Ziemlich verrückt. In den letzten 9 Monaten bin ich die Strecke von mehr als zwei Marathons gelaufen. Genauer gesagt inzwischen über 100 Kilometer. Richtige Marathonläufer lachen da drüber, denn die laufen das mit Vorbereitung auf einen Lauf innerhalb von zwei Wochen. Wer mir allerdings vor drei Jahren erzählt hätte, dass ich irgendwann mal (un-)regelmässig laufe und auch noch Spass daran habe, den hätte ich für verrückt erklärt. Inzwischen geniesse ich es und laufe – wenn ich mich aufraffen kann – eigentlich überall auf der Welt. Meine besten Trainingszeiten hatte ich erstaunlicherweise letzten Herbst in Miami Beach und in New York City. Zwei der – für mich – schönsten Flecken auf diesem Planeten. In Miami bin ich sogar morgens um 6.00 Uhr aufgestanden, um dann um 7.00 Uhr beim Sonnenaufgang über dem Atlantik zu laufen. Genial!

Dass ich überhaupt laufe, habe ich zwei drei Leuten zu verdanken: meinem Chef und zwei Kollegen. Vor etwa drei Jahren hatte mein Chef das ziemlich geschickt angestellt. Ein befreundetes Unternehmen aus Düsseldorf hatte unsere Firma zu einem Staffelmarathon herausgefordert und mein Chef meinte zu mir: “Thomas, wenn du mitmachst, macht Flo auch mit.” Flo hatte er genau das Gleiche erzählt, also waren wir beide dabei.

Ohne Training, ohne jemals gelaufen zu sein und ohne zu wissen, worauf ich mich einliess, holte ich mir den Muskelkater meines Lebens. Seit dem laufe ich jedes Jahr beim Nürnberger Business Run (B2Run) mit – mit mässigem Erfolg und bis 2014 ohne Training. Letztes Jahr hatte ich dann grossspurig angekündigt, 2015 die Zeit unseres besten Läufers zu knacken: unter 27 Minuten für ca. 6,3 Kilometer. Ein weiterer Kollege – ein erfahrener Läufer – hat es sich nicht nehmen lassen, mich damit zu motivieren, mich im Falle des Erfolgs auf ein schmackhaftes Sushi-Essen einzuladen.

So kam es, dass ich seit August 2014 mehr oder weniger regelmässig laufe. Erfolge stellen sich nur sehr beschränkt ein, das Ziel (unter 27 Minuten für 6,3 km) ist in unerreichbarer Ferne. Aber ich bleibe dran. Mit meiner neuen Apple Watch hole ich locker nochmal 10 Minuten raus…

I like Twitter. I really do. But there’s something I simply don’t get.

How to stop Twitter sending invites to email addresses known to my iPhone?

It all started about two weeks ago. My iPhone’s iOS reminded me of a new version of Twitter’s native iOS app, which I installed right away. After firing the new version, Twitter came up with a reminder to look for new friends in my address book. “Okay, why not? What could possibly go wrong?” I thought.

It turned out: just like everything!

I clicked the Go-Ahead-button and, well, Twitter found several Twitter accounts related to some folks I really know. Great shit! After following those people, the app came up with another button which looked to me like “I have some more cool stuff for you” or something like that. I clicked.

And that was a huge mistake. A very bad and really, really dumb idea! Generally, I’m very well aware about privacy and all that social media stuff. But that very day, I was in hurry and actually did not read what I was doing. It turned out, that button said something like “I’m gonna send all email addresses known to your iPhone to Twitter and keep reminding those recipients over and over again to please join Twitter until they do so or die old and grey.”

Dumb. Really, really dumb.

The Twitter app not only invited all email addresses from my contacts, but also any other address known to my iPhone in any other way. Friends, co-workers, customers, any email address I’ve ever sent an email to. Not only a few hundred contacts, but several thousand addresses including virtual addresses just like ticket numbers for technical ticketing systems.

Horrible, really horrible.

But that wasn’t the worst news. Okay, I earned some laughter and finally had to laugh about it myself. But the really, really, REALLY bad thing about this is: Twitter keeps reminding all those addresses to join every few days. EVERY FEW DAYS! And even more: THERE’S NO FUCKING WAY TO STOP THIS!

Seriously, Twitter!? Are you fucking kidding me? I mean, okay, it was a really bad idea to click that damn button, but why do you keep spamming my contacts over and over again? You have a great website with strict guidelines for using your logos, you have a well structured support area and an obviously working facebook page. You do think about getting your stuff work, but you do not think about how to stop spamming!? Or if you do it nevertheless, you keep it very, very secretly.

I already tried:

  1. Finding help within your support pages
  2. Searching the web
  3. Sending a bug report
  4. Contacting your @support account
  5. Contacting your facebook page

Fun fact: searching for “twitter stop sending invitations” takes me to: How Do I Stop Facebook From Sending Invitations? That’s so hilarious. Really.

Twitter (or anyone else), please tell me:

HOW TO STOP SENDING INVITES AND REMINDERS TO MY EMAIL CONTACTS?!

Gestern habe ich mich ausführlich über die Lufthansa aufgeregt, weil der Streik mir persönlich Ärger bereitet. Und ich bleibe dabei, dass die Lufthansa ihren Teil dazu beitragen sollte, dieses lächerliche Tauziehen zu beenden und nicht auf dem Rücken der Kunden auszutragen.

Aber was ich da auf deiner lustigen Webseite sehe, lieber Nicoley Baublies, das schlägt dem Fass den Boden aus. Ein fettes Foto einer Fluganzeigetafel, auf der zahlreiche Flüge als annulliert erscheinen. Stolz drauf, hm? Klar, das sind wohl die Regeln eines Arbeitskampfes, aber wer sowas macht, der freut sich auch, wenn er Raketen in feindliche Wohngebiete abfeuert. Kollateralschäden werden einkalkuliert und man klatscht sich gegenseitig noch in die Hände.

Kleine Anmerkung noch zu dem Foto: das Bild ist nicht geklaut, sondern es ist ein Screenshot. Den darf ich ja wohl machen, oder? Ach, verklag mich doch! Morgen kann ja eh jeder selbst so ein Foto schiessen. Und urheberrechtlich geschützte Kunst kann ich darin sowieso nicht erkennen.

Was du, lieber Nicoley Baublies, da weiterhin auf deiner Webseite schreibst, ist unheimlich frech und dreist:

Da wir am Freitag erlebt haben, dass Lufthansa ihre Möglichkeiten über- und die Streikbeteiligung unterschätzt hat und überhaupt nicht in der Lage war, den Sonderflugplan aufrecht zu erhalten, bleibt zu vermuten, dass dies am Dienstag auch nicht klappen dürfte.

Aber es geht noch schlimmer:

Am Freitag mussten gar am Ende des Tages noch hunderte Kunden auf dem Flughafen nächtigen, da Lufthansa es eben nicht geschafft hat, sie noch rechtzeitig auszufliegen. Die Auswirkungen des Streiks in Frankfurt und der fehlerhaften Planung der Lufthansa waren an Flughäfen deutschlandweit zu spüren.

Da freut man sich bei der UFO, gell? Sorry, das ist wirklich peinlich. So richtig peinlich. Wenn du deine Damen und Herren schon zum Streik aufforderst, dann freu dich halt wenigstens im stillen Kämmerchen und pinsel das nicht noch dick und fett auf die Website, dass ihr euch fröhlich ins Händchen lacht.

Mich geht euer scheiss Arbeitskampf nichts an, ich hab’ genug Ärger damit, meine Pläne auf die Reihe zu bekommen. Diesen Quatsch dann auch noch lesen zu müssen, empfinde ich als Hohn und es raubt mir das letzte Verständnis für eure Querelen.

Noch ein paar Anmerkungen:

  • Es geht die Meinung um, dass das streikende UFO-Personal bei der nächsten Entlassungswelle bevorzug behandelt werden sollte. Naja, vielleicht…?!
  • Wenn die Lufthansa durch eure Massnahmen geschädigt wird und untergeht, geht ihr mit unter. Aber ich bin sicher, dass euer Bordpersonal bei einer Billigairline einen Job bekommt – für weniger Kohle versteht sich.
  • Ich fliege weiterhin (gerne) Lufthansa, denn obwohl ich auf den Laden auch sauer bin, weil ich als Kunde Ärger habe, so verstehe ich, dass die dort arbeitenden Menschen nichts dafür können.
  • Dieser Beitrag richtet sich nicht (direkt) an das streikende Personal, sondern direkt an den UFO-Vorstand, stellvertretend an den Vorsitzenden, Herrn Nicoley Baublies.

Ich grad so auf der Facebook-Seite der Lufthansa, nachdem vorhin wieder neue Streiks der Flugbegleiter angekündigt wurden:

Liebe Lufthansa,

zwei wichtige Dinge vorweg:

1. dieser Beitrag richtet sich nicht an die Mitarbeiter und Menschen, die das Social-Media-Management oder andere Anlaufstationen betreuen, sondern an das Unternehmen Lufthansa als solches.

2. Lufthansa, ihr seid so bescheuert!

Ob ein Streik für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne berechtigt und angebracht ist, möchte ich nicht beurteilen. Fakt ist allerdings, dass Tarifstreitigkeiten am Ende immer in einer Einigung enden. IMMER! Warum muss dieser nervtötende und dämliche Prozess immer wieder und immer bis zum Ende durchgezogen werden, wenn schon vom ersten Tag an klar ist, dass man sich sowieso irgendwo ungefähr in der Mitte einigt. Und am Ende teilen beide Parteien immer mit, dass sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Lufthansa, ihr seid so bescheuert! Klar, zu einem Streit gehören immer zwei Parteien. Auch die Tarifgewerkschaften und Vereinigungen sind daran beteiligt. Aber als der (wirtschaftlich) grössere und mächtigere Partner habt ihr es in der Hand, den ganzen Ärger nicht auf dem Rücken der Kunden auszutragen. Ausserdem richte ich mich an euch, weil ich keine Lust hatte, eine Facebook-Page der UFO zu suchen.

Jetzt wirklich, ich verstehe es absolut nicht. Ihr einigt euch doch sowieso am Ende. Hauptsache vorher mal die Klingen rasseln lassen und Macht demonstrieren. Der Kunde muss am Ende unter dem Ärger leiden. Und in diesem Jahr bin es zum Beispiel auch ich.

Echt jetzt, ihr seid so bescheuert. Mir steht ein lächerlich kurzer Flug von Nürnberg nach Frankfurt bevor, um dort einen Anschlussflug in die USA zu bekommen. Zwar alles erst am Mittwoch, aber kann ich mir heute schon sicher sein, dass einen Tag nach dem angekündigten Streik wieder normaler Flugbetrieb stattfindet? Wirklich, kann ich das?

Oh, da gibt es ja diese lustigen Webseiten, wo man nachschauen kann. Aber leider ist noch überhaupt nichts klar. Und dann gibt’s noch die netten Hotline-Nummern, auf denen man anrufen kann, klar. Aber hallo?! HALLO? Das sind ja freundliche 01805er Nummern, die sind überfüllt und kosten auch noch Geld!

Sagt mal, spinnt ihr eigentlich?!

Ja, gut, ich möchte nur von Nürnberg nach Frankfurt. Eine wirklich lächerliche Strecke, klar. Aber mein Flug geht um 7.10 Uhr morgens. Da kann ich leider in keinen beschissenen Zug steigen, um pünktlich in Frankfurt zu sein! Wenn ich nicht in Nürnberg einchecke, dann muss ich das in Frankfurt tun und dann muss ich Stunden vor meinem Anschlussflug dort sein.

Noch lustiger wird es, wenn ich euren sagenumwobenen Vorabend-Check-In in Anspruch nehme. Ich liebe diesen Service ja wirklich, aber was mache ich denn, wenn ich mein Gepäck am Vorabend aufgebe und dann in der Nacht erfahre, dass mein Zubringerflug gestrichen wird, hm? WAS DANN?

Oh, ja… ich kann auch mit dem Auto nach Frankfurt fahren, kein Problem. Aber zu viert? Mit Gepäck? HALLO?!

Nein, wirklich, ihr seid doch sowas von bescheuert!

Ich führe hier sicherlich meine kleinen Luxus-Problemchen an, weil es für all das sicherlich Lösungen gibt und alles gut werden wird. Darüber ärgere ich mich auch nur ein wenig, es ist ja nur ein bisschen Stress und kostet Nerven.

Wirklich stört mich, dass ihr so verdammt bescheuert seid und mit Ansage den Abgrund hinunter springt. Dass die Flugbegleiter bessere Bedingungen oder mehr Geld möchten, war doch absehbar. Dass sie es am Ende auch bekommen werden, ist ebenso absehbar. Warum verdammt nochmal zieht ihr die Kunden da mit rein? WARUM? Immer wieder, jedes Jahr. Mal sind es die Piloten, mal die Fluglotsen, dann die Flugbegleiter. Irgendwas ist immer und ihr stellt euch an wie kleine Kinder, denen man im Sandkasten das Schäufelchen geklaut hat.

Werdet doch mal erwachsen, ihr Spinner!

PS: liebes Social-Media-Team, es tut mir leid, dass ich euch damit auf die Nerven gehe – nehmt’s locker.

Seit mehreren Tagen bekomme ich auf meinem (Firmen-)Mobiltelefon Anrufe mit unterdrückter Telefonnummer. Wenn ich mich melde, höre ich Geräusche und Hintergrundstimmen am anderen Ende, es spricht dort jedoch niemand mit mir. Nach wenigen Sekunden wird die Leitung unterbrochen. Nervt ein wenig, ist aber kein Drama.

Heute, Samstag den 28. April 2012, erhalte ich vormittags wieder einen Anruf mit unterdrückter Nummer und da ist auf einmal ein Mensch dran. Ein Mann. Ob es kausale Zusammenhänge zu den anderen Anrufen gibt, weiss ich nicht, es erscheint mir jedoch naheliegend. Besonders interessant war das heutige Telefonat, weil es eine Telefonabzocke der neuesten Masche war. Das Gespräch verlief ungefähr so:

Ich: “Ja, hallo?”

Herr Schmitt: “Guten Tag, Firma TeleBilling aus Köln, wir möchten…”

Ich: “Moment, wie ist denn ihr Name?”

Herr Schmitt: “Ich heisse Schmitt.”

Ich: “Jaja, ‘Schmitt’ – alles klar. Weiter, worum geht’s?”

Herr Schmitt: “Es handelt sich um einen Serviceanruf von uns, weil von ihrem Telefonanschluss am 15. April um 19.19 Uhr eine kostenpflichte Servicerufnummer angerufen wurde. Dieser Anruf wird nicht im Einzelverbindungsnachweis und auf ihrer Telefonrechnung verzeichnet sein, darum möchten wir ihnen nun gerne die Daten per Post zusenden, damit sie das prüfen können.”

Aha, das kann ja noch lustig werden.

Ich: “Ich habe am 15. April keine Servicenummer angerufen.”

Herr Schmitt: “Vielleicht war es jemand anderes, der ihren Anschluss benutzt hat?!”

Ich: “Nein.”

Herr Schmitt: “Jedenfalls ist dieser Anruf von ihrem Anschluss getätigt worden und als Serviceleistung möchten wir ihnen nun die Daten per Post zuschicken. Geben sie mir bitte ihre Adresse?”

Jetzt bin ich hellwach und richtig in Fahrt.

Ich: “Nö, ich gebe ihnen meine Adresse nicht so einfach. Wenn der Anruf nicht im Einzelverbindungsnachweis gelistet ist, dann muss ich es ja auch nicht bezahlen, richtig? Und ihre ‘Serviceleistung’ möchte ich nicht in Anspruch nehmen. Sie brauchen mir also nichts zu schicken.”

Herr Schmitt: “Wir müssen ihnen aber die Daten zuschicken, damit sie das auf Korrektheit prüfen können.”

Ich: “Ich möchte nichts prüfen, dazu sehe ich keine Veranlassung. Machen wir’s anders: geben sie mir doch mal ihre Rufnummer, Herr Schmitt.”

Herr Schmitt: “Unsere Kontaktdaten stehen auf dem Briefkopf des Anschreibens. Da können sie auch unsere Telefonnummer sehen.”

Jetzt bin ich sauer, mein Kaffee wird kalt.

Ich: “Halten sie mich eigentlich für total bescheuert? Entschuldigung, sie kennen mich ja gar nicht. Ich bin nicht der Durchschnittsbürger und sie müssten inzwischen längst gemerkt haben, dass ihre dämliche Masche bei mir nicht funktionieren wird. Nicht wahr, Herr Schmitt, sofern das wirklich ihr Name sein sollte…”

Herr Schmitt: “Wenn sie mir ihre Anschrift nicht geben wollen, dann werde ich diese über ihren Telefonanbieter ermitteln.”

Ich: “Warum haben sie das denn nicht gleich gemacht, bevor sie mich mit ihrem Anruf belästigen?”

Herr Schmitt: “Weil das kostenpflichtig ist, diese Kosten werden ihnen dann in Rechnung gestellt.”

Ich lache herzlich ins Telefon, weil ich mich langsam nicht mehr halten kann.

Ich: “Okay, okay. Dann wünsche ich dabei besonders viel Spass und Erfolg. Herr Schmitt, sie Vollpfosten, sie wissen ganz genau, in welcher Branche sie arbeiten und für welche Masche sie da telefonieren. Nachdem sie sich dafür selbst nicht zu schade sind, bin ich mir auch nicht zu schade, sie als ‘Arschloch’ zu bezeichnen und noch einen schönen Tag zu wünschen. Bye-bye.”

*klick*

Ich kann in jedem Fall immer nur wieder davor warnen, auf irgendwelche unerwünschten Anfragen oder Angebote am Telefon einzugehen. Der Heiterkeit wegen lasse ich  mich immer wieder gerne auf ein Gespräch ein, aber, liebe Abzocker-Idioten, bei mir beisst ihr da auf Granit. Auch die Firma TeleBilling Ltd., Hohenzollernring 84, 50672 Köln.

Schönen Samstag noch!

Ich habe längere Zeit nichts mehr gebloggt, insbesondere nichts mehr über Facebook, dabei landen komischerweise über alle möglichen Facebook-Suchbegriffe mit weitem Abstand die meisten Besucher auf diesem Blog. An der Stelle ist sehr spannend, was Leute alles so alles suchen; ich hatte schonmal darüber geschrieben. Besonders wichtig scheint es den Leuten zu sein, bei Google zu erfahren, wie man am besten auf Facebook zum Geburtstag gratuliert. Naja, scheinbar gibt’s wirklich welche, die dabei Hilfe benötigen. Erst auf Platz 2 landen Leute auf diesem Blog, die nach Tipps zu Apple-Produkten suchen. Wie auch immer, derzeit scheint es mir angebracht, über das Thema Timeline aufzuklären.

Bereits Ende 2011 hat Facebook Timeline gestartet und den Benutzern freigestellt, dieses Feature zu aktivieren. Einige haben dies getan (so auch ich), andere haben es nicht getan. Vermutlich haben viele Facebook-Nutzer diesen Schritt nicht gemacht, weil das soziale Netzwerk wie so oft nicht hinreichend aufgeklärt hat. Eine unwirklich erscheinende Meldung am oberen Rand der Seite klickt man eben schnell weg.

Hatte Mark Zuckerberg bei der Vorstellung der Timeline bei der f8-Konferenz noch angekündigt, dass die Timeline zunächst optional sei und erst irgendwann einmal verpflichtend werde, weil man es sich nicht zumuten möchte, zwei unterschiedliche Profil-Darstellungen weiter zu pflegen, so scheint sich diese Sichtweise geändert zu haben, denn die Anzeichen verdichten sich, dass die Timeline bereits in Kürze für alle Benutzer verpflichtend werden wird. Selbst das Handelsblatt berichtet darüber.

Was bietet die Timeline? Laut Facebook werden einige Key-Features angepriesen:

  1. Cover - ein breitformatiges Bild, welches ganz oben auf der Profilseite eingebettet wird und als Eye-Catcher dient
  2. Stories – die Lebensgeschichte des Facebook-Nutzers von seiner Geburt, über seinen Lebensweg vor der Facebook-Zeit,  über seine Facebook-Geburt bis hin zum aktuellen Datum; alle Ereignisse des Lebens, zumindest soweit Facebook bekannt, werden eingeblendet und chronologisch dargestellt
  3. Apps – alle thematisch sortierbaren Informationen, die Facebook oder den Facebook-Apps bekannt sind, werden gesammelt, aufbereitet und mutmasslich wohl sortiert dargestellt; z. B. “welche Musik habe ich im Zeitraum X-Y gehört?”, “wo war ich im letzten Monat?”, “welche neuen Freunde habe ich dieses Jahr gewonnen?”

Grundsätzlich ist die Timeline nichts anderes, als das bisher gewohnte Profil. Die Optik mag ungewohnt erscheinen und das ist sie natürlich auch. An diesem Punkt scheiden sich die Geister, denn Geschmäcker sind verschieden – und das ist auch gut so. Mir persönlich gefällt die Timeline sehr gut, daher habe ich auch bereits sehr frühzeitig in 2011 darauf umgestellt.

Wichtig ist, und da kommt der Knackpunkt, dass die Privatsphäreneinstellungen bewusst gewählt werden. Denn mit Einführung der Timeline ist es deutlich einfacher, das komplette Leben eines Benutzers anzeigen zu lassen. Wer hat im bisherigen Profil auf der Pinnwand schon hunderte Male auf “Ältere Beiträge” geklickt, bis man das gesamte Leben des Nutzers ausgiebig untersucht hatte? Die Timeline sortiert alle Informationen chronologisch und bietet die Möglichkeit, bestimmte Zeitpunkte (Jahre, Monate) ganz bewusst anzusteuern. Alte Einträge, die längst in der Facebook-Antike verschwunden waren, geraten wieder ans Tageslicht.

Dies kann gleichzeitig Fluch und Segen sein. Vielleicht hatte man ganz zu Beginn seiner Facebook-”Karriere” mal Einträge gemacht, die man heute nicht mehr gerne sieht. Mit der Timeline wird es einfach, zu diesen Zeitpunkten zurück zu springen.

Und mehr noch, die Timeline stellt beispielsweise chronologisch dar, welche Bewegungen es im Leben des Benutzers gab, lange bevor er sich bei Facebook angemeldet hat. Wie geht das? Z. B. indem man, wie zum Beispiel ich, angegeben hat, dass man im Jahr 1991 umgezogen ist und von diesem Datum an in einer neuen Stadt lebte. In der alten Pinnwand ist das früher untergegangen oder wurde gar nicht dargestellt. Mit Einführung der Timeline werden solche Informationen optisch unübersehbar gut platziert.

Wer Familienangehörige – Mutter, Vater, Geschwister - bei Facebook angegeben hat, findet möglicherweise sogar deren Lebensmeilensteine in seiner eigenen Timeline wieder. So in meinem Fall z. B. das Geburtsdatum meiner Schwester. Meines Erachtens nicht schlimm, jedoch stellt dies in jedem Fall eine Änderung gegenüber das gewohnten Pinnwand dar und der Eine oder Andere möchte dies möglicherweise nicht in seiner Timeline sehen.

WICHTIG: einmal aktiviert, lässt sich scheinbar nicht mehr von der Timeline zurück auf die alte Pinnwand schwenken! Nach der Aktivierung ist die Timeline für 7 Tage ausschliesslich für den jeweiligen Benutzer selbst sichtbar. Dieser Zeitraum sollte genutzt werden, um die korrekten Einstellungen vorzunehmen.

Was ist nun zu beachten? Meine Empfehlung ist: Timeline frühzeitig aktivieren, Einstellungen vornehmen und in jedem Fall regelmässig das eigene Profil besuchen und kontrollieren, ob sich hier Informationen finden, die nicht öffentlich sein sollten.

  1. Timeline aktivieren: hierzu einfach die Seite http://www.facebook.com/timeline aufrufen, ganz nach unten scrollen und dort die Timeline bzw. Chronik aktivieren
  2. Am Rundgang teilnehmen: ist die Timeline einmal aktiviert, wird man auf die eigene Profilseite umgeleitet, wo am oberen Bildschirmrand ein Rundgang angeboten wird; dort alle Funktionen und Änderungen anschauen und alle Informationen aufmerksam lesen
  3. Die Timeline-Hilfe lesen: hierzu die Hilfe-Seite aufrufen und eingehend über die vorgeschlagenen Schritte und die neuen Funktionen informieren
  4. Aktivitätenprotokoll kontrollieren: hierzu die eigene Timeline aufrufen und auf “Aktivitätenprotokoll” klicken und dort einzelne Einträge ausblenden; die entsprechenden Buttons erscheinen bei jedem Eintrag rechts oben in der jeweiligen Zeile und bieten die Option zum Ausblenden oder löschen
  5. Timeline komplett überprüfen: die eigene Timeline aufrufen und gegebenenfalls einzelne Einträge ausblenden oder gar komplett aus Facebook entfernen; übrigens: es gibt bei vereinzelten Punkten auch die Möglichkeit, das Datum zu ändern – so z. B. bei Fotos

Fazit: bei der Timeline handelt es sich in erste Linie um eine optisch komplett überarbeitete Darstellung des Profils. Aus der Pinnwand wird die Chronik. Die einfache Möglichkeit, gezielt ein bestimmtes Datum anzusteuern, bietet Stalkern neue Angriffspunkte, welche durch korrekte Privatsphäreneinstellungen umgangen werden können. Meines Erachtens ist die Timeline sehr gelungen und inzwischen bin ich selbst eher verwirrt, wenn ich ein Profil aufrufe, welches noch nicht umgestellt ist.

In jedem Fall – ob mit oder ohne Timeline – gilt: jeder Facebook-Nutzer sollte bewusst mit den Informationen umgehen, die er/sie teilt. Weiterhin empfiehlt es sich, regelmässig (=mindestens einmal täglich) das eigene Profil aufzurufen und zu kontrollieren, ob sich möglicherweise ungewollt Sachen eingeschlichen haben, die dort besser nicht hingehören.

Ich könnt’ ausrasten (so dermassen ausrasten), wenn ich mit einem Callcenter eines so genannten Service-orientierten Unternehmens zu tun habe. Heute:

  1. Nicht erreichbare und unfähige Menschen bei der Nürnberger N-ERGIE
  2. Vollpfosten und Obertrottel bei der ERGO Versicherungsgruppe

Liebe Damen und Herren in den Callcentern, liebe Damen und Herren im (mittleren?) Management eben jener Callcenter, habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Seid ihr kein Stück weit stressresistenz? Wisst ihr, dass eure Kunden sich hin und wieder bei euch melden (müssen)? Warum bekommt ihr nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe, hm?

Die Nürnberger N-ERGIE ist über Monate hinweg auf ihrer kostenpflichtigen 0180er Nummer nicht erreichbar – zumindest nicht, wenn man nicht die Zeit hat, sich mehr als eine halbe Stunde in der Warteschleife mit dieser beknackten Wartemusik aufzuhalten. Ruft man auf der Nürnberger Festnetzrufnummer (Zentrale?) an und lässt sich verbinden, dann landet man ebenfalls in eben jener Warteschleife und braucht viel Geduld. Mehr Geduld, als ich Zeit habe, denn ich habe einen Vollzeitjob und auch noch ein Leben nebenbei!

Alle paar Minuten wird in der Warteschleife angekündigt, dass man sich auch per E-Mail melden kann, was allerdings nur dazu führt, dass man verwirrte Antworten bekommt. Fragt man auf diese Antworten nochmals nach oder stellt Fakten richtig, so kommt keine Rückmeldung mehr. Über Monate hinweg! Auf wiederholte Nachfrage kommt keine Reaktion, anrufen kann man auch nicht.

N-ERGIE Nürnberg, ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun!

Die ERGO Versicherungsgruppe ist teils besser, teils auch schlimmer. Immerhin gibt’s eine kostenfreie 0800er Rufnumer, wo sich nach 5 Minuten Warteschleife auch mal ein Mensch meldet. Dieser ist jedoch erstens unfreundlich, zweitens (aus Kundensicht) wenig kompetent und definitiv keinesfalls stressresistent. Was passiert, wenn man dem Herrn eine kritische Frage stellt? Z. B. “und warum buchen Sie nicht bei mir ab, wenn Sie schon meine Bankverbindung haben?” Na, was passiert dann? Er legt einfach auf! Dieser Vollpfosten von Service-Arsch!

Meint ihr, eure Kunden haben Zeit, euch ständig hinterher zu laufen und euren beschissenen Wartemelodien zu lauschen und dann auch noch Verständnis für Frechheit und Unverschämtheit eurer Nullnummer-Mitarbeiter zu haben? NEIN! Ich könnt’ echt kotzen bei solchen Sauhaufen!

Leute, ich arbeite selbst in der Dienstleistungs-Branche und auch mein Arbeitgeber hat sowas wie ein Callcenter, Helpdesk oder wie auch immer man es nennen mag. Wenn wir unsere Kunden so behandeln würden, wären wir längst pleite! Das geht mal gar nicht!

Nur weil ihr ein respektloser Pennerhaufen von Quasi-Monopolisten seid oder einfach einen breit aufgestellten Kundenstamm von geduldigen (oder arbeitslosen?) Leuten habt, könnt ihr euch nicht alles erlauben. Wo leben wir denn hier?

Wacht mal auf. Ihr Deppen!

Hin und wieder findet man im App-Store für iPhone-Apps richtige Leckerbissen. Gestern lief mir beim Stöbern Photosynth von der Microsoft Corporation über den Weg. Erstmal dachte ich, was das wohl für ein Krampf sei – Microsoft stellt kostenlose Apps für iOS-Geräte zur Verfügung? Naja, wie auch immer. Die App-Beschreibung war vielversprechend und dass eine Anwendung bei weit über 500 Bewertungen einen Durchschnitt von 5,0 Sternen hat, ist sicherlich selten. Und bei einer kostenlosen Anwendung kann man sich nun wirklich nicht beschweren, sobald sie wenigstens halbwegs das tut, was sie soll.

Photosynth – Interactive Panorama Capture and Sharing

Photosynth for iOS is the panorama creation and sharing app that lets you capture more of your world. Now you can capture 360° in all directions (up, down, left, and right) to create spectacular images. Using the latest in computer vision techniques, Photosynth makes it easy and fun to create and share interactive panoramas of wherever you are.

Also geladen, ausprobiert und für sensationell befunden. Was macht die App? Mit Photosynth ist es denkbar einfach und quasi idiotensicher, prima Panorama-Fotos direkt auf dem iPhone zu erstellen, ohne erst umständlich die richtigen Bildausschnitte manuell zu erfassen, auf den PC zu übertragen und dort mit viel Geschick händisch oder mit einer geeigneten Anwendung zusammenzufügen. Photosynth macht all dies automatisch und sehr komfortabel.

Ein Must-Have für jeden, der Fotos mit dem iPhone macht!

Ein Klick auf das Display schiesst das erste Foto und zeigt dieses dann als Sucher an. Bewegt man das iPhone seitlich oder nach oben/unten, so erkennt Photosynth automatisch den nächsten Bildausschnitt, der sich nahtlos an das vorausgegangene Foto anschliesst und “klebt” es an. Das kann man mehrmals machen und braucht sich nicht um die Reihenfolge zu sorgen oder darum, dass man vielleicht einen kleinen Bereich übersehen hat.

Nachdem alle Bilder geschossen wurden, fügt Photosynth sie automatisch perfekt zusammen und speichert das Foto im iPhone. Die einzelnen Ausschnitte fügen sich hierbei nahtlos ineinander und man muss schon wirklich genau hinschauen, um die Ränder zu erkennen. Soweit dies automatisch möglich ist, gleicht Photosynth auch Helligkeit und Belichtung an, so dass ein weitestgehend flüssiges Panorama-Bild entsteht.

Natürlich sind der Software dabei Grenzen gesetzt, wie man auf dem folgenden Foto sieht.

Ist das fotografierte Objekt ziemlich nah vor der Kamera, so wird die Perspektive natürlich verzerrt, was völlig logisch ist. Bei schlechten oder wechselnden Lichtverhältnissen werden Unterschiede in den Strukturen und der Helligkeit sichtbar. Photosynth ist jedoch optimal, um bei gutem Wetter wirklich schöne Panorama-Fotos der entfernten Landschaft zu erstellen.

Wer schiesst die schönsten Panorama-Fotos mit Photosynth? Macht doch selbst ein Bild, ladet es irgendwo hoch und postet hier die URL zum Ergebnis.

In the case of Google, according to new research by security analyst Samy Kamkar, an HTC Android phone collected its location every few seconds and transmitted the data to Google at least several times an hour. It also transmitted the name, location and signal strength of any nearby Wi-Fi networks, as well as a unique phone identifier.

Google declined to comment on the findings.

Quelle: The Wall Street Journal

Ich wollte mich eigentlich aus dem Thema raushalten, dass Apples iOS-Geräte Bewegungsdaten speichern und auf der Festplatte ablegen. Aber als ich heute diesen Artikel von Dieter Petereit gelesen habe, hat es mir fast die Schuhe ausgezogen und ich habe darüber berichtet, wie und wo die Daten bei Apple-Geräten abgelegt werden.

Die Fakten:

iPhone und iPad speichern seit iOS 4 (das iPhone Betriebssystem der Version 4) Bewegungsdaten des Gerätes und überträgt diese bei der Synchronisation mit iTunes auf den Rechner, wo es eine unverschlüsselte Datei mit den Koordinaten samt Datum/Uhrzeit ablegt. Weiterhin holt Apple diese Daten wohl alle 12 Stunden vom iOS-Gerät ab, anonymisiert sie allerdings dabei, so dass kein Rückschluss auf den Besitzer oder das Gerät gezogen werden kann. Schlimm? Nein, finde ich nicht.

Dieter Petereit berichtet nun darüber, dass das (wie wir alle wussten und von Apple mehrfach bestätigt wurde) ein alter Hut und keine Neuheit sei. Neu sei nur, dass die Rohdaten wirklich klar und gut lesbar auf der Festplatte liegen. Aber sie liegen auf der Platte des Besitzers vom jeweiligen Mobiltelefon – also vermeintlich gut aufgehoben.

Externen Zugriff, der allerdings nur über den Zugang zu Eurem Computer, der das iPhone-Backup enthält, also typischerweise höchstens über Familie, Freunde etc. möglich wäre, kann man überdies erschweren, indem man das iPhone-Backup verschlüsselt. Damit ist das Thema dann komplett durch.

Weiterhin – und das ist der Skandal an der Geschichte – berichtet Dieter (unter Bezug auf thenextweb.com und dem Wallstreet Journal) davon, dass Googles Handy-Betriebssystem Android ebenfalls Bewegungsdaten des Gerätes speichert, allerdings nur kurze Zeit vorhält. Naja, und damit diese Daten nicht verloren gehen, hat sich Google wohl überlegt, dass es eine gute Idee sei, diese Informationen direkt “heim zu Muttern” zu schicken – und zwar nicht anonymisiert, sondern direkt mit dem Unique Phone Identifier, der eindeutigen Gerätekennung.

Denn Android sendet die Informationen nicht etwa alle 12 Stunden in anonymisierter Form nach Hause. Nein, Android sendet die Informationen mehrmals pro Stunde und zwar in nicht anonymisierter Form, also inklusive des Unique Phone Identifiers, mit dem die Trackingdaten einem ganz konkreten Telefon zugeordnet bleiben. Das haben jedenfalls laut Wallstreet Journal verschiedene Experten untersucht und bestätigt.

Was bedeutet das? Ganz klar: sollten diese Angaben des Wallstreet Journals stimmen, so ist Google in der Lage, in nahezu Echtzeit zu ermitteln, wann sich ein Mobiltelefon mit Android-Betriebssystem an welchem Ort aufgehalten hat.

Jetzt stelle man sich mal vor, man würde diese Daten mit anderen korrelieren. Der Aufenthaltsort eines Google-Handys kann ermittelt werden. Das Handy kann einer Person zugeordnet werden. Von dieser Person sind alle Google-Suchanfragen der letzten 10 Jahre bekannt. Sollten sich Facebook und Google mal grün werden, so könnte dazu berechnet werden, wann die Person welche Postings gemacht hat, welche Bilder er/sie geschossen hat. Nimmt man jetzt noch Payback- und Amazon-Daten hinzu, weiss man auch, wofür sich diese Person so interessiert, welche Bücher sie kauft und mit welchem Shampoo sie sich die Haare wäscht – natürlich auch wo und unter wessen Dusche. Und dank StreetView ist auch gleich bekannt, welche Vorhänge im Badezimmerfenster hängen.

Nun frage ich euch: Was ist schlimmer? Bewegungsdaten im Telefon und auf dem privaten Rechner zu speichern oder sie online inkl. Benutzerkennung an den Hersteller zu senden, hm?

So, die halbe Welt echauffiert sich seit Tagen darüber, dass iOS-Geräte (iPhone, iPad) von Apple die Bewegungsdaten des Gerätes speichert und bei jeder Synchronisation mit iTunes (unverschlüsselt) auf der Festplatte ablegt. Eigentlich wollte ich mich dazu nicht äussern, doch jetzt überkommt es mich doch. Hauptsächlich wegen des nächsten Artikels, den ich inzwischen verfasst habe.

Mein Kommentar: na und?!

Leute, habt Ihr überhaupt eine Ahnung davon, welche Informationen ganz andere Unternehmen von Euch haben? Payback weiss genau, wo (und was!) ihr so einkauft, also wofür Ihr Euch interessiert und welche zielgerichtete Werbung Euch geschickt werden kann. Amazon weiss ebenfalls nicht nur, was Ihr einkauft, sondern auch, wofür Ihr Euch interessiert. Facebook weiss genau, was Ihr so treibt und dank IFRAMES auch, auf welchen Seiten Ihr sonst noch so herumsurft. Und Google speichert seit vielen, vielen Jahren, was für Suchanfragen Ihr jemals so abgesetzt habt. Auch Jahre später ist nachvollziehbar, wofür Ihr Euch interessiert habt. Ich hatte hier und hier und hier schonmal genau über diese Themen berichtet. Und das Spannende dabei ist: all diese Informationen werden in Echtzeit gespeichert und geben auch in Echtzeit ein Profil von Euch wider.

So, und jetzt stellt euch mal vor, wenn all diese Unternehmen ihre Daten miteinander kombinieren – eine ungeahnte Macht tritt dann in Erscheinung, die Euch zum gläsernen Bürger der digitalen Welt macht. Faszinierend.

Insofern: Apples Geräte speichern Bewegungsdaten – na und?!

Für mich stellt das kein Problem dar, zumal ich selbst (noch?) die Macht über diese Daten habe und sie auch bei jedem iPhone-Backup verschlüsseln kann, wenn ich es möchte. Der geneigte Benutzer kann dazu einfach in den iTunes-Einstellungen zu seinem iOS-Gerät den entsprechenden Haken setzen. Kann ja nicht so schwer sein.

Und ja, es mag sein, dass Apple die Bewegungsdaten auch vom Gerät abholt, allerdings werden diese Untersuchungen zu Folge dabei anonymisiert, so dass kein Rückschluss auf den Besitzer oder das Gerät gezogen werden kann.

Seit einigen Tagen gibt die iPhone Tracker Software, welche die in den Backups gespeicherten Daten hübsch grafisch aufbereitet und auf einer Karte ausgibt. Kostet nichts, ist idiotensicher zu bedienen. Bei mir schaut das wie folgt aus und ja, ich habe kein Problem damit, sogar publik zu machen, wo ich mich in den letzten Monaten aufgehalten habe:

Dazu sei angemerkt, dass die Werte vereinzelt stark verfälscht sind. Hauptsächlich, da auf Grund “merkwürdiger” Funkzelleneinbuchungen und mir nicht näher bekannten Abweichungen einige Ausreisser entstehen. So war ich im letzten Jahr zwar nie im Ruhrgebiet unterwegs – aber das vernachlässige ich mal.

Auf der Seite der Programmierer sowie dieser Seite ist gut beschrieben, wie man sich die Rohdaten der gespeicherten Informationen im SQLite-Format anschauen und auseinanderfieseln kann. Die Datei liegt (z. B. unter Mac OS X) irgendwo im MobileSync Verzeichnis, kann mit Hilfe dieses Python-Scripts gefunden und z. B. mit Hilfe vom SQLite Database Browser untersucht werden.

Der Timestamp beginnt seine Rechnung übrigens zum 1. Januar 2001, also einfach 978307200 dazu addieren und man kommt auf den allgemein bekannten UNIX_TIMESTAMP (Sekunden seit 1. Januar 1970).

Liebe Leute, habt ihr keine anderen Sorgen, als euch darüber aufzuregen, dass Apple das technisch Mögliche nutzt und Eure privaten Bewegungsdaten auf Eurer privaten Festplatte für Euch speichert?! Stellt euch doch mal vor…

diese Daten würden nicht ausschliesslich auf Eurem Mobiltelefon oder Eurer Festplatte gepeichert, sondern direkt zum Hersteller gesendet, so dass dieser nahezu in Echtzeit weiss, wo Ihr seid oder wo Ihr wart.

… Aber dazu später mehr

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