Ich könnt’ ausrasten (so dermassen ausrasten), wenn ich mit einem Callcenter eines so genannten Service-orientierten Unternehmens zu tun habe. Heute:

  1. Nicht erreichbare und unfähige Menschen bei der Nürnberger N-ERGIE
  2. Vollpfosten und Obertrottel bei der ERGO Versicherungsgruppe

Liebe Damen und Herren in den Callcentern, liebe Damen und Herren im (mittleren?) Management eben jener Callcenter, habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Seid ihr kein Stück weit stressresistenz? Wisst ihr, dass eure Kunden sich hin und wieder bei euch melden (müssen)? Warum bekommt ihr nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe, hm?

Die Nürnberger N-ERGIE ist über Monate hinweg auf ihrer kostenpflichtigen 0180er Nummer nicht erreichbar – zumindest nicht, wenn man nicht die Zeit hat, sich mehr als eine halbe Stunde in der Warteschleife mit dieser beknackten Wartemusik aufzuhalten. Ruft man auf der Nürnberger Festnetzrufnummer (Zentrale?) an und lässt sich verbinden, dann landet man ebenfalls in eben jener Warteschleife und braucht viel Geduld. Mehr Geduld, als ich Zeit habe, denn ich habe einen Vollzeitjob und auch noch ein Leben nebenbei!

Alle paar Minuten wird in der Warteschleife angekündigt, dass man sich auch per E-Mail melden kann, was allerdings nur dazu führt, dass man verwirrte Antworten bekommt. Fragt man auf diese Antworten nochmals nach oder stellt Fakten richtig, so kommt keine Rückmeldung mehr. Über Monate hinweg! Auf wiederholte Nachfrage kommt keine Reaktion, anrufen kann man auch nicht.

N-ERGIE Nürnberg, ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun!

Die ERGO Versicherungsgruppe ist teils besser, teils auch schlimmer. Immerhin gibt’s eine kostenfreie 0800er Rufnumer, wo sich nach 5 Minuten Warteschleife auch mal ein Mensch meldet. Dieser ist jedoch erstens unfreundlich, zweitens (aus Kundensicht) wenig kompetent und definitiv keinesfalls stressresistent. Was passiert, wenn man dem Herrn eine kritische Frage stellt? Z. B. “und warum buchen Sie nicht bei mir ab, wenn Sie schon meine Bankverbindung haben?” Na, was passiert dann? Er legt einfach auf! Dieser Vollpfosten von Service-Arsch!

Meint ihr, eure Kunden haben Zeit, euch ständig hinterher zu laufen und euren beschissenen Wartemelodien zu lauschen und dann auch noch Verständnis für Frechheit und Unverschämtheit eurer Nullnummer-Mitarbeiter zu haben? NEIN! Ich könnt’ echt kotzen bei solchen Sauhaufen!

Leute, ich arbeite selbst in der Dienstleistungs-Branche und auch mein Arbeitgeber hat sowas wie ein Callcenter, Helpdesk oder wie auch immer man es nennen mag. Wenn wir unsere Kunden so behandeln würden, wären wir längst pleite! Das geht mal gar nicht!

Nur weil ihr ein respektloser Pennerhaufen von Quasi-Monopolisten seid oder einfach einen breit aufgestellten Kundenstamm von geduldigen (oder arbeitslosen?) Leuten habt, könnt ihr euch nicht alles erlauben. Wo leben wir denn hier?

Wacht mal auf. Ihr Deppen!

In the case of Google, according to new research by security analyst Samy Kamkar, an HTC Android phone collected its location every few seconds and transmitted the data to Google at least several times an hour. It also transmitted the name, location and signal strength of any nearby Wi-Fi networks, as well as a unique phone identifier.

Google declined to comment on the findings.

Quelle: The Wall Street Journal

Ich wollte mich eigentlich aus dem Thema raushalten, dass Apples iOS-Geräte Bewegungsdaten speichern und auf der Festplatte ablegen. Aber als ich heute diesen Artikel von Dieter Petereit gelesen habe, hat es mir fast die Schuhe ausgezogen und ich habe darüber berichtet, wie und wo die Daten bei Apple-Geräten abgelegt werden.

Die Fakten:

iPhone und iPad speichern seit iOS 4 (das iPhone Betriebssystem der Version 4) Bewegungsdaten des Gerätes und überträgt diese bei der Synchronisation mit iTunes auf den Rechner, wo es eine unverschlüsselte Datei mit den Koordinaten samt Datum/Uhrzeit ablegt. Weiterhin holt Apple diese Daten wohl alle 12 Stunden vom iOS-Gerät ab, anonymisiert sie allerdings dabei, so dass kein Rückschluss auf den Besitzer oder das Gerät gezogen werden kann. Schlimm? Nein, finde ich nicht.

Dieter Petereit berichtet nun darüber, dass das (wie wir alle wussten und von Apple mehrfach bestätigt wurde) ein alter Hut und keine Neuheit sei. Neu sei nur, dass die Rohdaten wirklich klar und gut lesbar auf der Festplatte liegen. Aber sie liegen auf der Platte des Besitzers vom jeweiligen Mobiltelefon – also vermeintlich gut aufgehoben.

Externen Zugriff, der allerdings nur über den Zugang zu Eurem Computer, der das iPhone-Backup enthält, also typischerweise höchstens über Familie, Freunde etc. möglich wäre, kann man überdies erschweren, indem man das iPhone-Backup verschlüsselt. Damit ist das Thema dann komplett durch.

Weiterhin – und das ist der Skandal an der Geschichte – berichtet Dieter (unter Bezug auf thenextweb.com und dem Wallstreet Journal) davon, dass Googles Handy-Betriebssystem Android ebenfalls Bewegungsdaten des Gerätes speichert, allerdings nur kurze Zeit vorhält. Naja, und damit diese Daten nicht verloren gehen, hat sich Google wohl überlegt, dass es eine gute Idee sei, diese Informationen direkt “heim zu Muttern” zu schicken – und zwar nicht anonymisiert, sondern direkt mit dem Unique Phone Identifier, der eindeutigen Gerätekennung.

Denn Android sendet die Informationen nicht etwa alle 12 Stunden in anonymisierter Form nach Hause. Nein, Android sendet die Informationen mehrmals pro Stunde und zwar in nicht anonymisierter Form, also inklusive des Unique Phone Identifiers, mit dem die Trackingdaten einem ganz konkreten Telefon zugeordnet bleiben. Das haben jedenfalls laut Wallstreet Journal verschiedene Experten untersucht und bestätigt.

Was bedeutet das? Ganz klar: sollten diese Angaben des Wallstreet Journals stimmen, so ist Google in der Lage, in nahezu Echtzeit zu ermitteln, wann sich ein Mobiltelefon mit Android-Betriebssystem an welchem Ort aufgehalten hat.

Jetzt stelle man sich mal vor, man würde diese Daten mit anderen korrelieren. Der Aufenthaltsort eines Google-Handys kann ermittelt werden. Das Handy kann einer Person zugeordnet werden. Von dieser Person sind alle Google-Suchanfragen der letzten 10 Jahre bekannt. Sollten sich Facebook und Google mal grün werden, so könnte dazu berechnet werden, wann die Person welche Postings gemacht hat, welche Bilder er/sie geschossen hat. Nimmt man jetzt noch Payback- und Amazon-Daten hinzu, weiss man auch, wofür sich diese Person so interessiert, welche Bücher sie kauft und mit welchem Shampoo sie sich die Haare wäscht – natürlich auch wo und unter wessen Dusche. Und dank StreetView ist auch gleich bekannt, welche Vorhänge im Badezimmerfenster hängen.

Nun frage ich euch: Was ist schlimmer? Bewegungsdaten im Telefon und auf dem privaten Rechner zu speichern oder sie online inkl. Benutzerkennung an den Hersteller zu senden, hm?

Ich kenne Ursula von der Leyen zwar nicht, aber rein subjektiv und aus der Ferne betrachtet kann ich sagen, dass ich sie nicht wirklich mag. Persönliche Antipathien sind ja durchaus legitim, auch wenn sie manchmal nicht einfach zu begründen sind. Wie auch immer, Frau von der Leyen hat sich bei mir schon vor mehr als zwei Jahren durch ihr Zugangserschwerungsgesetz disqualifiziert, welches sie zu Prävention von Online-Kinderpornografie durchsetzen wollte. Dass die geplante Methodik schon 2009 schrecklich war, hat sich 2011 ja zum Glück durch die Abschaffung des Gesetzes erledigt.

Völlig daneben in diesem Zusammenhang war ein damaliges Radio-Interview von Frau von der Leyen, in dem ich mich persönlich von ihr regelrecht angegriffen gefühlt habe. Meine spontane Reaktion damals war: “Wie kann ein einzelner Mensch seine Unwissenheit nur so offensichtlich zur Schau stellen?

Gestern Abend war in der Tagesschau ein Bericht über den Rohrkrepierer “Hartz-IV-Bildungspaket zu sehen. Dort wurde fast schon weinerlich und mit grossem Unverständnis darüber berichtet, dass erst 2% der Berechtigten Anträge gestellt hätten. Man mag darüber streiten, ob z. B. 30 Euro pro Jahr für eintägige Schulausflüge und 10 Euro pro Monat für ausserschulische Aktivitäten wirklich interessant für Hartz-IV-Empfänger sind – eine finanzielle Entlastung stellt es allemal dar.

Wie auch immer, in der gestrigen Sendung war Frau von der Leyen in Persona zu sehen und warb dafür, das Bildungspaket zu nutzen. Nun bin ich zwar glücklicherweise kein Hartz-IV-Empfänger, aber ich fühle mich von der Dame in keinster Weise in irgendeiner Hinsicht zu irgendetwas motiviert. Ihr emotionsloser Ausdruck in Kombination mit der (gefühlten) fachlichen und sachlichen Inkompetenz, die sich bei mir gedanklich manifestiert haben, wirken auf mich eher abstossend.

Sorry, Frau von der Leyen, aber Freunde werden wir in diesem Leben nicht mehr. Ich mag Sie einfach nicht. Und dies ist meine höchst-persönliche Meinung, die ich weitestgehend mit rein subjektiver Antipathie begründe. Nicht traurig sein.

SPÄTE EINSICHT

Es ist beinahe zwei Jahre her, dass ich eine Umfrage zum Thema “Internetzensur gegen Kinderpornographie” gestartet habe. Ich hatte die Fragen bewusst und gezielt zu einem bestimmten Zwecke gewählt. Und das Ergebnis fiel genau so aus, wie ich es mir erwartet hatte. Die Auswertung folgt weiter unten, doch zunächst zur aktuellen Gesetzeslage.

DIE FDP – unsere Heldenpartei – SETZT LÖSCHEN STATT SPERREN DURCH!

Nach einer Initiative (deren Ursprung bereits im Sommer 2008 lag) der damaligen schwarz-roten Bundesregierung und unter grossem Einfluss der medienerfahrenen Ministerin Ursula von der Leyen, auch bekannt als “Zensursula“, wurde seit Frühjahr 2009 das so genannte Zugangserschwerungsgesetz vorangetrieben. Der Plan, so irrwitzig das heute, 2011, klingen mag, sah vor, Internetseiten mit kinderpornographischem Inhalt durch ein Stopp-Zeichen zu blockieren. Technisch sollte das durch Sperrlisten realisiert werden, die bundesweit die Erreichbarkeit der illegalen Webserver unmöglich machen sollte.

Die Bundesregierung ging sogar so weit, dass sie bereits Verträge mit grossen Providern geschlossen hatte, um genau dieses Vorhaben durchzusetzen. Wäre ja alles schön und gut gewesen, hätte man frühzeitig den durchaus plausiblen Meinungen der wirklichen Experten der Materie zugehört und ihnen Glauben geschenkt. Denn in Windeseile schossen die ersten Anleitungen aus dem Boden, welche es ermöglichen würden, diese Netzsperren zu umgehen. Nicht etwa, um das pädophilen Geschäft zu fördern, sondern um deutlich zu machen, wie unsinnig das Vorhaben der Bundesregierung, allen voran Frau von der Leyen, doch war. Schliesslich, so die Begründung der Webseitensperrungs-Gegner, seien Pädokriminelle selbst ohne jedes technische Fachwissen in der Lage, diese Sperren zu umgehen.

Es entbrannte im frühen Jahr 2009 eine regelrechte Bewegung, die auf Meinungsfreiheit und gegen Internetzensur plädierte. Es wurde eine Petition gestartet, um die Ausarbeitung und Verabschiedung des Gesetzes zu verhindern. 50.000 Unterzeichner wären notwendig gewesen, es meldeten sich 134.000 zu Wort – mehr als genug, um öffentlich angehört zu werden. Aber nicht genug für die deutsche Bundesregierung.

Bedenkenträger sahen damals vor allem auch die Meinungs- und Pressefreiheit, also einige der höchsten Rechte in Deutschland, gefährdet. Denn man ging davon aus, dass die Zensur im Internet nur unter dem Deckmantel der Prävention von Kinderpornographie eingeführt werden sollte und dass über kurz oder lang auch andere Dinge gesperrt werden würden. Die Unterstützer des Gesetzes gaben natürlich an, dass niemals irgendwelche anderen Dinge gesperrt werden würden. Heute wissen wir, dass das glatt gelogen war. Weiterhin wurde 2009 versprochen, dass ein Eindringen in die Privatsphäre von Internet-Nutzern nicht stattfinden würde, was sich jedoch auch als zweifelhaft erwies, nachdem erste Stimmen laut wurden, dass man doch über diesen Wege gleich noch viel mehr und in Echtzeit kontrollieren könne.

Zu all der Gegenwehr aus dem Volk erfreute sich auch die Piratenpartei wachsender Beliebtheit und stand in der Öffentlichkeit wie nie zuvor (und niemals seit dem?). Die Bundesregierung trotzte allem Widerstand und vor allem auch dem eigenen gesunden Menschenverstand und brachte das Gesetz auf den Weg. Leider (oder zum Glück?) fand die FDP auf abenteuerliche Weise ihren Weg in die nächste Bundesregierung und löste damit die SPD ab. Bereits im Koalitionsvertrag der neuen schwarz-gelben Bundesregierung sah die FDP das Aussetzen der Sperren vor. Muss ich mich jetzt bei der FDP bedanken? Na, das ist ja traurig!

MANNMONATE POLITISCHER ARBEIT ABSOLUT VERSCHWENDET!

Das Ende vom Lied? Vor einer Woche wurde das Gesetz nach jahrelanger Arbeit endgültig aufgehoben. Jetzt brüstet sich die FDP damit, diese sagenhafte Leistung erbracht zu haben. Es mag ja sein, dass es aus politischer Sicht tatsächlich der Verdienst der Liberalen ist, doch für mich ist es nach wie vor absolut unverständlich, weshalb man so immens viel Zeit und Geld verschwenden konnte, um ein irrwitziges Vorhaben weiter und weiter voranzutreiben, um es dann schliesslich doch (völlig berechtigterweise) zu begraben. Wie dem auch sei, jetzt wählt man einen vernünftigen Weg, man löscht nämlich kinderpornographische Inhalte aus dem Netz – und das ist auch gut so!

An dieser Stelle würde ich gerne eine passende Metapher einfügen, um die sensationell bescheuerte Idee der Internetsperren zu verdeutlichen, aber alle Vergleiche, die mir einfallen, sind ebenso dämlich wie das Zugangserschwerungsgesetz selbst. Also lassen wir das.

/EDIT: Kaum ist das Thema der Netzsperren gegen Kinderpornographie abgeebbt, schon kommt es in abgewandelter Form wieder auf den Tisch. Es gibt bereits Gerüchte, Diskussionen, Pläne, um Netzsperren gegen illegales Glücksspiel im Internet zu ermöglichen. Na, vielen Dank auch! EDIT/

GEGEN JEDEN VERSTAND – AUFKLÄRUNG HÄTTE GEHOLFEN

Im Mai 2009, der Zeit der heissen Diskussion um Sinn und Zweck der Sperren, hatte die “Deutsche Kinderhilfe” eine Umfrage in Auftrag gegeben, aus welcher hervorging, dass rund 92% der Befragten die Sperren befürworteten. Für mich ist das Ergebnis völlig plausibel (und war es auch schon damals). Es ist schlicht und einfach eine Frage der Fragestellung. Geht man raus auf die Strasse und fragt 100 Leute “Findest du, man sollte Kinderpornographie unterbinden?“, so antworten sicherlich fast alle mit einem klaren “Ja, auf jeden Fall!” Aber klärt man diese Leute über die technischen Möglichkeiten und Hintergründe auf, bietet ihnen mehrere Alternativen, um das Ziel zu erreichen, so schaut das Ergebnis völlig anders aus.

Wenn man die Wahl hat, ein kinderpornographisches Foto zu verstecken oder zu verbrennen, so wird jeder halbwegs gesunde Verstand auf “Verbrennen!” plädieren.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Mrs. Zensursula, Ursula von der Leyen, eine völlig ungebildete Frau ist und die Bedenken der Gegner des Sperrgesetzes nicht verstanden hätte. Ich war damals schon davon überzeugt, dass sie sich einfach gerne medienwirksam ins Licht setzt und dabei gerne auch mal einen unkonventionellen Weg geht – gegen jede Vernunft!

AUSWERTUNG DER UMFRAGE

Ich hatte 2009 die Eingangsfrage gestellt, ob Kinderpornographie durch die Sperrung von entsprechenden Seiten unterbunden werden sollte. Diese Frage stellte ich ganz zu Beginn, ohne in dem Artikel über die Möglichkeiten und Gefahren aufzuklären. Das Ergebnis:

69% (88 Stimmen) “Ich stimme keinesfalls zu” 14% (18 Stimmen) “Ich stimme eher nicht zu” 9% (12 Stimmen) “Ich stimme weitestgehend zu” 8% (10 Stimmen) “Ich stimme voll und ganz zu

Demnach waren 69% gegen Netzsperren. Ich fuhr in meinem damaligen Artikel dann mit ein wenig Aufklärung fort und fragte, ob Presse- und Meinungsfreiheit wichtig sei. Das Ergebnis:

94% (102 Stimmen) “Ich stimme voll und ganz zu” 6% (6 Stimmen) “Ich stimme weitestgehend zu” 1% (1 Stimme) “Ich stimme keinesfalls zu” 0% (0 Stimmen) “Ich stimme eher weniger zu

(Rundungsfehler der Software bitte ignorieren). Also sehen doch fast alle Meinungs- und Pressefreiheit als ziemlich wichtig an. Gut, ich fragte weiterhin, ob schlimm wäre, wenn die eigene Internetpräsenz versehentlich gesperrt werden würde. Das Ergebnis:

53% (53 Stimmen) “Ich würde die Bundesregierung verklagen” 46% (46 Stimmen) “Ich würde mich fürchterlich aufregen” 1% (1 Stimme) “Nein, würde mich ganz bestimmt nicht stören” 0% (0 Stimmen) “Ich könnte damit leben” 0% (0 Stimmen) “Es würde mich schon ein wenig stören

Okay, hier ist die Tendenz auf jeden Fall in Richtung “das wäre sensationell schlimm“. Im weiteren Verlauf des Artikels klärte ich auf, dass die Bundesregierung plante, auch vermeintlich “versehentliche” Zugriffe auf kinderpornographische Inhalte im Netz strafrechtlich zu verfolgen. Ein falscher Klick, schon wäre es zu spät gewesen. Ich fragte die Leser danach, ob sie wirklich noch niemals (auch nicht aus Versehen) auf einer Webseite mit moralisch fragwürdigem Inhalt gelandet seien. Das Ergebnis:

37% (36 Stimmen) “Das ist mir schonmal passiert” 31% (30 Stimmen) “Ist mir nie passiert und wird es auch niemals” 26% (25 Stimmen) “Es könnte sein, dass mir das schonmal passiert ist” 7% (7 Stimmen) “Das passiert mir häufiger

Rund ein Drittel gibt an, dass das niemals passiert sei und auch niemals passieren könne, dem Rest ist es schonmal passiert bzw. “könnte” schonmal geschehen sein. Daraufhin klärte ich noch weiter über die technischen Mängel des geplanten Gesetzes auf und wies insbesondere auf die Leichtigkeit hin, mit der die Sperren hätten umgangen werden können. Nun stellte ich die Eingangsfrage erneut: Sollte Kinderpornographie durch Netzsperren verhindert werden?

83% (79 Stimmen) “Ich stimme keinesfalls zu” 12% (11 Stimmen) “Ich stimme eher weniger zu” 2% (2 Stimmen) “Ich stimme weitestgehend zu” 3% (3 Stimmen) “Ich stimme voll und ganz zu

Auf einmal sind nicht mehr nur 69% gegen Netzsperren, sondern 83% gegen die Netzsperren.

FAZIT:

Mit ein wenig Aufklärungsarbeit, den Hinweisen auf die Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit, der Möglichkeit von Kontrollen der Privatsphäre und insbesondere der Leichtigkeit, mit der die Sperren von Pädokriminellen hätten umgangen werden können, konnte ich zahlreiche Leser umstimmen und davon überzeugen, dass Internetsperren von kinderpornographischen Webseiten keinen wirklich guten Nutzen hätten.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Bundesregierung viel eher auch verstanden bzw. eingesehen hätte, dass der völlig falsche Weg eingeschlagen wurde. Viel eher hätte mit der zielgerichteten Löschung kinderpornographischer Inhalte begonnen werden können. Haufenweise Steuergelder hätten durch die Vermeidung sinnloser Petitionen, Abstimmungen und Machtkämpfe eingespart werden können.

Hoch lebe die Demokratie!

Mir ist klar, dass der Vergleich hinkt, aber ich möchte mal aufzeigen, wieviele Atomunfälle es in der Geschichte gab, wie viele Menschen denen (nach offiziellen Angaben) zum Opfer fielen und dies den Flugzeugabstürzen im gleichen Zeitraum gegenüberstellen. Während ich diese Zeilen tippe, kenne ich das Ergebnis noch nicht und bin höchst gespannt.

/EDIT: Wenn ich diesem Artikel nur ein kleines bisschen saubere Recherche-Arbeit zukommen lassen möchte, dann sitze ich noch tagelang an der Liste der Flugzeugabstürze, weshalb ich mich (siehe unten) einstweilen auf die ersten Ereignisse ab 1945 sowie die schlimmsten Katastrophen beschränke. EDIT/

ATOMUNFÄLLE

Zeitpunkt Ort getötet verstrahlt August 1945 Los Alamos, NM, USA 1 0 Mai 1946 Los Alamos, NM, USA 1 7 Dezember 1952 Chalk River, Kanada n/a n/a November 1955 Idaho Falls, ID, USA 0 0 September 1957 Kyschtym, Sowjetunion n/a 270.000 Oktober 1957 Windscale/Sellafield, Großbrittanien 40-100 ca. 240 Dezember 1958 Los Alamos, NM, USA 1 0 Juli 1959 Simi Valley, CA, USA n/a n/a November 1959 Knoxville, TN, USA n/a n/a Januar 1961 Idaho Falls, ID, USA 2 0 Juli 1964 Charlestown, RI, USA 1 0 1964-1979 Belojarsk, Sowjetunion 0 etliche Mai 1966 Melekess, Sowjetunion 0 2 Oktober 1966 Monroe, MI, USA 0 0 Januar 1969 Lucens, Schweiz 0 n/a Mai 1969 Rocky Flats, CO, USA 0 0 1973 Windscale/Sellafield, Großbrittanien 0 35 Februar 1974 Leningrad, Sowjetunion 3 n/a Oktober 1974 Leningrad, Sowjetunion 0 n/a 1977 Belojarsk, Sowjetunion 0 etliche Februar 1977 Jaslovské Bohunice, Tschecheslowakei 0 n/a Dezember 1978 Belojarsk, Sowjetunion 0 8 März 1979 Three Mile Island, PA, USA 0 n/a 1980 Saint-Laurent, Frankreich 0 0 September 1982 Tschernobyl, Sowjetunion 0 n/a 1983 Burnos Aires, Argentinien 1 0 August 1985 Wladiwostok, Sowjetunion 10 29 Januar 1986 Gore, OK, USA 1 100 April 1986 Tschernobyl, Sowjetunion Tausende Hunderttausende April 1993 Sewersk, Russland 0 n/a September 1999 Tokai-mura, Japan 35-63 n/a März 2006 Fleurus, Belgien 0 1 März 2011 Fukushima, Japan n/a n/a Quelle: Wikipedia, alle Angaben ohne Gewähr

FLUGZEUGABSTÜRZE

Datum Ort Fluggesellschaft/Flugnummer Opfer 28.07.1945 New York City, NY, USA US Air Force 13 26.01.1947 Kopenhagen, Dänemark KLM 22 29.05.1947 New York City, NY, USA 43/53 30.05.1947 Baltimore, USA Eastern Air Lines 53 24.10.1947 Chile British South American Airways 12 08.08.1948 Öresund, Dänemark 28 17.06.1948 Mt. Carmel, USA United Airlines 43 01.08.1948 Atlantischer Ozean, Afrika 52 29.08.1948 Winona, MI, USA Northwest Orient Airlines 37 20.10.1948 Prestwick, Schottland, Großbrittanien KLM 40 04.05.1949 Turin, Italien 31 12.07.1949 Simi Mountains, USA Standard Airlines 0 09.09.1949 Cap Tourmente, Kanada Quebec Airways 23 28.10.1949 São Miguel, Azoren Air France 48 01.11.1949 Washington D.C., USA Eastern-Air-Lines / 537 58 12.03.1950 Sigginston, Großbrittanien 83 05.06.1950 Florida, USA 28 24.06.1950 Lake Michigan, USA Northwest Airlines 58 26.06.1950 York, Australien Australian National Airlines 28 31.08.1950 London, Großbrittanien 28 03.11.1950 Mont Blanc, Frankreich Air India 48 01.12.1950 Chamaran, Iran Iran Airlines 8 16.01.1951 Readan, WA, USA Northwest Orien Airlines 10 30.06.1951 Denver, CO, USA United Airlines 50 24.08.1951 Union City, CA, USA United Airlines 50 16.12.1951 New Jersey, NJ, USA Miami Airlines 56 22.01.1952 Elizabeth, NJ, USA 33+4 11.02.1952 Elizabeth, NJ, USA 30+7 03.03.1952 Nizza, Frankreich Air France 38 22.03.1952 Frankfurt am Main, Deutschland KLM 44 11.04.1952 San Juan, Puerto Rico Pan American World Airways 52 29.04.1952 Rio de Janeiro, Brasilien Pan American World Airways 50 06.12.1952 Kindley Fields, Bermuda 37 20.12.1952 Moses Lake, WA, USA US Air Force 87 25.12.1952 Teheran, Iran Iran Air 27 05.01.1953 Belfast, Nordirland 30 03.03.1953 Karatschi, Indien Canadian Pacific Airlines 11 02.05.1953 Kalkutta, Indien British Overseas Airways Corporation 43 18.06.1953 Tokio, Japan US Air Force 129 12.07.1953 Pazifik Transocean Air Lines 58 01.09.1953 Nizza, Frankreich Air France 49 14.10.1953 Frankfurt am Main, Deutschland Sabena 44 To be continued… Quelle: Wikipedia, alle Angaben ohne Gewähr

Zwischenmeldung:

Nachdem ich mir jetzt eine ganze Weile die Finger wund getippert habe und noch lange kein Ende in Sicht ist, gebe ich dieses heroische Vorhaben zunächst auf und beschränke mich in der folgenden Liste auf die schwersten Katastrophen in der Geschichte der Luftfahrt – gemessen an der Zahl der Todesopfer.

Datum Ort Fluggesellschaft/Flugnummer Opfer 11.09.2001 New York City, NY, USA Washington D.C., USA Pittsburgh, PA, USA American Airlines 11 / United Airlines 175 American Airlines 77 United Airlines 93 3018 27.03.1977 Teneriffa KLM 583 12.08.1996 Gunma, Japan Japan Airlines 123 520 12.11.1996 Charkhi Dadri Saudi Arabian Airlines + Air Kazakhstan 349 03.03.1974 Paris, Frankreich Turkish Airlines 981 346 23.06.1985 Atlantik Air India 182 329 19.08.1980 Riad, Saudi-Arabien Saudi Arabian 163 301 08.01.1996 Kinshasa, Kongo Air Africa 299 03.07.1988 Zwischen Teheran und Dubia Iran Air 655 290 25.05.1979 Chicago,  IL, USA American Airlines 191 273 21.12.1988 Lockerbie, Schottland, Großbrittanien Pan American World Airways 270 Quelle: Wikipedia, alle Angaben ohne Gewähr

FAZIT?

Mein Fazit bis hierher? Ich habe keines. Ich bin kein Fan von Atomenergie, ich bin allerdings auch kein Gegner. Vielleicht, da ich mich bislang zu wenig mit dem politschen Für und Wider beschäftigt habe. Und nach wie vor glaube ich, dass der Vergleich sicherlich hinkt, weil die Spätfolgen-Opfer von Atomunglücken kaum messbar sind. Dennoch empfinde ich es als äusserst spektakulär, wie viele direkte Todesopfer es durch Flugzeugunglücke gegeben hat. Darüber wird immer für kurze Zeit erschüttert berichtet, Tage später ist alles wieder in Vergessenheit geraten.

Natürlich ist Kernenergie ein gefährliches Geschäft und gerade in von der Natur gebeutelten Gegenden erscheint es mir in höchsten Masse fahrlässig, dort Atomkraftwerke zu errichten. Dennoch – und das stelle ich völlig nüchtern klar – nutzen täglich wohl mehr Menschen Atomstrom als Verkehrsflugzeuge. Gleichwohl ist die Zahl der (unmittelbaren) Atom-Toten niedriger als die Zahl der Toten durch Flugzeugabstürze.

Ich möchte die Nutzung von Atom-Strom nicht rechtfertigen (allerdings auch nicht missbilligen), jedoch würde es mich interessieren, wie eine Rechnung ausschauen würde, wenn man die Zahl der Atom-Strom-Nutzer in einem Jahresmittel über eine Dekade der Zahl der Verkehrsflugzeugpassagiere (ebenfalls in einem Jahresmittel über eine Dekade) gegenüberstellt und dies dann jeweils ins Verhältnis der Unfälle und Opfer setzt.

Wer diese Rechnung aufstellt, bekommt von mir ein Bier. :)

Heute musste ich mal wieder tanken und mich traf fast der Schlag, als ich die Preise ablas. Für mein Auto tanke ich nurDiesel, also den günstigsten Kraftstoff, dennoch habe ich noch niemals so viel Geld pro Liter ausgegeben wie heute. Ich bin sauer.

Und sauer wie ich bin, habe ich direkt ein Foto von der Preistafel geschossen (leider schwach beleuchtet und schwer lesbar), mit meinem iPhone nachbearbeitet und auf Facebook geladen. Prompt kam die ersten Kommentare dazu:

Angebot und Nachfrage …

…klappt beim Oligopol nicht so ganz, wie wir uns das vorgestellt haben.

?…wenn derzeit das Volumen des Handels mit Öl an Rohstoffbörsen pro Tag das 15-fache des täglichen Ölverbrauchs bzw der täglichen Ölfördermenge beträgt, darf mir gerne jemand erklären, in welcher Form der Benzinpreis etwas mit tatsächlichen Angebot und Nachfrage zu tun hat…

Ich selbst hatte mich vor einiger Zeit mal intensiv mit dem Thema der Erdöl-Suche, -Gewinnung und -Förderung beschäftigt und bin dabei auf den interessanten Begriff des Ölfordermaximums gestossen. Ein Grund, warum die Preisentwicklung für Kraftstoff höchst-spekulativ ist.

Der täglich wechselnde Benzinpreis hat kaum etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun. Er ist eher höchst spekulativ – leider. Dahinter stecken zum Einen natürlich Lieferrisiken und -schwierigkeiten (z. B. Lybien), allerdings sind diese realistisch betrachtet absolut marginal und sollten kaum Ausschlag geben.

Zum Anderen begründet die Ölindustrie die Preisschwankungen z. B. mit dem ebenfalls höchst-spekulativem Phänomen des so genannten “globalen Ölfordermaximums”. Hinter dem Ölfordermaximum versteckt sich eine komplexe Wissenschaft. Jede einzelne Quelle hat ein Ölfordermaximum.

Quelle: Wikipedia

Das ist genau jener Zeitpunkt, an dem pro Zeiteinheit ein Maximum an Öl gefördert werden kann. Dieses liegt bei jeder Ölquelle irgendwo in der ersten oder zweiten Förderphase. Je nach Grösse des Ölfeldes und nach dem dahinter liegenden Druck nimmt die Fördermenge mit der Zeit ab und gegen Ende sprudelt nur noch so ein bisschen Öl heraus.

Die (völlig ungeklärte) Frage, wann das globale Ölfordermaximum erreicht ist, lässt den Benzinpreis durch die Spekulanten massiv schwanken. Einige behaupten, dieser Punkt sei schon lange erreicht, andere gehen davon aus, dass der Moment erst 2020 oder sogar 2030 kommt.

Ist der Zeitpunkt des Ölfördermaximums erreicht, so nimmt die täglich geförderte Menge ab, während der Bedarf (möglicherweise) weiterhin steigt. Legt man diese beiden Kurven in einen Graphen übereinander, so kreuzen sie sich irgendwann. Ab diesem Schnittpunkt gibt’s weniger Öl, als Bedarf vorhanden ist.

Sehr sicher ist, dass die Fördermenge noch weit über dem Bedarf liegt. Insofern handelt es sich um eine reine Spekulation zu Ungunsten des Preises. Global gesehen sind die Förder-, Transport- und Raffinierungskosten jedenfalls wohl kaum gestiegen, so dass sich eine so gravierende Erhöhung des Preises rechtfertigen liesse.

Glaubt wirklich jemand, dass ein paar Krisen in einigen Ländern den Benzinpreis derart beeinflussen können, ohne dass jemand die tatsächliche Problematik (Lieferschwierigkeiten) übertreibt, zumal der Anteil von z. B. Lybien einerseits sehr gering ist und andererseits auch bereits kurz vor dem Ölfördermaximum liegt.

Meiner Meinung alles nur Spekulation und Preistreibung. Auf Kosten und zu Ungunsten der Nutzer aller Produkte, die auf Erdöl basieren.

Facebook ist ja ‘ne feine Sache, wenn man es richtig benutzt. Damit möchte ich nicht behaupten, dass ich dies immer im richtigen Masse tue, aber einige Regeln habe ich mir selbst auferlegt und beachte diese – wenn möglich – konsequent. Dazu gehört, dass ich niemals jemandem auf Facebook zum Geburtstag gratuliere.

Ist ja wirklich sehr freundlich, dass Facebook immer schön brav darauf hinweist und der Eine oder Andere wird sich vielleicht ab und an fragen, wie man es früher geschafft hat, an Geburtstage zu denken. Vielleicht möchte man sich bald auch noch an Hochzeitstage, an Jahrestage, an Jubiläen, einen Zahnarzttermin, den Tag der Müllabfuhr und alles Sonstige erinnern lassen. Kann ja nett sein, ist aber nicht mein Ding.

An meinem letzten Geburtstag habe ich rund fünf Dutzend tolle und nette Grüsse und Geburtstagswünsche auf meiner Wall (Pinnwand) erhalten. Natürlich habe ich mich ein wenig darüber gefreut und auch jede einzelne Meldung beantwortet. Aber wirklich wichtig waren diese mir nicht.

Heute hat ein netter Kollege von mir Geburtstag. Sein 42ster. Da ich weiss, dass er ein Fan der fünfteiligen “Per Anhalter durch die Galaxis”-Trilogie ist, hat er von mir auch einen Glückwunsch mit einer Anspielung auf genau dieses Thema bekommen. Schliesslich sollte sein Ehrentag ihm nun alle offenen Fragen zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest beantworten.

Aber dieser Glückwunsch kam eben nicht auf Facebook. Leider habe ich ihn im Büro nicht angetroffen, also habe ich mich einer SMS bedient, was für mich das Mindestmass an persönlicher Note ist.

Ich gratuliere nie auf Facebook zum Geburtstag, weil:

Es ist so dermassen unpersönlich. Ich habe aktuell 193 “Freunde” auf Facebook. An dieser Stelle muss ich mich mal wieder fragen, ob es erstrebenswert ist, diese Zahl so hoch wie möglich zu schrauben. Würde ich jedem dieser Menschen gratulieren, so würde ich das jeden zweiten Tag tun und ich käme mir schon recht blöd vor. Viele meiner Facebook-”Freunde” kenne ich nicht einmal wirklich gut und grob überschlagen liegen mir wohl nicht mehr als 15 davon wirklich sehr am Herzen und sind damit “wirkliche Freunde”. Der Rest teilt sich auf in “gute Bekannte”, “Bekannte”, “mal getroffen” und “Wer ist das?”. Aber das mit der Wertigkeit von Freundschaften auf Facebook ist ein ganz anderes Thema und wird wohl überhaupt nur durch die Bezeichnung “Freund/Friend” stilisiert.

Es ist Heuchelei. Wie vielen Menschen habt ihr früher (vor Facebook und anderen sozialen Netzwerken) zum Geburtstag gratuliert? Klar, euren Liebsten, Freunden, guten Bekannten und vielleicht grad mal noch euren Kollegen, wenn sie euch über den Weg gelaufen sind. Einem Kerl, den ihr vor drei Jahren mal auf einer Party getroffen habt und mit dem ihr seit dem auf Facebook “befreundet” seid, hättet ihr früher auch nicht angerufen, um ihm zu gratulieren. Oder? Warum also einen netten Spruch auf die Wall packen, nur weil rechts oben steht, dass er Geburtstag hat?

Es ist mir zu öffentlich. Wenn ich Hinz und Kunz meiner Facebook-”Freunde” öffentlich gratuliere, können das all meine Kontakte lesen, ebenso seine und ggf. auch die “Freunde von Freunden” oder das ganze Netzwerk inklusive Google. Das muss nun wirklich nicht sein. Früher ist man auch nicht rumgerannt und hat in der Gegend herum gebrüllt “Hey, Max Mustermann hat heute Geburtstag und ich habe ihm gratuliert, freut ihr euch?”

Nota bene: ich möchte niemanden kritisieren, der anders denkt und handelt. Auch sind mir persönlich natürlich Grüsse und Wünsche auf Facebook willkommen (zumindest so lange, bis ich mich mal dazu entschliesse, Wall-Postings von anderen auf meinem Profil abzuschalten), ich möchte lediglich klarstellen, weshalb eben ich genau das nicht tue. Das hat nichts damit zu tun, dass mir die Menschen, die Geburtstag haben und denen ich nicht gratuliere, nichts bedeuten. Laufe ich ihnen über den Weg und/oder sind sie mir wichtig, so finde ich einen Weg, mich anderweitig bemerkbar zu machen und zu gratulieren.

In diesem Sinne: happy Facebooking!

/EDIT: All das hier Beschriebene funktioniert (derzeit) nur auf Facebook-Benutzer-Profilen und nicht auf Facebook-Pages für Unternehmen, Gruppen, Vereinen und so weiter. Das ist z. B. auch hier (in den Kommentaren) beschrieben. Der entsprechende Artikel in der Facebook-FAQ beschreibt auch wirklich, dass die Bilder auf Pages zufällig sortiert werden. EDIT/ Seit einigen Tagen flattern etliche Meldungen durch die Facebook-Statusmeldungen, dass Leute einen tollen Profilbanner erstellt haben, welcher oben in ihrem Profil angezeigt werden. Was steckt dahinter? Ganz einfach: seit Facebook (mal wieder) das Layout von Profilen geändert hat, werden ganz oben in den Profilen fünf Bilder nebeneinander dargestellt. Die Bilder sind rahmenlos und nur durch wenige (eines?) Pixel getrennt. Diese Anordnung eignet sich gut, um fünf Bilder nebeneinander zu stellen, die zusammen ein grosses weitwinkliges Bild ergeben. Feine Sache.

Angeboten wird dieser “Dienst” von der Facebook-Anwendung Profilbanner-Deutsch. Für den Hausgebrauch ziemlich gut, mir gefällt es allerdings aus folgenden Gründen nicht:

1. Die Anwendung greift auf alle Facebook-Informationen (Name, Geschlecht, Freunde, etc.) sowie auch die geteilten Beiträge und Daten zu. Alles kann ausgelesen werden, die weitere Verwendung dieser Daten mag sicher sein, aber ich kann es nicht (mehr) kontrollieren.

2. Die Anwendung benötigt die Berechtigung, Informationen auf dem eigenen Profil zu veröffentlichen. Die Eigenwerbung ist hierbei nur eine Sache. Ich weiss nicht, was möglicherweise sonst noch gepostet werden könnte, auch wenn ich der Applikation prinzipell einen guten Willen unterstelle.

3. Die Anwendung bekommt das Recht, Fotos in das Profil hochzuladen, neue Alben zu erstellen und sogar Leute auf diesen Fotos zu verlinken (zu taggen). Und das ist für mich der kritischste Punkt. Ich möchte einfach nicht, dass eine Anwendung dies tun darf.

Um all das selbst zu tun, bedarf es einfach nur eines Fotos, ein wenig geschickter Handarbeit und der korrekten Reihenfolge. /EDIT: Übrigens hat Heiko auf seiner Seite hisky.de bereits gestern einen zu meinem Artikel recht ähnlichen Beitrag veröffentlichtEDIT/

Und so geht’s:

1. Man nehme ein Foto, welches auf einer hinreichenden Breite und kleinen Höhe das darstellt, was auf dem Profilbanner zu sehen sein soll.

2. Öffne ein Programm zur Bildbearbeitung deiner Wahl und schnippsel das Bild auf die passende Grösse. Der gewünschte Bildausschnitt sollte exakt die Masse 495 Pixel in der Breite und 67 Pixel in der Höhe haben.

3. Zerschneide dieses Bild nun in 5 gleich grosse Teile mit jeweils 99 Pixel Breite, die Höhe von 67 Pixel bleibt dabei unverändert.

4. Lade diese fünf Bilder gesammelt bei Facebook hoch, ich empfehle hierbei, sie in ein neues Album mit einem aussagekräftigen Namen zu laden.

5. Du kannst diese neuen Bilder “veröffentlichen”, m. W. kann dieser Schritt allerdings auch übersprungen werden.

6. Der eigentliche Trick besteht nun darin, dich selbst auf Bildern in der richtigen Reihenfolge zu verlinken (zu taggen).

1. Fange hierbei mit dem Bildausschnitt an, welcher in dem Profilbanner ganz rechts erscheinen soll.

2. Klicke dazu dieses Bild an.

3. Klicke dann auf “Jemanden auf diesem Foto markieren“.

4. Klicke dann in das Foto hinein.

5. Wähle die zu markierende Person (dich selbst!) aus.

6. Wechsle dann zu dem Bild, welches als nächstes links daneben im Profilbanner erscheinen soll und wiederhole die Schritte zum Markieren/Verlinken/Taggen.

7. Wiederhole diese Schritte für alle fünf Fotos – von rechts nach links.

7. Klicke dann auf “Fertig markiert“.

8. Öffne dein Profil und erfreue dich über dein Profilbanner.

Falls die Reihenfolge der Bilder im Profilbanner nicht stimmen sollte, so hast du höchstwahrscheinlich die Reihenfolge der Markierung/Verlinkung nicht richtig (von rechts nach links!) eingehalten. In seltenen Fällen kann Facebook dabei auch durcheinander gekommen sein, das ist mir allerdings noch nicht passiert.

/EDIT: Im Übrigen funktioniert das ganze (derzeit) nur auf Facebook-Benutzer-Profilen und nicht auf Facebook-Pages für Unternehmen, Gruppen, Vereinen und so weiter. Das ist z. B. auch hier (in den Kommentaren) beschrieben. Der entsprechende Artikel in der Facebook-FAQ beschreibt auch wirklich, dass die Bilder auf Pages zufällig sortiert werden. EDIT/

Viel Spass!

Man sieht es mir zwar nicht an, doch ich esse für mein Leben gerne Burger. Vorzugsweise gute Burger. Es grenzt schon fast an Kunst, ein gut zubereitetes Stück Fleisch mit den richtigen Zutaten zwischen zwei Brötchenhälften zu legen, zu verkaufen und dafür noch Komplimente zu bekommen. Inzwischen ist meine erste Wahl für wirklich richtig gute Burger der Highlander Scottish Pub im Nürnberger Süden, in Katzwang. Mehr oder weniger durch Zufall bzw. durch einen guten, alten Schulfreund bin ich auf diese Location gestossen.

Live Music, Whisky Tasting, Scottish Dining, Billard, Dart, Poker & more

Ich kann zwar nicht beurteilen, ob gute Burger typisch für “Scottish Dining” sind, aber verschiedenen Variationen und stets frisch zubereitetes Fleisch sorgen dafür, dass die Gäste auch aus dem weiteren Umkreis anreisen und dabei sogar andere vermeintlich gute Burger-Restaurants rechts und links liegen lassen.

Auf das wechselnde Programm möchte ich nicht näher eingehen, allerdings sorgen Einrichtung, Musik und Ale, Stout oder Cider sowie Whisky für typisch Schottische Atmosphäre.

Ich suche einen Rechtsanwalt für eine wasserdichte Sache: mir wird zur Last gelegt, mit einem Fahrzeug, welches ich nicht kenne und nie in meinem Leben gefahren habe, zu einem Zeitpunkt, an dem ich mich nachweislich weit entfernt vom Ort des Geschehens befand, weniger als 2/10 des Mindestabstands auf einer Bundesautobahn eingehalten zu haben.

Den Anhörungsbogen hatte ich bereits vor Wochen zurückgeschickt und angemerkt, dass ich nicht gefahren sei. Das hat die Behörden nicht sonderlich beeindruckt, heute flatterte der Bussgeldbescheid ins Haus.

Juckt mich wenig, ich war’s ja nicht. Man kam wohl ohnehin nur auf mich, weil ein “zufälliges” Verwandtschaftsverhältnis besteht.

Natürlich könnte ich nun selbst den ganzen Papierkram übernehmen, allerdings habe ich einen arbeitsreichen Vollzeitjob und keine Zeit, mich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Schliesslich haben die Behörden ja schon sowohl den ausgefüllten Anhörungsbogen wie auch einen persönlichen Anruf ignoriert.

Die Sache ist wasserdicht: ich kenne das Fahrzeug nicht mal und zum Zeitpunkt der “Tat” befand ich mich nachweislich weit entfernt davon im Büro und hatte dort eine Besprechung mit mindestens zwei Kollegen, die dies auch, ebenso wie E-Mails und Kalendareinträge, bezeugen können.

Welcher Anwalt hat Lust, sich ein paar Kröten zu verdienen und sich ganz nebenbei ein wenig über die Verschwendung von Steuergeldern zu amüsieren? Meldungen von Freunden/Bekannten werden bevorzugt.

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