{"id":5962,"date":"2010-07-13T15:25:46","date_gmt":"2010-07-13T14:25:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/?p=5962"},"modified":"2010-07-13T15:25:46","modified_gmt":"2010-07-13T14:25:46","slug":"howto-bild-mit-tonwertkorrektur-in-photoshop-aufhubschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/2010\/07\/howto-bild-mit-tonwertkorrektur-in-photoshop-aufhubschen\/","title":{"rendered":"HOWTO: Bild mit Tonwertkorrektur in Photoshop aufh\u00fcbschen"},"content":{"rendered":"<p>Nicht selten hat man ein ganz nettes Foto geschossen, doch es gef\u00e4llt einem dann nicht wirklich. Irgendetwas fehlt, es ist fad oder farblos. Die M\u00e4ngel eines Fotos werden bei der Betrachtung der Tonwerte eines Bildes oft deutlich. Und sie lassen sich korrigieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dslr-forum.de\/showthread.php?t=89064\" target=\"_blank\">Auf dieser Seite<\/a> hat R\u00fcdiger eine besonders gute Anleitung und Einf\u00fchrung in die Benutzung der <strong>Tonwerkkorrektur<\/strong> von Photoshop \u00fcbersetzt. Das Original stammt offensichtlich von <a href=\"http:\/\/ronbigelow.com\/blog\/\" target=\"_blank\">Ron Bigelow<\/a>, der in seinem Blog auch fantastische Bilder und Fotoanleitungen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Ich nehme das gleiche Bild her, bei welchem ich im vorherigen Artikel <a href=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/2010\/07\/howto-horizont-mit-photoshop-begradigen\/\" target=\"_blank\">zun\u00e4chst den Horizont<\/a> begradigt habe:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5902\" title=\"USA Westcoast 2010\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/horizont_8.jpg\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/horizont_8.jpg 628w, https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/horizont_8-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/>Es ist jetzt nicht gerade schlecht, doch irgendetwas fehlt. Etwas besser kommt das Bild so:<!--more--><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5982\" title=\"USA Westcoast 2010\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/horizont_9_twk.jpg\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/horizont_9_twk.jpg 628w, https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/horizont_9_twk-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/>Tats\u00e4chlich ist das Bild noch immer nicht reif f\u00fcr ein Poster, aber es wirkt kr\u00e4ftiger, die Farben und Kontraste kommen besser raus. Was genau habe ich getan? Ich habe den <strong>Schwarzpunkt<\/strong> und den <strong>Wei\u00dfpunkt<\/strong> des Bildes verschoben und den Kontrast erh\u00f6ht. Wie genau das funktioniert und was es bewirkt, erl\u00e4utere ich an einem anderen Beispiel. Zuvor empfehle ich, <a href=\"http:\/\/www.dslr-forum.de\/showpost.php?s=f979ef44eea223699879e7d89c50d2c2&amp;p=845850&amp;postcount=4\" target=\"_blank\">diese Definition von Schwarzpunkt, Wei\u00dfpunkt, Tiefen und Lichtern<\/a> zu lesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<p>Die beiden Bilder zeigen exakt das gleiche Motiv und es handelt sich um das gleiche Bild. Ich habe f\u00fcr die zweite Version lediglich den <strong>Schwarzpunkt<\/strong> und den <strong>Kontrast<\/strong> erh\u00f6ht. Auf den ersten Blick scheint das Bild dunkler zu sein, was allerdings nur die halbe Wahrheit ist. Tats\u00e4chlich sind alle dunklen Pixel (die <strong>Tiefen<\/strong>) dunkler geworden, w\u00e4hrend die hellen Pixel (die <strong>Lichter<\/strong>) unver\u00e4ndert geblieben sind. Dies entsteht haupts\u00e4chlich durch die Erh\u00f6hung des <strong>Schwarzpunktes<\/strong>.<\/p>\n<p>Schauen wir uns einfach mal die Tonwerte des Original-Bildes an. Wir \u00f6ffnen das Men\u00fc zur Tonwertkorrektur mittels <code>CTRL-l<\/code> (ein kleines &#8220;L&#8221;) in Photoshop und sehen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6022\" title=\"twk_1\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_1.jpg\" alt=\"\" width=\"424\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_1.jpg 424w, https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_1-300x210.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/>Das Histogramm zeigt uns, wie sich die dunklen und hellen Teile des Bildes anhand der Pixelanzahl aufteilen. Die X-Achse (horizontal) des Histogramms gibt hierbei den Farbwert von 0 (Tiefschwarz) bis 255 (Hellwei\u00df) an. Die Y-Achse (vertikal) zeigt die Zahl der Pixel des Bildes f\u00fcr jeden Tonwert. Wir erkennen, dass die \u00fcberwiegende Zahl der Bildpunkte dunkel ist. Je heller der Farbwert, desto seltener das Auftreten.<\/p>\n<p>Direkt unter dem Histogramm sehen wir drei Regler; ein Schwarzer links, ein Wei\u00dfer rechts und ein Grauer in der Mitte. Der mittlere Schieber bestimmt den <strong>Kontrast<\/strong>; hierauf gehe ich an dieser Stelle nicht weiter ein. Interessant ist sind der linke und der rechte Regler, welche den <strong>Schwarz-<\/strong> und den <strong>Wei\u00dfpunkt<\/strong> bestimmen. Mit anderen Worten: den dunkelsten und den hellsten Punkt des Bildes.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6032\" title=\"twk_2\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_2.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"151\" \/>Schieben wir nun z. B. den Regler f\u00fcr den Schwarzpunkt von ganz links ein wenig nach rechts, so verlagern wir den absoluten <strong>Schwarzpunkt<\/strong> an die Stelle hellerer Bildpunkte. Der Effekt: alle Farbwerte, die sich links von dem Regler befinden, werden unmittelbar zu absolutem Schwarz und die angrenzenden (eigentlich alle) Tonwerte passen sich dynamisch dazu an.<\/p>\n<p>Weiterer Effekt ist, dass schwarze und dunkle Konturen als Bildinformationen verloren gehen. Filigrane und schwarze Linien auf dunklem Hintergrund verschmelzen zu Schwarz. Bei diesem Bild st\u00f6rt uns das nicht sonderlich, da wir das Augenmerk auf das sprudelnde Wasser lenken m\u00f6chten. Allerdings ist wichtig, dass wir nicht zu viel dunkle Bildinformationen verlieren.<\/p>\n<p>Genau das Gleiche geschieht, wenn wir den Regler f\u00fcr den <strong>Wei\u00dfpunkt<\/strong> von ganz rechts ein wenig nach links verschieben. Alle Tonwerte rechts von dem Regler (und damit heller) verschmelzen zu absolutem Wei\u00df. Bei unserem Bild wird sehr deutlich, was passiert, wenn wir uns einen Ausschnitt mit vielen hellen und kontrastreichen Bildpunkten anschauen, z. B. das sprudelnde Wasser:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6042 alignnone\" title=\"USA Westcoast 2010\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_3.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6052 alignnone\" title=\"USA Westcoast 2010\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_4.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/p>\n<p>Auf dem linken Ausschnitt erkennen wir noch einzelne Details des Wassers, ver\u00e4ndern wir jedoch den <strong>Wei\u00dfpunkt<\/strong> nur minimal, so vereinigen sich die hellsten Punkte des Bildes zu absolutem Wei\u00df und es sind kaum noch Details zu erkennen. Die Konturen des Steines haben sich indes kaum ver\u00e4ndert, denn hier finden sich die <strong>Tiefen<\/strong> des Bildes wieder.<\/p>\n<p>Anhand eines anderen Beispiels l\u00e4sst sich sehr gut erl\u00e4utern, was passiert, wenn man vermeindlich kaum vorhandene Tonwerte entfernt. Folgendes Bild:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6072\" title=\"USA Westcoast 2010\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_5.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_5.jpg 640w, https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_5-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/>Auch ein wenig fad, also schauen wir uns mal das Histogramm der Tonwertverteilung an und das schaut schon ganz anders aus, als bei dem bisherigen Beispiel. Wenig sehr dunkle Bildpunkte, nur ein paar sehr helle Pixel, der Rest tummelt sich im Mittelfeld. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6082\" title=\"twk_6\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_6.jpg\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"148\" \/>Man k\u00f6nnte ja jetzt meinen, <em>&#8220;ich setze einfach alle dunklen und quasi nicht vorhandenen Farbwerte auf Null, die braucht man eh nicht&#8221;<\/em>, denn man sieht, dass bis zu einem Tonwert von ca. 70 alle Werte fast gar nicht oder nur mit sehr wenigen Pixeln vorhanden sind. Doch dann verschmelzen alle dunklen Tonwerte bis zu diesem Wert zu absolutem Schwarz, teilweise sind Kontraste in dem dunklen Wasser nicht mehr erkennbar:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6092\" title=\"USA Westcoast 2010\" src=\"http:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_7.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_7.jpg 640w, https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/twk_7-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wichtig ist somit, den <strong>Schwarzpunkt<\/strong> und den <strong>Wei\u00dfpunkt<\/strong> eines Bildes nur mit gro\u00dfer Vorsicht zu ver\u00e4ndern. Grunds\u00e4tzlich kann man sagen, dass man die <strong>Tiefen<\/strong> und den <strong>Schwarzpunkt<\/strong> nicht ver\u00e4ndern m\u00f6chte, sofern man sehr dunkle Kontraste behalten will. Umgekehrt m\u00f6chte man die <strong>Lichter<\/strong> und den <strong>Wei\u00dfpunkt<\/strong> nicht herabsetzen, sofern man sehr helle Kontraste behalten m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Ein paar \u00e4ltere Bilder, die ich ebenfalls mit der Tonwertkorrektur bearbeitet hatte, finden sich in einem <a href=\"http:\/\/www.fotolism.us\/index.php\/bildpraesentation\/die-skylines-dieser-welt-hong-kong\/\" target=\"_blank\">Artikel \u00fcber die Skyline von Hong Kong auf fotolism.us<\/a>. Abschliessend noch ein paar wahllose Bilder der letzten USA-Reise:<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht selten hat man ein ganz nettes Foto geschossen, doch es gef\u00e4llt einem dann nicht wirklich. Irgendetwas fehlt, es ist fad oder farblos. 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Und sie lassen sich korrigieren.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[762,2334,832,842,161,2333],"class_list":["post-5962","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-photography","tag-howto","tag-photography","tag-photoshop","tag-tonwertkorrektur","tag-usa","tag-vacation"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5962","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5962"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5962\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6142,"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5962\/revisions\/6142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5962"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5962"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomasgericke.de\/v4\/interactive\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5962"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}