Dear Turkey, this is Europe calling and we demand you to listen carefully. At least Mr. Gül and Mr. Erdo?an should!

We all know what’s going on right now and since last week of May. Even though it’s hard to understand for many, many Turkish people and also for most other countries on this planet, you’re doing some really strange things those days. You might or even might not have thought about your intentions and also about the effects. But you should. You definitely should right now!

We don’t know much about your plans and whether or not the recent events should pave the road to next year’s elections. But we do know several things very well.

  • Such as Turkey being member (since 1949) of the Counsil of Europe.
  • Such as Turkey being subject to European Laws concerning human rights.
  • Such as Turkey working hard on becoming a member of Europe.

Turkey, listen: you haven’t been further away from being an accession candidate than the last few days. At least not in the last decade.

Why don’t you sit tight, relax and let the Turkish people live their live just like they want to? Respect their peaceful protest and negotiate. It ain’t easy, for sure. But it’s worth it.

I like Twitter. I really do. But there’s something I simply don’t get.

How to stop Twitter sending invites to email addresses known to my iPhone?

It all started about two weeks ago. My iPhone’s iOS reminded me of a new version of Twitter’s native iOS app, which I installed right away. After firing the new version, Twitter came up with a reminder to look for new friends in my address book. “Okay, why not? What could possibly go wrong?” I thought.

It turned out: just like everything!

I clicked the Go-Ahead-button and, well, Twitter found several Twitter accounts related to some folks I really know. Great shit! After following those people, the app came up with another button which looked to me like “I have some more cool stuff for you” or something like that. I clicked.

And that was a huge mistake. A very bad and really, really dumb idea! Generally, I’m very well aware about privacy and all that social media stuff. But that very day, I was in hurry and actually did not read what I was doing. It turned out, that button said something like “I’m gonna send all email addresses known to your iPhone to Twitter and keep reminding those recipients over and over again to please join Twitter until they do so or die old and grey.”

Dumb. Really, really dumb.

The Twitter app not only invited all email addresses from my contacts, but also any other address known to my iPhone in any other way. Friends, co-workers, customers, any email address I’ve ever sent an email to. Not only a few hundred contacts, but several thousand addresses including virtual addresses just like ticket numbers for technical ticketing systems.

Horrible, really horrible.

But that wasn’t the worst news. Okay, I earned some laughter and finally had to laugh about it myself. But the really, really, REALLY bad thing about this is: Twitter keeps reminding all those addresses to join every few days. EVERY FEW DAYS! And even more: THERE’S NO FUCKING WAY TO STOP THIS!

Seriously, Twitter!? Are you fucking kidding me? I mean, okay, it was a really bad idea to click that damn button, but why do you keep spamming my contacts over and over again? You have a great website with strict guidelines for using your logos, you have a well structured support area and an obviously working facebook page. You do think about getting your stuff work, but you do not think about how to stop spamming!? Or if you do it nevertheless, you keep it very, very secretly.

I already tried:

  1. Finding help within your support pages
  2. Searching the web
  3. Sending a bug report
  4. Contacting your @support account
  5. Contacting your facebook page

Fun fact: searching for “twitter stop sending invitations” takes me to: How Do I Stop Facebook From Sending Invitations? That’s so hilarious. Really.

Twitter (or anyone else), please tell me:

HOW TO STOP SENDING INVITES AND REMINDERS TO MY EMAIL CONTACTS?!

Gestern habe ich mich ausführlich über die Lufthansa aufgeregt, weil der Streik mir persönlich Ärger bereitet. Und ich bleibe dabei, dass die Lufthansa ihren Teil dazu beitragen sollte, dieses lächerliche Tauziehen zu beenden und nicht auf dem Rücken der Kunden auszutragen.

Aber was ich da auf deiner lustigen Webseite sehe, lieber Nicoley Baublies, das schlägt dem Fass den Boden aus. Ein fettes Foto einer Fluganzeigetafel, auf der zahlreiche Flüge als annulliert erscheinen. Stolz drauf, hm? Klar, das sind wohl die Regeln eines Arbeitskampfes, aber wer sowas macht, der freut sich auch, wenn er Raketen in feindliche Wohngebiete abfeuert. Kollateralschäden werden einkalkuliert und man klatscht sich gegenseitig noch in die Hände.

Kleine Anmerkung noch zu dem Foto: das Bild ist nicht geklaut, sondern es ist ein Screenshot. Den darf ich ja wohl machen, oder? Ach, verklag mich doch! Morgen kann ja eh jeder selbst so ein Foto schiessen. Und urheberrechtlich geschützte Kunst kann ich darin sowieso nicht erkennen.

Was du, lieber Nicoley Baublies, da weiterhin auf deiner Webseite schreibst, ist unheimlich frech und dreist:

Da wir am Freitag erlebt haben, dass Lufthansa ihre Möglichkeiten über- und die Streikbeteiligung unterschätzt hat und überhaupt nicht in der Lage war, den Sonderflugplan aufrecht zu erhalten, bleibt zu vermuten, dass dies am Dienstag auch nicht klappen dürfte.

Aber es geht noch schlimmer:

Am Freitag mussten gar am Ende des Tages noch hunderte Kunden auf dem Flughafen nächtigen, da Lufthansa es eben nicht geschafft hat, sie noch rechtzeitig auszufliegen. Die Auswirkungen des Streiks in Frankfurt und der fehlerhaften Planung der Lufthansa waren an Flughäfen deutschlandweit zu spüren.

Da freut man sich bei der UFO, gell? Sorry, das ist wirklich peinlich. So richtig peinlich. Wenn du deine Damen und Herren schon zum Streik aufforderst, dann freu dich halt wenigstens im stillen Kämmerchen und pinsel das nicht noch dick und fett auf die Website, dass ihr euch fröhlich ins Händchen lacht.

Mich geht euer scheiss Arbeitskampf nichts an, ich hab’ genug Ärger damit, meine Pläne auf die Reihe zu bekommen. Diesen Quatsch dann auch noch lesen zu müssen, empfinde ich als Hohn und es raubt mir das letzte Verständnis für eure Querelen.

Noch ein paar Anmerkungen:

  • Es geht die Meinung um, dass das streikende UFO-Personal bei der nächsten Entlassungswelle bevorzug behandelt werden sollte. Naja, vielleicht…?!
  • Wenn die Lufthansa durch eure Massnahmen geschädigt wird und untergeht, geht ihr mit unter. Aber ich bin sicher, dass euer Bordpersonal bei einer Billigairline einen Job bekommt – für weniger Kohle versteht sich.
  • Ich fliege weiterhin (gerne) Lufthansa, denn obwohl ich auf den Laden auch sauer bin, weil ich als Kunde Ärger habe, so verstehe ich, dass die dort arbeitenden Menschen nichts dafür können.
  • Dieser Beitrag richtet sich nicht (direkt) an das streikende Personal, sondern direkt an den UFO-Vorstand, stellvertretend an den Vorsitzenden, Herrn Nicoley Baublies.

Ich grad so auf der Facebook-Seite der Lufthansa, nachdem vorhin wieder neue Streiks der Flugbegleiter angekündigt wurden:

Liebe Lufthansa,

zwei wichtige Dinge vorweg:

1. dieser Beitrag richtet sich nicht an die Mitarbeiter und Menschen, die das Social-Media-Management oder andere Anlaufstationen betreuen, sondern an das Unternehmen Lufthansa als solches.

2. Lufthansa, ihr seid so bescheuert!

Ob ein Streik für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne berechtigt und angebracht ist, möchte ich nicht beurteilen. Fakt ist allerdings, dass Tarifstreitigkeiten am Ende immer in einer Einigung enden. IMMER! Warum muss dieser nervtötende und dämliche Prozess immer wieder und immer bis zum Ende durchgezogen werden, wenn schon vom ersten Tag an klar ist, dass man sich sowieso irgendwo ungefähr in der Mitte einigt. Und am Ende teilen beide Parteien immer mit, dass sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Lufthansa, ihr seid so bescheuert! Klar, zu einem Streit gehören immer zwei Parteien. Auch die Tarifgewerkschaften und Vereinigungen sind daran beteiligt. Aber als der (wirtschaftlich) grössere und mächtigere Partner habt ihr es in der Hand, den ganzen Ärger nicht auf dem Rücken der Kunden auszutragen. Ausserdem richte ich mich an euch, weil ich keine Lust hatte, eine Facebook-Page der UFO zu suchen.

Jetzt wirklich, ich verstehe es absolut nicht. Ihr einigt euch doch sowieso am Ende. Hauptsache vorher mal die Klingen rasseln lassen und Macht demonstrieren. Der Kunde muss am Ende unter dem Ärger leiden. Und in diesem Jahr bin es zum Beispiel auch ich.

Echt jetzt, ihr seid so bescheuert. Mir steht ein lächerlich kurzer Flug von Nürnberg nach Frankfurt bevor, um dort einen Anschlussflug in die USA zu bekommen. Zwar alles erst am Mittwoch, aber kann ich mir heute schon sicher sein, dass einen Tag nach dem angekündigten Streik wieder normaler Flugbetrieb stattfindet? Wirklich, kann ich das?

Oh, da gibt es ja diese lustigen Webseiten, wo man nachschauen kann. Aber leider ist noch überhaupt nichts klar. Und dann gibt’s noch die netten Hotline-Nummern, auf denen man anrufen kann, klar. Aber hallo?! HALLO? Das sind ja freundliche 01805er Nummern, die sind überfüllt und kosten auch noch Geld!

Sagt mal, spinnt ihr eigentlich?!

Ja, gut, ich möchte nur von Nürnberg nach Frankfurt. Eine wirklich lächerliche Strecke, klar. Aber mein Flug geht um 7.10 Uhr morgens. Da kann ich leider in keinen beschissenen Zug steigen, um pünktlich in Frankfurt zu sein! Wenn ich nicht in Nürnberg einchecke, dann muss ich das in Frankfurt tun und dann muss ich Stunden vor meinem Anschlussflug dort sein.

Noch lustiger wird es, wenn ich euren sagenumwobenen Vorabend-Check-In in Anspruch nehme. Ich liebe diesen Service ja wirklich, aber was mache ich denn, wenn ich mein Gepäck am Vorabend aufgebe und dann in der Nacht erfahre, dass mein Zubringerflug gestrichen wird, hm? WAS DANN?

Oh, ja… ich kann auch mit dem Auto nach Frankfurt fahren, kein Problem. Aber zu viert? Mit Gepäck? HALLO?!

Nein, wirklich, ihr seid doch sowas von bescheuert!

Ich führe hier sicherlich meine kleinen Luxus-Problemchen an, weil es für all das sicherlich Lösungen gibt und alles gut werden wird. Darüber ärgere ich mich auch nur ein wenig, es ist ja nur ein bisschen Stress und kostet Nerven.

Wirklich stört mich, dass ihr so verdammt bescheuert seid und mit Ansage den Abgrund hinunter springt. Dass die Flugbegleiter bessere Bedingungen oder mehr Geld möchten, war doch absehbar. Dass sie es am Ende auch bekommen werden, ist ebenso absehbar. Warum verdammt nochmal zieht ihr die Kunden da mit rein? WARUM? Immer wieder, jedes Jahr. Mal sind es die Piloten, mal die Fluglotsen, dann die Flugbegleiter. Irgendwas ist immer und ihr stellt euch an wie kleine Kinder, denen man im Sandkasten das Schäufelchen geklaut hat.

Werdet doch mal erwachsen, ihr Spinner!

PS: liebes Social-Media-Team, es tut mir leid, dass ich euch damit auf die Nerven gehe – nehmt’s locker.

Seit mehreren Tagen bekomme ich auf meinem (Firmen-)Mobiltelefon Anrufe mit unterdrückter Telefonnummer. Wenn ich mich melde, höre ich Geräusche und Hintergrundstimmen am anderen Ende, es spricht dort jedoch niemand mit mir. Nach wenigen Sekunden wird die Leitung unterbrochen. Nervt ein wenig, ist aber kein Drama.

Heute, Samstag den 28. April 2012, erhalte ich vormittags wieder einen Anruf mit unterdrückter Nummer und da ist auf einmal ein Mensch dran. Ein Mann. Ob es kausale Zusammenhänge zu den anderen Anrufen gibt, weiss ich nicht, es erscheint mir jedoch naheliegend. Besonders interessant war das heutige Telefonat, weil es eine Telefonabzocke der neuesten Masche war. Das Gespräch verlief ungefähr so:

Ich: “Ja, hallo?”

Herr Schmitt: “Guten Tag, Firma TeleBilling aus Köln, wir möchten…”

Ich: “Moment, wie ist denn ihr Name?”

Herr Schmitt: “Ich heisse Schmitt.”

Ich: “Jaja, ‘Schmitt’ – alles klar. Weiter, worum geht’s?”

Herr Schmitt: “Es handelt sich um einen Serviceanruf von uns, weil von ihrem Telefonanschluss am 15. April um 19.19 Uhr eine kostenpflichte Servicerufnummer angerufen wurde. Dieser Anruf wird nicht im Einzelverbindungsnachweis und auf ihrer Telefonrechnung verzeichnet sein, darum möchten wir ihnen nun gerne die Daten per Post zusenden, damit sie das prüfen können.”

Aha, das kann ja noch lustig werden.

Ich: “Ich habe am 15. April keine Servicenummer angerufen.”

Herr Schmitt: “Vielleicht war es jemand anderes, der ihren Anschluss benutzt hat?!”

Ich: “Nein.”

Herr Schmitt: “Jedenfalls ist dieser Anruf von ihrem Anschluss getätigt worden und als Serviceleistung möchten wir ihnen nun die Daten per Post zuschicken. Geben sie mir bitte ihre Adresse?”

Jetzt bin ich hellwach und richtig in Fahrt.

Ich: “Nö, ich gebe ihnen meine Adresse nicht so einfach. Wenn der Anruf nicht im Einzelverbindungsnachweis gelistet ist, dann muss ich es ja auch nicht bezahlen, richtig? Und ihre ‘Serviceleistung’ möchte ich nicht in Anspruch nehmen. Sie brauchen mir also nichts zu schicken.”

Herr Schmitt: “Wir müssen ihnen aber die Daten zuschicken, damit sie das auf Korrektheit prüfen können.”

Ich: “Ich möchte nichts prüfen, dazu sehe ich keine Veranlassung. Machen wir’s anders: geben sie mir doch mal ihre Rufnummer, Herr Schmitt.”

Herr Schmitt: “Unsere Kontaktdaten stehen auf dem Briefkopf des Anschreibens. Da können sie auch unsere Telefonnummer sehen.”

Jetzt bin ich sauer, mein Kaffee wird kalt.

Ich: “Halten sie mich eigentlich für total bescheuert? Entschuldigung, sie kennen mich ja gar nicht. Ich bin nicht der Durchschnittsbürger und sie müssten inzwischen längst gemerkt haben, dass ihre dämliche Masche bei mir nicht funktionieren wird. Nicht wahr, Herr Schmitt, sofern das wirklich ihr Name sein sollte…”

Herr Schmitt: “Wenn sie mir ihre Anschrift nicht geben wollen, dann werde ich diese über ihren Telefonanbieter ermitteln.”

Ich: “Warum haben sie das denn nicht gleich gemacht, bevor sie mich mit ihrem Anruf belästigen?”

Herr Schmitt: “Weil das kostenpflichtig ist, diese Kosten werden ihnen dann in Rechnung gestellt.”

Ich lache herzlich ins Telefon, weil ich mich langsam nicht mehr halten kann.

Ich: “Okay, okay. Dann wünsche ich dabei besonders viel Spass und Erfolg. Herr Schmitt, sie Vollpfosten, sie wissen ganz genau, in welcher Branche sie arbeiten und für welche Masche sie da telefonieren. Nachdem sie sich dafür selbst nicht zu schade sind, bin ich mir auch nicht zu schade, sie als ‘Arschloch’ zu bezeichnen und noch einen schönen Tag zu wünschen. Bye-bye.”

*klick*

Ich kann in jedem Fall immer nur wieder davor warnen, auf irgendwelche unerwünschten Anfragen oder Angebote am Telefon einzugehen. Der Heiterkeit wegen lasse ich  mich immer wieder gerne auf ein Gespräch ein, aber, liebe Abzocker-Idioten, bei mir beisst ihr da auf Granit. Auch die Firma TeleBilling Ltd., Hohenzollernring 84, 50672 Köln.

Schönen Samstag noch!

Wenn ich in den Nachrichten (so heute geschehen) brennende Deutschland-Fahnen sehe, weil die Griechen sich aufregen, dann bekomme ich Anfälle. Ich könnte echt ausrasten, wenn dazu “Nazis, geht nach Hause” gebrüllt wird. Das griechische Volk gibt Europa und hauptsächlich Deutschland die Schuld für die einschneidenden Sparmassnahmen und die drastischen Auswirkungen auf die Menschen.

Klar, die Griechen haben eine schwere Zeit hinter und vor sich. Es muss gespart werden, das Land ist sonst pleite. Aber hey, ihr Griechen, habt ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Checkt ihr eigentlich, woher das Geld kommt, das euer Land retten soll? Geht das in eure Köpfe rein, dass alle Bürger der Eurozone dafür bezahlen? Und hier sind Deutschland und Frankreich am stärksten beteiligt. Woher kommt denn der Zaster für euer Land, hm?

Wenn ihr die Kohle nicht wollt, bitte sehr, gefällt mir sehr gut. Dann macht doch bitte was ihr wollt mit euren Inseln und der Akropolis. Vertickt gerne alles an die Chinesen oder wen-auch-immer. Druckt wieder eure Drachmen, tretet aus der EU aus und vor allem: geht uns bitte nicht weiter mit eurem weinerlichen Gejammer auf die Nerven.

Mir ist klar, dass der gewöhnliche Otto-Normal-Grieche keine Schuld an der Misere trägt, weil das Land, die Politik und die Wirtschaft von Korruption und Fehlwirtschaft zerfressen sind. Aber verdammt nochmal, wenn ihr euch nicht helfen lassen wollt und uns bzw. unser Land beschimpft, dann geht bitte mit Pauken und Trompeten unter. Aber leise.

Dankeschön!

Ich könnt’ ausrasten (so dermassen ausrasten), wenn ich mit einem Callcenter eines so genannten Service-orientierten Unternehmens zu tun habe. Heute:

  1. Nicht erreichbare und unfähige Menschen bei der Nürnberger N-ERGIE
  2. Vollpfosten und Obertrottel bei der ERGO Versicherungsgruppe

Liebe Damen und Herren in den Callcentern, liebe Damen und Herren im (mittleren?) Management eben jener Callcenter, habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Seid ihr kein Stück weit stressresistenz? Wisst ihr, dass eure Kunden sich hin und wieder bei euch melden (müssen)? Warum bekommt ihr nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe, hm?

Die Nürnberger N-ERGIE ist über Monate hinweg auf ihrer kostenpflichtigen 0180er Nummer nicht erreichbar – zumindest nicht, wenn man nicht die Zeit hat, sich mehr als eine halbe Stunde in der Warteschleife mit dieser beknackten Wartemusik aufzuhalten. Ruft man auf der Nürnberger Festnetzrufnummer (Zentrale?) an und lässt sich verbinden, dann landet man ebenfalls in eben jener Warteschleife und braucht viel Geduld. Mehr Geduld, als ich Zeit habe, denn ich habe einen Vollzeitjob und auch noch ein Leben nebenbei!

Alle paar Minuten wird in der Warteschleife angekündigt, dass man sich auch per E-Mail melden kann, was allerdings nur dazu führt, dass man verwirrte Antworten bekommt. Fragt man auf diese Antworten nochmals nach oder stellt Fakten richtig, so kommt keine Rückmeldung mehr. Über Monate hinweg! Auf wiederholte Nachfrage kommt keine Reaktion, anrufen kann man auch nicht.

N-ERGIE Nürnberg, ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun!

Die ERGO Versicherungsgruppe ist teils besser, teils auch schlimmer. Immerhin gibt’s eine kostenfreie 0800er Rufnumer, wo sich nach 5 Minuten Warteschleife auch mal ein Mensch meldet. Dieser ist jedoch erstens unfreundlich, zweitens (aus Kundensicht) wenig kompetent und definitiv keinesfalls stressresistent. Was passiert, wenn man dem Herrn eine kritische Frage stellt? Z. B. “und warum buchen Sie nicht bei mir ab, wenn Sie schon meine Bankverbindung haben?” Na, was passiert dann? Er legt einfach auf! Dieser Vollpfosten von Service-Arsch!

Meint ihr, eure Kunden haben Zeit, euch ständig hinterher zu laufen und euren beschissenen Wartemelodien zu lauschen und dann auch noch Verständnis für Frechheit und Unverschämtheit eurer Nullnummer-Mitarbeiter zu haben? NEIN! Ich könnt’ echt kotzen bei solchen Sauhaufen!

Leute, ich arbeite selbst in der Dienstleistungs-Branche und auch mein Arbeitgeber hat sowas wie ein Callcenter, Helpdesk oder wie auch immer man es nennen mag. Wenn wir unsere Kunden so behandeln würden, wären wir längst pleite! Das geht mal gar nicht!

Nur weil ihr ein respektloser Pennerhaufen von Quasi-Monopolisten seid oder einfach einen breit aufgestellten Kundenstamm von geduldigen (oder arbeitslosen?) Leuten habt, könnt ihr euch nicht alles erlauben. Wo leben wir denn hier?

Wacht mal auf. Ihr Deppen!

In the case of Google, according to new research by security analyst Samy Kamkar, an HTC Android phone collected its location every few seconds and transmitted the data to Google at least several times an hour. It also transmitted the name, location and signal strength of any nearby Wi-Fi networks, as well as a unique phone identifier.

Google declined to comment on the findings.

Quelle: The Wall Street Journal

Ich wollte mich eigentlich aus dem Thema raushalten, dass Apples iOS-Geräte Bewegungsdaten speichern und auf der Festplatte ablegen. Aber als ich heute diesen Artikel von Dieter Petereit gelesen habe, hat es mir fast die Schuhe ausgezogen und ich habe darüber berichtet, wie und wo die Daten bei Apple-Geräten abgelegt werden.

Die Fakten:

iPhone und iPad speichern seit iOS 4 (das iPhone Betriebssystem der Version 4) Bewegungsdaten des Gerätes und überträgt diese bei der Synchronisation mit iTunes auf den Rechner, wo es eine unverschlüsselte Datei mit den Koordinaten samt Datum/Uhrzeit ablegt. Weiterhin holt Apple diese Daten wohl alle 12 Stunden vom iOS-Gerät ab, anonymisiert sie allerdings dabei, so dass kein Rückschluss auf den Besitzer oder das Gerät gezogen werden kann. Schlimm? Nein, finde ich nicht.

Dieter Petereit berichtet nun darüber, dass das (wie wir alle wussten und von Apple mehrfach bestätigt wurde) ein alter Hut und keine Neuheit sei. Neu sei nur, dass die Rohdaten wirklich klar und gut lesbar auf der Festplatte liegen. Aber sie liegen auf der Platte des Besitzers vom jeweiligen Mobiltelefon – also vermeintlich gut aufgehoben.

Externen Zugriff, der allerdings nur über den Zugang zu Eurem Computer, der das iPhone-Backup enthält, also typischerweise höchstens über Familie, Freunde etc. möglich wäre, kann man überdies erschweren, indem man das iPhone-Backup verschlüsselt. Damit ist das Thema dann komplett durch.

Weiterhin – und das ist der Skandal an der Geschichte – berichtet Dieter (unter Bezug auf thenextweb.com und dem Wallstreet Journal) davon, dass Googles Handy-Betriebssystem Android ebenfalls Bewegungsdaten des Gerätes speichert, allerdings nur kurze Zeit vorhält. Naja, und damit diese Daten nicht verloren gehen, hat sich Google wohl überlegt, dass es eine gute Idee sei, diese Informationen direkt “heim zu Muttern” zu schicken – und zwar nicht anonymisiert, sondern direkt mit dem Unique Phone Identifier, der eindeutigen Gerätekennung.

Denn Android sendet die Informationen nicht etwa alle 12 Stunden in anonymisierter Form nach Hause. Nein, Android sendet die Informationen mehrmals pro Stunde und zwar in nicht anonymisierter Form, also inklusive des Unique Phone Identifiers, mit dem die Trackingdaten einem ganz konkreten Telefon zugeordnet bleiben. Das haben jedenfalls laut Wallstreet Journal verschiedene Experten untersucht und bestätigt.

Was bedeutet das? Ganz klar: sollten diese Angaben des Wallstreet Journals stimmen, so ist Google in der Lage, in nahezu Echtzeit zu ermitteln, wann sich ein Mobiltelefon mit Android-Betriebssystem an welchem Ort aufgehalten hat.

Jetzt stelle man sich mal vor, man würde diese Daten mit anderen korrelieren. Der Aufenthaltsort eines Google-Handys kann ermittelt werden. Das Handy kann einer Person zugeordnet werden. Von dieser Person sind alle Google-Suchanfragen der letzten 10 Jahre bekannt. Sollten sich Facebook und Google mal grün werden, so könnte dazu berechnet werden, wann die Person welche Postings gemacht hat, welche Bilder er/sie geschossen hat. Nimmt man jetzt noch Payback- und Amazon-Daten hinzu, weiss man auch, wofür sich diese Person so interessiert, welche Bücher sie kauft und mit welchem Shampoo sie sich die Haare wäscht – natürlich auch wo und unter wessen Dusche. Und dank StreetView ist auch gleich bekannt, welche Vorhänge im Badezimmerfenster hängen.

Nun frage ich euch: Was ist schlimmer? Bewegungsdaten im Telefon und auf dem privaten Rechner zu speichern oder sie online inkl. Benutzerkennung an den Hersteller zu senden, hm?

Ich kenne Ursula von der Leyen zwar nicht, aber rein subjektiv und aus der Ferne betrachtet kann ich sagen, dass ich sie nicht wirklich mag. Persönliche Antipathien sind ja durchaus legitim, auch wenn sie manchmal nicht einfach zu begründen sind. Wie auch immer, Frau von der Leyen hat sich bei mir schon vor mehr als zwei Jahren durch ihr Zugangserschwerungsgesetz disqualifiziert, welches sie zu Prävention von Online-Kinderpornografie durchsetzen wollte. Dass die geplante Methodik schon 2009 schrecklich war, hat sich 2011 ja zum Glück durch die Abschaffung des Gesetzes erledigt.

Völlig daneben in diesem Zusammenhang war ein damaliges Radio-Interview von Frau von der Leyen, in dem ich mich persönlich von ihr regelrecht angegriffen gefühlt habe. Meine spontane Reaktion damals war: “Wie kann ein einzelner Mensch seine Unwissenheit nur so offensichtlich zur Schau stellen?

Gestern Abend war in der Tagesschau ein Bericht über den Rohrkrepierer “Hartz-IV-Bildungspaket zu sehen. Dort wurde fast schon weinerlich und mit grossem Unverständnis darüber berichtet, dass erst 2% der Berechtigten Anträge gestellt hätten. Man mag darüber streiten, ob z. B. 30 Euro pro Jahr für eintägige Schulausflüge und 10 Euro pro Monat für ausserschulische Aktivitäten wirklich interessant für Hartz-IV-Empfänger sind – eine finanzielle Entlastung stellt es allemal dar.

Wie auch immer, in der gestrigen Sendung war Frau von der Leyen in Persona zu sehen und warb dafür, das Bildungspaket zu nutzen. Nun bin ich zwar glücklicherweise kein Hartz-IV-Empfänger, aber ich fühle mich von der Dame in keinster Weise in irgendeiner Hinsicht zu irgendetwas motiviert. Ihr emotionsloser Ausdruck in Kombination mit der (gefühlten) fachlichen und sachlichen Inkompetenz, die sich bei mir gedanklich manifestiert haben, wirken auf mich eher abstossend.

Sorry, Frau von der Leyen, aber Freunde werden wir in diesem Leben nicht mehr. Ich mag Sie einfach nicht. Und dies ist meine höchst-persönliche Meinung, die ich weitestgehend mit rein subjektiver Antipathie begründe. Nicht traurig sein.

SPÄTE EINSICHT

Es ist beinahe zwei Jahre her, dass ich eine Umfrage zum Thema “Internetzensur gegen Kinderpornographie” gestartet habe. Ich hatte die Fragen bewusst und gezielt zu einem bestimmten Zwecke gewählt. Und das Ergebnis fiel genau so aus, wie ich es mir erwartet hatte. Die Auswertung folgt weiter unten, doch zunächst zur aktuellen Gesetzeslage.

DIE FDP – unsere Heldenpartei – SETZT LÖSCHEN STATT SPERREN DURCH!

Nach einer Initiative (deren Ursprung bereits im Sommer 2008 lag) der damaligen schwarz-roten Bundesregierung und unter grossem Einfluss der medienerfahrenen Ministerin Ursula von der Leyen, auch bekannt als “Zensursula“, wurde seit Frühjahr 2009 das so genannte Zugangserschwerungsgesetz vorangetrieben. Der Plan, so irrwitzig das heute, 2011, klingen mag, sah vor, Internetseiten mit kinderpornographischem Inhalt durch ein Stopp-Zeichen zu blockieren. Technisch sollte das durch Sperrlisten realisiert werden, die bundesweit die Erreichbarkeit der illegalen Webserver unmöglich machen sollte.

Die Bundesregierung ging sogar so weit, dass sie bereits Verträge mit grossen Providern geschlossen hatte, um genau dieses Vorhaben durchzusetzen. Wäre ja alles schön und gut gewesen, hätte man frühzeitig den durchaus plausiblen Meinungen der wirklichen Experten der Materie zugehört und ihnen Glauben geschenkt. Denn in Windeseile schossen die ersten Anleitungen aus dem Boden, welche es ermöglichen würden, diese Netzsperren zu umgehen. Nicht etwa, um das pädophilen Geschäft zu fördern, sondern um deutlich zu machen, wie unsinnig das Vorhaben der Bundesregierung, allen voran Frau von der Leyen, doch war. Schliesslich, so die Begründung der Webseitensperrungs-Gegner, seien Pädokriminelle selbst ohne jedes technische Fachwissen in der Lage, diese Sperren zu umgehen.

Es entbrannte im frühen Jahr 2009 eine regelrechte Bewegung, die auf Meinungsfreiheit und gegen Internetzensur plädierte. Es wurde eine Petition gestartet, um die Ausarbeitung und Verabschiedung des Gesetzes zu verhindern. 50.000 Unterzeichner wären notwendig gewesen, es meldeten sich 134.000 zu Wort – mehr als genug, um öffentlich angehört zu werden. Aber nicht genug für die deutsche Bundesregierung.

Bedenkenträger sahen damals vor allem auch die Meinungs- und Pressefreiheit, also einige der höchsten Rechte in Deutschland, gefährdet. Denn man ging davon aus, dass die Zensur im Internet nur unter dem Deckmantel der Prävention von Kinderpornographie eingeführt werden sollte und dass über kurz oder lang auch andere Dinge gesperrt werden würden. Die Unterstützer des Gesetzes gaben natürlich an, dass niemals irgendwelche anderen Dinge gesperrt werden würden. Heute wissen wir, dass das glatt gelogen war. Weiterhin wurde 2009 versprochen, dass ein Eindringen in die Privatsphäre von Internet-Nutzern nicht stattfinden würde, was sich jedoch auch als zweifelhaft erwies, nachdem erste Stimmen laut wurden, dass man doch über diesen Wege gleich noch viel mehr und in Echtzeit kontrollieren könne.

Zu all der Gegenwehr aus dem Volk erfreute sich auch die Piratenpartei wachsender Beliebtheit und stand in der Öffentlichkeit wie nie zuvor (und niemals seit dem?). Die Bundesregierung trotzte allem Widerstand und vor allem auch dem eigenen gesunden Menschenverstand und brachte das Gesetz auf den Weg. Leider (oder zum Glück?) fand die FDP auf abenteuerliche Weise ihren Weg in die nächste Bundesregierung und löste damit die SPD ab. Bereits im Koalitionsvertrag der neuen schwarz-gelben Bundesregierung sah die FDP das Aussetzen der Sperren vor. Muss ich mich jetzt bei der FDP bedanken? Na, das ist ja traurig!

MANNMONATE POLITISCHER ARBEIT ABSOLUT VERSCHWENDET!

Das Ende vom Lied? Vor einer Woche wurde das Gesetz nach jahrelanger Arbeit endgültig aufgehoben. Jetzt brüstet sich die FDP damit, diese sagenhafte Leistung erbracht zu haben. Es mag ja sein, dass es aus politischer Sicht tatsächlich der Verdienst der Liberalen ist, doch für mich ist es nach wie vor absolut unverständlich, weshalb man so immens viel Zeit und Geld verschwenden konnte, um ein irrwitziges Vorhaben weiter und weiter voranzutreiben, um es dann schliesslich doch (völlig berechtigterweise) zu begraben. Wie dem auch sei, jetzt wählt man einen vernünftigen Weg, man löscht nämlich kinderpornographische Inhalte aus dem Netz – und das ist auch gut so!

An dieser Stelle würde ich gerne eine passende Metapher einfügen, um die sensationell bescheuerte Idee der Internetsperren zu verdeutlichen, aber alle Vergleiche, die mir einfallen, sind ebenso dämlich wie das Zugangserschwerungsgesetz selbst. Also lassen wir das.

/EDIT: Kaum ist das Thema der Netzsperren gegen Kinderpornographie abgeebbt, schon kommt es in abgewandelter Form wieder auf den Tisch. Es gibt bereits Gerüchte, Diskussionen, Pläne, um Netzsperren gegen illegales Glücksspiel im Internet zu ermöglichen. Na, vielen Dank auch! EDIT/

GEGEN JEDEN VERSTAND – AUFKLÄRUNG HÄTTE GEHOLFEN

Im Mai 2009, der Zeit der heissen Diskussion um Sinn und Zweck der Sperren, hatte die “Deutsche Kinderhilfe” eine Umfrage in Auftrag gegeben, aus welcher hervorging, dass rund 92% der Befragten die Sperren befürworteten. Für mich ist das Ergebnis völlig plausibel (und war es auch schon damals). Es ist schlicht und einfach eine Frage der Fragestellung. Geht man raus auf die Strasse und fragt 100 Leute “Findest du, man sollte Kinderpornographie unterbinden?“, so antworten sicherlich fast alle mit einem klaren “Ja, auf jeden Fall!” Aber klärt man diese Leute über die technischen Möglichkeiten und Hintergründe auf, bietet ihnen mehrere Alternativen, um das Ziel zu erreichen, so schaut das Ergebnis völlig anders aus.

Wenn man die Wahl hat, ein kinderpornographisches Foto zu verstecken oder zu verbrennen, so wird jeder halbwegs gesunde Verstand auf “Verbrennen!” plädieren.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Mrs. Zensursula, Ursula von der Leyen, eine völlig ungebildete Frau ist und die Bedenken der Gegner des Sperrgesetzes nicht verstanden hätte. Ich war damals schon davon überzeugt, dass sie sich einfach gerne medienwirksam ins Licht setzt und dabei gerne auch mal einen unkonventionellen Weg geht – gegen jede Vernunft!

AUSWERTUNG DER UMFRAGE

Ich hatte 2009 die Eingangsfrage gestellt, ob Kinderpornographie durch die Sperrung von entsprechenden Seiten unterbunden werden sollte. Diese Frage stellte ich ganz zu Beginn, ohne in dem Artikel über die Möglichkeiten und Gefahren aufzuklären. Das Ergebnis:

69% (88 Stimmen) “Ich stimme keinesfalls zu” 14% (18 Stimmen) “Ich stimme eher nicht zu” 9% (12 Stimmen) “Ich stimme weitestgehend zu” 8% (10 Stimmen) “Ich stimme voll und ganz zu

Demnach waren 69% gegen Netzsperren. Ich fuhr in meinem damaligen Artikel dann mit ein wenig Aufklärung fort und fragte, ob Presse- und Meinungsfreiheit wichtig sei. Das Ergebnis:

94% (102 Stimmen) “Ich stimme voll und ganz zu” 6% (6 Stimmen) “Ich stimme weitestgehend zu” 1% (1 Stimme) “Ich stimme keinesfalls zu” 0% (0 Stimmen) “Ich stimme eher weniger zu

(Rundungsfehler der Software bitte ignorieren). Also sehen doch fast alle Meinungs- und Pressefreiheit als ziemlich wichtig an. Gut, ich fragte weiterhin, ob schlimm wäre, wenn die eigene Internetpräsenz versehentlich gesperrt werden würde. Das Ergebnis:

53% (53 Stimmen) “Ich würde die Bundesregierung verklagen” 46% (46 Stimmen) “Ich würde mich fürchterlich aufregen” 1% (1 Stimme) “Nein, würde mich ganz bestimmt nicht stören” 0% (0 Stimmen) “Ich könnte damit leben” 0% (0 Stimmen) “Es würde mich schon ein wenig stören

Okay, hier ist die Tendenz auf jeden Fall in Richtung “das wäre sensationell schlimm“. Im weiteren Verlauf des Artikels klärte ich auf, dass die Bundesregierung plante, auch vermeintlich “versehentliche” Zugriffe auf kinderpornographische Inhalte im Netz strafrechtlich zu verfolgen. Ein falscher Klick, schon wäre es zu spät gewesen. Ich fragte die Leser danach, ob sie wirklich noch niemals (auch nicht aus Versehen) auf einer Webseite mit moralisch fragwürdigem Inhalt gelandet seien. Das Ergebnis:

37% (36 Stimmen) “Das ist mir schonmal passiert” 31% (30 Stimmen) “Ist mir nie passiert und wird es auch niemals” 26% (25 Stimmen) “Es könnte sein, dass mir das schonmal passiert ist” 7% (7 Stimmen) “Das passiert mir häufiger

Rund ein Drittel gibt an, dass das niemals passiert sei und auch niemals passieren könne, dem Rest ist es schonmal passiert bzw. “könnte” schonmal geschehen sein. Daraufhin klärte ich noch weiter über die technischen Mängel des geplanten Gesetzes auf und wies insbesondere auf die Leichtigkeit hin, mit der die Sperren hätten umgangen werden können. Nun stellte ich die Eingangsfrage erneut: Sollte Kinderpornographie durch Netzsperren verhindert werden?

83% (79 Stimmen) “Ich stimme keinesfalls zu” 12% (11 Stimmen) “Ich stimme eher weniger zu” 2% (2 Stimmen) “Ich stimme weitestgehend zu” 3% (3 Stimmen) “Ich stimme voll und ganz zu

Auf einmal sind nicht mehr nur 69% gegen Netzsperren, sondern 83% gegen die Netzsperren.

FAZIT:

Mit ein wenig Aufklärungsarbeit, den Hinweisen auf die Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit, der Möglichkeit von Kontrollen der Privatsphäre und insbesondere der Leichtigkeit, mit der die Sperren von Pädokriminellen hätten umgangen werden können, konnte ich zahlreiche Leser umstimmen und davon überzeugen, dass Internetsperren von kinderpornographischen Webseiten keinen wirklich guten Nutzen hätten.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Bundesregierung viel eher auch verstanden bzw. eingesehen hätte, dass der völlig falsche Weg eingeschlagen wurde. Viel eher hätte mit der zielgerichteten Löschung kinderpornographischer Inhalte begonnen werden können. Haufenweise Steuergelder hätten durch die Vermeidung sinnloser Petitionen, Abstimmungen und Machtkämpfe eingespart werden können.

Hoch lebe die Demokratie!

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