice, Tschecheslowakei 0 n/a Dezember 1978 Belojarsk, Sowjetunion 0 8 März 1979 Three Mile Island, PA, USA 0 n/a 1980 Saint-Laurent, Frankreich 0 0 September 1982 Tschernobyl, Sowjetunion 0 n/a 1983 Burnos Aires, Argentinien 1 0 August 1985 Wladiwostok, Sowjetunion 10 29 Januar 1986 Gore, OK, USA 1 100 April 1986 Tschernobyl, Sowjetunion Tausende Hunderttausende April 1993 Sewersk, Russland 0 n/a September 1999 Tokai-mura, Japan 35-63 n/a März 2006 Fleurus, Belgien 0 1 März 2011 Fukushima, Japan n/a n/a Quelle: Wikipedia, alle Angaben ohne Gewähr

FLUGZEUGABSTÜRZE

Datum Ort Fluggesellschaft/Flugnummer Opfer 28.07.1945 New York City, NY, USA US Air Force 13 26.01.1947 Kopenhagen, Dänemark KLM 22 29.05.1947 New York City, NY, USA 43/53 30.05.1947 Baltimore, USA Eastern Air Lines 53 24.10.1947 Chile British South American Airways 12 08.08.1948 Öresund, Dänemark 28 17.06.1948 Mt. Carmel, USA United Airlines 43 01.08.1948 Atlantischer Ozean, Afrika 52 29.08.1948 Winona, MI, USA Northwest Orient Airlines 37 20.10.1948 Prestwick, Schottland, Großbrittanien KLM 40 04.05.1949 Turin, Italien 31 12.07.1949 Simi Mountains, USA Standard Airlines 0 09.09.1949 Cap Tourmente, Kanada Quebec Airways 23 28.10.1949 São Miguel, Azoren Air France 48 01.11.1949 Washington D.C., USA Eastern-Air-Lines / 537 58 12.03.1950 Sigginston, Großbrittanien 83 05.06.1950 Florida, USA 28 24.06.1950 Lake Michigan, USA Northwest Airlines 58 26.06.1950 York, Australien Australian National Airlines 28 31.08.1950 London, Großbrittanien 28 03.11.1950 Mont Blanc, Frankreich Air India 48 01.12.1950 Chamaran, Iran Iran Airlines 8 16.01.1951 Readan, WA, USA Northwest Orien Airlines 10 30.06.1951 Denver, CO, USA United Airlines 50 24.08.1951 Union City, CA, USA United Airlines 50 16.12.1951 New Jersey, NJ, USA Miami Airlines 56 22.01.1952 Elizabeth, NJ, USA 33+4 11.02.1952 Elizabeth, NJ, USA 30+7 03.03.1952 Nizza, Frankreich Air France 38 22.03.1952 Frankfurt am Main, Deutschland KLM 44 11.04.1952 San Juan, Puerto Rico Pan American World Airways 52 29.04.1952 Rio de Janeiro, Brasilien Pan American World Airways 50 06.12.1952 Kindley Fields, Bermuda 37 20.12.1952 Moses Lake, WA, USA US Air Force 87 25.12.1952 Teheran, Iran Iran Air 27 05.01.1953 Belfast, Nordirland 30 03.03.1953 Karatschi, Indien Canadian Pacific Airlines 11 02.05.1953 Kalkutta, Indien British Overseas Airways Corporation 43 18.06.1953 Tokio, Japan US Air Force 129 12.07.1953 Pazifik Transocean Air Lines 58 01.09.1953 Nizza, Frankreich Air France 49 14.10.1953 Frankfurt am Main, Deutschland Sabena 44 To be continued… Quelle: Wikipedia, alle Angaben ohne Gewähr

Zwischenmeldung:

Nachdem ich mir jetzt eine ganze Weile die Finger wund getippert habe und noch lange kein Ende in Sicht ist, gebe ich dieses heroische Vorhaben zunächst auf und beschränke mich in der folgenden Liste auf die schwersten Katastrophen in der Geschichte der Luftfahrt – gemessen an der Zahl der Todesopfer.

Datum Ort Fluggesellschaft/Flugnummer Opfer 11.09.2001 New York City, NY, USA Washington D.C., USA Pittsburgh, PA, USA American Airlines 11 / United Airlines 175 American Airlines 77 United Airlines 93 3018 27.03.1977 Teneriffa KLM 583 12.08.1996 Gunma, Japan Japan Airlines 123 520 12.11.1996 Charkhi Dadri Saudi Arabian Airlines + Air Kazakhstan 349 03.03.1974 Paris, Frankreich Turkish Airlines 981 346 23.06.1985 Atlantik Air India 182 329 19.08.1980 Riad, Saudi-Arabien Saudi Arabian 163 301 08.01.1996 Kinshasa, Kongo Air Africa 299 03.07.1988 Zwischen Teheran und Dubia Iran Air 655 290 25.05.1979 Chicago,  IL, USA American Airlines 191 273 21.12.1988 Lockerbie, Schottland, Großbrittanien Pan American World Airways 270 Quelle: Wikipedia, alle Angaben ohne Gewähr

FAZIT?

Mein Fazit bis hierher? Ich habe keines. Ich bin kein Fan von Atomenergie, ich bin allerdings auch kein Gegner. Vielleicht, da ich mich bislang zu wenig mit dem politschen Für und Wider beschäftigt habe. Und nach wie vor glaube ich, dass der Vergleich sicherlich hinkt, weil die Spätfolgen-Opfer von Atomunglücken kaum messbar sind. Dennoch empfinde ich es als äusserst spektakulär, wie viele direkte Todesopfer es durch Flugzeugunglücke gegeben hat. Darüber wird immer für kurze Zeit erschüttert berichtet, Tage später ist alles wieder in Vergessenheit geraten.

Natürlich ist Kernenergie ein gefährliches Geschäft und gerade in von der Natur gebeutelten Gegenden erscheint es mir in höchsten Masse fahrlässig, dort Atomkraftwerke zu errichten. Dennoch – und das stelle ich völlig nüchtern klar – nutzen täglich wohl mehr Menschen Atomstrom als Verkehrsflugzeuge. Gleichwohl ist die Zahl der (unmittelbaren) Atom-Toten niedriger als die Zahl der Toten durch Flugzeugabstürze.

Ich möchte die Nutzung von Atom-Strom nicht rechtfertigen (allerdings auch nicht missbilligen), jedoch würde es mich interessieren, wie eine Rechnung ausschauen würde, wenn man die Zahl der Atom-Strom-Nutzer in einem Jahresmittel über eine Dekade der Zahl der Verkehrsflugzeugpassagiere (ebenfalls in einem Jahresmittel über eine Dekade) gegenüberstellt und dies dann jeweils ins Verhältnis der Unfälle und Opfer setzt.

Wer diese Rechnung aufstellt, bekommt von mir ein Bier. :)

Heute musste ich mal wieder tanken und mich traf fast der Schlag, als ich die Preise ablas. Für mein Auto tanke ich nurDiesel, also den günstigsten Kraftstoff, dennoch habe ich noch niemals so viel Geld pro Liter ausgegeben wie heute. Ich bin sauer.

Und sauer wie ich bin, habe ich direkt ein Foto von der Preistafel geschossen (leider schwach beleuchtet und schwer lesbar), mit meinem iPhone nachbearbeitet und auf Facebook geladen. Prompt kam die ersten Kommentare dazu:

Angebot und Nachfrage …

…klappt beim Oligopol nicht so ganz, wie wir uns das vorgestellt haben.

?…wenn derzeit das Volumen des Handels mit Öl an Rohstoffbörsen pro Tag das 15-fache des täglichen Ölverbrauchs bzw der täglichen Ölfördermenge beträgt, darf mir gerne jemand erklären, in welcher Form der Benzinpreis etwas mit tatsächlichen Angebot und Nachfrage zu tun hat…

Ich selbst hatte mich vor einiger Zeit mal intensiv mit dem Thema der Erdöl-Suche, -Gewinnung und -Förderung beschäftigt und bin dabei auf den interessanten Begriff des Ölfordermaximums gestossen. Ein Grund, warum die Preisentwicklung für Kraftstoff höchst-spekulativ ist.

Der täglich wechselnde Benzinpreis hat kaum etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun. Er ist eher höchst spekulativ – leider. Dahinter stecken zum Einen natürlich Lieferrisiken und -schwierigkeiten (z. B. Lybien), allerdings sind diese realistisch betrachtet absolut marginal und sollten kaum Ausschlag geben.

Zum Anderen begründet die Ölindustrie die Preisschwankungen z. B. mit dem ebenfalls höchst-spekulativem Phänomen des so genannten “globalen Ölfordermaximums”. Hinter dem Ölfordermaximum versteckt sich eine komplexe Wissenschaft. Jede einzelne Quelle hat ein Ölfordermaximum.

Quelle: Wikipedia

Das ist genau jener Zeitpunkt, an dem pro Zeiteinheit ein Maximum an Öl gefördert werden kann. Dieses liegt bei jeder Ölquelle irgendwo in der ersten oder zweiten Förderphase. Je nach Grösse des Ölfeldes und nach dem dahinter liegenden Druck nimmt die Fördermenge mit der Zeit ab und gegen Ende sprudelt nur noch so ein bisschen Öl heraus.

Die (völlig ungeklärte) Frage, wann das globale Ölfordermaximum erreicht ist, lässt den Benzinpreis durch die Spekulanten massiv schwanken. Einige behaupten, dieser Punkt sei schon lange erreicht, andere gehen davon aus, dass der Moment erst 2020 oder sogar 2030 kommt.

Ist der Zeitpunkt des Ölfördermaximums erreicht, so nimmt die täglich geförderte Menge ab, während der Bedarf (möglicherweise) weiterhin steigt. Legt man diese beiden Kurven in einen Graphen übereinander, so kreuzen sie sich irgendwann. Ab diesem Schnittpunkt gibt’s weniger Öl, als Bedarf vorhanden ist.

Sehr sicher ist, dass die Fördermenge noch weit über dem Bedarf liegt. Insofern handelt es sich um eine reine Spekulation zu Ungunsten des Preises. Global gesehen sind die Förder-, Transport- und Raffinierungskosten jedenfalls wohl kaum gestiegen, so dass sich eine so gravierende Erhöhung des Preises rechtfertigen liesse.

Glaubt wirklich jemand, dass ein paar Krisen in einigen Ländern den Benzinpreis derart beeinflussen können, ohne dass jemand die tatsächliche Problematik (Lieferschwierigkeiten) übertreibt, zumal der Anteil von z. B. Lybien einerseits sehr gering ist und andererseits auch bereits kurz vor dem Ölfördermaximum liegt.

Meiner Meinung alles nur Spekulation und Preistreibung. Auf Kosten und zu Ungunsten der Nutzer aller Produkte, die auf Erdöl basieren.

Ich habe ja schon einige Male (z. B. hier und hier und hier) darüber berichtet, was bei Facebook nicht so ganz koscher ist und was einem Sorgen bereiten sollte. Immer wieder habe ich den Eindruck, dass viele, viele Leute sich Gedanken um latent völlig falsche “Probleme” machen und dieses immer zu einem grossen Thema stilisieren, ohne zu verstehen, was nun wirklich problematisch ist.

DIE GANZE STORY IN KURZFORM FÜR UNGEDULDIGE

Immer wieder kursieren Meldungen auf Facebook, in denen Benutzer darauf hinweisen, dass sich Sicherheitseinstellungen geändert haben oder ändern werden und dass nun jeder sofort Dies oder Das tun möge, um noch ein sicheres Leben zu haben. Das ist meistens völlig falsch.

Man kann von Facebook halten, was man möchte, aber die Sicherheits- und Privatsphäreneinstellungen sind zwar komplex, aber durchaus ausgeklügelt und nicht per Definition schlecht oder falsch, wenngleich obiges Video sich ziemlich stark über die vielfältigen Möglichkeiten lustig macht. Viel gravierender jedoch sind z. B. ganz andere Webseiten, die in irgendeiner Weise mit Facebook arbeiten und Inhalte benutzen. Oder sogar Webseiten, welche die “Gefällt mir”-Funktion (den Like-Button) benutzen oder sogar missbrauchen.

Kurzum: liebe Leute, klickt nicht jeden Scheiss an, ohne darüber nachzudenken.

WARNUNGEN VOR SICHERHEITSEINSTELLUNGEN SIND MEISTENS PANIKMACHE

Morgen wird die neue FB Einstellung ” Umgehende Personalisierung” aktiviert. Diese teilt deine Daten mit Nicht-FB-Seiten & ist auf “aktiviert” eingestellt. Konto-> Privatsphäre-Einstellungen-> Anwendungen und Webseiten-> Umgehende Personalisierung-> Einstellungen bearbeiten-> Haken entfernen.

Bitte kopieren & weiterleiten.

Die oben stehende Meldung wanderte in den letzten Wochen häufig durch meinen Facebook-Newsfeed und hat mich etwas verblüfft. Diese Information ist zwar gar nicht mal so überflüssig, mich stört dabei hauptsächlich, dass sie schlecht recherchiert und lieblos heruntergeschrieben ist. Darüber hinaus sind davon nur wenige andere Webseiten betroffen und schlussendlich ist die Standard-Einstellung in den meisten Fällen ohnehin schon deaktiviert.

Sehr viel schlimmer finde ich dagegen schon die folgende Meldung:

ATTENTION: “While on Facebook, look at your URL address; if you see http: instead of https: then you don’t have a secure session and you can be hacked. Go to Account|Account Settings|Account Security and click Change. Check the first setting, otherwise FB defaults to the non-secure setting. Copy and repost so all friends can see!

Auch diese war mehrfach zu lesen und wurde von Facebook-Nutzern immer wieder fleissig kopiert und so an die jeweiligen Freunde weitergeleitet. Und sie ist sowas von unnötig. Wer ohnehin schon jeden Blödsinn mit seinen Freunden oder der ganzen Welt (inkl. Google) auf Facebook teilt, sollte sich weniger Sorgen darüber machen, ob die Daten verschlüsselt übertragen werden; sie finden ohnehin den Weg in ein Browser-Fenster und falls Ihr den Zugriff externer Webseiten auf eure Profildaten zugelassen habt, dann können sie auch von anderen Websites benutzt und ausgewertet werden.

Kleiner Sicherheitsexkurs: der Prefix “https” (im Gegensatz zu “http“) steht für eine sichere Datenverbindung zwischen dem Client (Eurem Browser) und dem Server (der Webseite, auf der Ihr herumsurft). Das bedeutet, dass die Daten (mehr oder weniger stark) verschlüsselt übertragen werden und nicht “abgehört” oder mitgelesen werden können. Wichtig ist dies in allen Fällen, in denen Ihr besonders persönliche, geheime oder Finanz-Daten übertragt. Z. B. bei der Eingabe von Zugangsdaten, beim Online-Banking, bei der Angabe der Bankverbindung in einem Schuh-Online-Shop, etc. Wenn Ihr auf Facebook postet, dass ihr gerade im Kino seid, welchen Cocktail Ihr trinkt, was die Glücksnuss Euch zu sagen hat oder wenn Ihr ein Foto postet, dann ist es völlig irrelevant, ob die Daten verschlüsselt übertragen werden.

WICHTIG!!!Facebook hat gestern “ORTE” installiert. Jeder kann nun sehen, wann undwo Du eingeloggt bist, sogar die genaue Adresse undKarteninformationen. ZUM AUSSCHALTEN auf “KONTO” | “KONTOEINST.”|”BENACHRICHTIGUNGEN” klicken, nach unten scrollen und unter “ORTE” ……beide Häkchen entfernen. …… Dann “ÄNDERUNGEN SPEICHERN” und ……diese Botschaft in Euer Profil posten!!!

Die oben genannte Meldung ist besonders schlimm, wenngleich auch schon einige Monate alt. Wie ich schon im August 2010 in diesem Artikel schrieb ist die Meldung nicht nur ein wenig, sondern völlig falsch. Wenn Ihr in den Kontoeinstellungen wie angegeben anpasst, dann passiert genau das, was Ihr garantiert nicht wollt: Ihr werdet überhaupt nicht mehr darüber informiert, wenn öffentlich gemacht wird, wo Ihr Euch gerade befindet.

MACHT EUCH LIEBER MAL GEDANKEN, WAS IHR ALLES ANKLICKT!

Wenn ich schon so darauf herumreite, was alles nicht schlimm ist, was ist denn dann nun wirklich schlimm? Antwort:viele, viele Dinge. Besonders heikel ist in den letzten Wochen und Monaten das sogenannte Clickjacking. Damit sind vermeintlich lustige Links gemeint, die den Weg in den Newsfeed gefunden haben und Euch dazu animieren, einfach draufzuklicken.

Oft handelt es sich hierbei um angebliche Videos zu schockierenden, obszönen oder einfach nur witzigen Inhalten. Die Probleme dabei? Die Zielseiten, welche sich hinter dem Link verbergen, sind oftmals gar nicht so harmlos, wie sie den Anschein erwecken.

Zum Einen erscheint oft gar nicht der Inhalt, den man zu sehen gehofft hat, zum Anderen passiert etwas, was man normalerweise so gar nicht möchte: automatisch und ohne dass man darüber informiert wurde, wird ein “Gefällt mir“-Klick simuliert, so dass Ihr unbemerkt ebenfalls einen Link auf dieses Seite an Eure Freunde weitergebt. Damit nicht genug: hinter den jeweiligen Seiten verstecken sich in einigen Fällen sogar schadenbringende Dinge – Viren, Trojaner und alles, was man so gar nicht auf seinem Rechner gebrauchen kann.

Facebook selbst warnt inzwischen zum wiederholten Male vor genau dieser Problematik. Technisch steckt dahinter ein Prinzip der Facebook-”Gefällt mir“-Implementation, die mach einer für ein Feature, ein anderer für ein Sicherheitsproblem halten mag. Die sogenannten Social Plugins sind in der Lage, Euren Facebook-Login zu benutzen, falls Ihr im einen Browser-Fenster auf Facebook surft und in einem anderen Browser-Fenster eine völlig andere Seite aufruft. Dies im Detail zu erläutern würde nun zu weit führen, neben vermeintlichen Vorteilen (“Gefällt mir“-Buttons überall, Facebook-Anmeldename überall, Freunde überall, etc.) führt dies eben auch zu Problemen.

WORAUF SOLL ICH ACHTEN?

Nun, das lässt sich schwer pauschal sagen. In erster Linie solltet Ihr darauf achten, dass Ihr nicht jeden Scheiss anklickt – auch wenn es zunächst noch so lustig zu sein scheint. Zweitens solltet Ihr nicht jeden Schrott, den Ihr irgendwo gehört oder gelesen habt, ungefiltert weiterposten – nicht wenige Informationen sind falsch oder sogar schädlich. Darüber hinaus empfehle ich ein paar Verhaltensregeln bei der Facebook-Nutzung. Zusammengefasst:

1. Nicht jeden Scheiss anklicken 2. Prüfe, was Du weitergibst und anderen empfiehlst 3. Kontrolliere regelmässig deine eigene Facebook-Profilseite und entferne unerwünschten Inhalt 4. Logge dich bei Facebook aus, wenn Du es nicht benutzt, so dass andere Webseiten Deine Login-Daten nicht missbrauchen können 5. Wähle Deine Sicherheitseinstellungen mit Bedacht; such Dir Hilfe, wenn Du unsicher bist 6. Rufe die Facebook Security Seite auf und werde Fan von ihr bzw. klicke “Gefällt mir” an; dies kann ich dringend empfehlen, da auf diesem Wege relativ frühzeitig über wirkliche Probleme informiert wird!

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