photoIch hatte im Herbst 2009 die Navigon Version D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) für das iPhone gekauft und war von Beginn an sehr zufrieden damit. Im Frühjahr kam die für T-Mobile Kunden kostenlose Navigon Select Version raus, im gleichen Zuge wurde die D-A-CH Variante aus dem App-Store gelöscht, allerdings hatte Navigon den zahlreichen Beschwerden von ehemaligen Käufern Rechnung getragen, die somit keine Updates mehr über den App-Store bekamen, und hat ein kostenloses Upgrade auf die Europa-Version EU 10 ausgerollt.

Nachdem ich mir vor einigen Tagen ein iPhone 4 gekauft hatte, war ich nicht überzeugt, dass ich die im App-Store verfügbare EU 10 Version wieder kostenlos herunterladen können würde. Ein Anruf bei Navigon zeigte leider, dass die Mitarbeiter dort keine Ahnung hatten und konnten mir die Frage auch nicht beantworten. Also stellte ich die EU 10 Version aus einem Backup wieder her, das In-App-Feature “Live Traffic” konnte ich kostenfrei wieder restaurieren.

Die ersten Erfahrungen von Navigon auf dem iPhone 4 sind sensationell:

Die App startet binnen 2 Sekunden, was auf dem iPhone 3G noch bis zu 20 oder 30 Sekunden dauerte.

Die Suche nach GPS-Satelliten und damit die initialie Ortsbestimmung dauerte mit dem iPhone 3G teilweise mehrere Minuten, mit dem iPhone 4 ist diese Zeitspanne kaum zu messen. Meistens sofort, schlimmstenfalls binnen weniger Sekunden ist die Position bestimmt – assisted GPS sei gedankt. Zwar setzt auch das 3G bereits auf die assisted GPS Technologie, allerdings geht die Positionsbestimmung mit dem iPhone 4 dennoch unsagbar viel schneller.

Dank Multitasking/Backgrounding ist die Navigon App schnell im Hintergrund und kommt auch nahezu sofort wieder mit der aktuellen Route in den Vordergrund. Dennoch scheint die App beim Zurückholen neu zu starten und die Position neu zu bestimmen. Sie “friert” meines Erachtens nicht ein. Einen Voice-Call während der Navigation habe ich bislang noch nicht getestet.

Ich würde Navigon für das iPhone wieder kaufen und kann es empfehlen.

Dennoch, liebe Navigon-Leute, folgende Dinge stören mich und sind mir ein absolutes Rätsel:

1. Wieso können uhrzeitbedingte Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht auch anhand der Zeit des Gerätes angezeigt oder ignoriert werden? In den Geo-Daten wird doch sicherlich auch die Uhrzeit der Beschränkung enthalten sein? Sollte das Problem darin liegen, dass die Uhrzeit des iPhones falsch gehen könnte, so kann man die exakte Uhrzeit leicht über das Netz oder einen Timeserver und die Zeitzone anhand der Geo-Position errechnen.

2. Wieso um Himmels Willen wird die Zielzeitberechnung im Stadtverkehr (zumindest in München) regelmässig mit ca. 60 km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit durchgeführt? Für eine Strecke von 16 km kann (im Stadtverkehr und mit zahlreichen Ampeln) eine Fahrtdauer von 16 Minuten niemals zutreffend sein.

Fazit: Navigon auf dem iPhone 4 macht Laune. Ich freue mich schon jetzt auf das neueste Update, welches noch mehr aus den iOS Features rausholen wird.

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