Ich habe ja schon einige Male (z. B. hier und hier und hier) darüber berichtet, was bei Facebook nicht so ganz koscher ist und was einem Sorgen bereiten sollte. Immer wieder habe ich den Eindruck, dass viele, viele Leute sich Gedanken um latent völlig falsche “Probleme” machen und dieses immer zu einem grossen Thema stilisieren, ohne zu verstehen, was nun wirklich problematisch ist.

DIE GANZE STORY IN KURZFORM FÜR UNGEDULDIGE

Immer wieder kursieren Meldungen auf Facebook, in denen Benutzer darauf hinweisen, dass sich Sicherheitseinstellungen geändert haben oder ändern werden und dass nun jeder sofort Dies oder Das tun möge, um noch ein sicheres Leben zu haben. Das ist meistens völlig falsch.

Man kann von Facebook halten, was man möchte, aber die Sicherheits- und Privatsphäreneinstellungen sind zwar komplex, aber durchaus ausgeklügelt und nicht per Definition schlecht oder falsch, wenngleich obiges Video sich ziemlich stark über die vielfältigen Möglichkeiten lustig macht. Viel gravierender jedoch sind z. B. ganz andere Webseiten, die in irgendeiner Weise mit Facebook arbeiten und Inhalte benutzen. Oder sogar Webseiten, welche die “Gefällt mir”-Funktion (den Like-Button) benutzen oder sogar missbrauchen.

Kurzum: liebe Leute, klickt nicht jeden Scheiss an, ohne darüber nachzudenken.

WARNUNGEN VOR SICHERHEITSEINSTELLUNGEN SIND MEISTENS PANIKMACHE

Morgen wird die neue FB Einstellung ” Umgehende Personalisierung” aktiviert. Diese teilt deine Daten mit Nicht-FB-Seiten & ist auf “aktiviert” eingestellt. Konto-> Privatsphäre-Einstellungen-> Anwendungen und Webseiten-> Umgehende Personalisierung-> Einstellungen bearbeiten-> Haken entfernen.

Bitte kopieren & weiterleiten.

Die oben stehende Meldung wanderte in den letzten Wochen häufig durch meinen Facebook-Newsfeed und hat mich etwas verblüfft. Diese Information ist zwar gar nicht mal so überflüssig, mich stört dabei hauptsächlich, dass sie schlecht recherchiert und lieblos heruntergeschrieben ist. Darüber hinaus sind davon nur wenige andere Webseiten betroffen und schlussendlich ist die Standard-Einstellung in den meisten Fällen ohnehin schon deaktiviert.

Sehr viel schlimmer finde ich dagegen schon die folgende Meldung:

ATTENTION: “While on Facebook, look at your URL address; if you see http: instead of https: then you don’t have a secure session and you can be hacked. Go to Account|Account Settings|Account Security and click Change. Check the first setting, otherwise FB defaults to the non-secure setting. Copy and repost so all friends can see!

Auch diese war mehrfach zu lesen und wurde von Facebook-Nutzern immer wieder fleissig kopiert und so an die jeweiligen Freunde weitergeleitet. Und sie ist sowas von unnötig. Wer ohnehin schon jeden Blödsinn mit seinen Freunden oder der ganzen Welt (inkl. Google) auf Facebook teilt, sollte sich weniger Sorgen darüber machen, ob die Daten verschlüsselt übertragen werden; sie finden ohnehin den Weg in ein Browser-Fenster und falls Ihr den Zugriff externer Webseiten auf eure Profildaten zugelassen habt, dann können sie auch von anderen Websites benutzt und ausgewertet werden.

Kleiner Sicherheitsexkurs: der Prefix “https” (im Gegensatz zu “http“) steht für eine sichere Datenverbindung zwischen dem Client (Eurem Browser) und dem Server (der Webseite, auf der Ihr herumsurft). Das bedeutet, dass die Daten (mehr oder weniger stark) verschlüsselt übertragen werden und nicht “abgehört” oder mitgelesen werden können. Wichtig ist dies in allen Fällen, in denen Ihr besonders persönliche, geheime oder Finanz-Daten übertragt. Z. B. bei der Eingabe von Zugangsdaten, beim Online-Banking, bei der Angabe der Bankverbindung in einem Schuh-Online-Shop, etc. Wenn Ihr auf Facebook postet, dass ihr gerade im Kino seid, welchen Cocktail Ihr trinkt, was die Glücksnuss Euch zu sagen hat oder wenn Ihr ein Foto postet, dann ist es völlig irrelevant, ob die Daten verschlüsselt übertragen werden.

WICHTIG!!!Facebook hat gestern “ORTE” installiert. Jeder kann nun sehen, wann undwo Du eingeloggt bist, sogar die genaue Adresse undKarteninformationen. ZUM AUSSCHALTEN auf “KONTO” | “KONTOEINST.”|”BENACHRICHTIGUNGEN” klicken, nach unten scrollen und unter “ORTE” ……beide Häkchen entfernen. …… Dann “ÄNDERUNGEN SPEICHERN” und ……diese Botschaft in Euer Profil posten!!!

Die oben genannte Meldung ist besonders schlimm, wenngleich auch schon einige Monate alt. Wie ich schon im August 2010 in diesem Artikel schrieb ist die Meldung nicht nur ein wenig, sondern völlig falsch. Wenn Ihr in den Kontoeinstellungen wie angegeben anpasst, dann passiert genau das, was Ihr garantiert nicht wollt: Ihr werdet überhaupt nicht mehr darüber informiert, wenn öffentlich gemacht wird, wo Ihr Euch gerade befindet.

MACHT EUCH LIEBER MAL GEDANKEN, WAS IHR ALLES ANKLICKT!

Wenn ich schon so darauf herumreite, was alles nicht schlimm ist, was ist denn dann nun wirklich schlimm? Antwort:viele, viele Dinge. Besonders heikel ist in den letzten Wochen und Monaten das sogenannte Clickjacking. Damit sind vermeintlich lustige Links gemeint, die den Weg in den Newsfeed gefunden haben und Euch dazu animieren, einfach draufzuklicken.

Oft handelt es sich hierbei um angebliche Videos zu schockierenden, obszönen oder einfach nur witzigen Inhalten. Die Probleme dabei? Die Zielseiten, welche sich hinter dem Link verbergen, sind oftmals gar nicht so harmlos, wie sie den Anschein erwecken.

Zum Einen erscheint oft gar nicht der Inhalt, den man zu sehen gehofft hat, zum Anderen passiert etwas, was man normalerweise so gar nicht möchte: automatisch und ohne dass man darüber informiert wurde, wird ein “Gefällt mir“-Klick simuliert, so dass Ihr unbemerkt ebenfalls einen Link auf dieses Seite an Eure Freunde weitergebt. Damit nicht genug: hinter den jeweiligen Seiten verstecken sich in einigen Fällen sogar schadenbringende Dinge – Viren, Trojaner und alles, was man so gar nicht auf seinem Rechner gebrauchen kann.

Facebook selbst warnt inzwischen zum wiederholten Male vor genau dieser Problematik. Technisch steckt dahinter ein Prinzip der Facebook-”Gefällt mir“-Implementation, die mach einer für ein Feature, ein anderer für ein Sicherheitsproblem halten mag. Die sogenannten Social Plugins sind in der Lage, Euren Facebook-Login zu benutzen, falls Ihr im einen Browser-Fenster auf Facebook surft und in einem anderen Browser-Fenster eine völlig andere Seite aufruft. Dies im Detail zu erläutern würde nun zu weit führen, neben vermeintlichen Vorteilen (“Gefällt mir“-Buttons überall, Facebook-Anmeldename überall, Freunde überall, etc.) führt dies eben auch zu Problemen.

WORAUF SOLL ICH ACHTEN?

Nun, das lässt sich schwer pauschal sagen. In erster Linie solltet Ihr darauf achten, dass Ihr nicht jeden Scheiss anklickt – auch wenn es zunächst noch so lustig zu sein scheint. Zweitens solltet Ihr nicht jeden Schrott, den Ihr irgendwo gehört oder gelesen habt, ungefiltert weiterposten – nicht wenige Informationen sind falsch oder sogar schädlich. Darüber hinaus empfehle ich ein paar Verhaltensregeln bei der Facebook-Nutzung. Zusammengefasst:

1. Nicht jeden Scheiss anklicken 2. Prüfe, was Du weitergibst und anderen empfiehlst 3. Kontrolliere regelmässig deine eigene Facebook-Profilseite und entferne unerwünschten Inhalt 4. Logge dich bei Facebook aus, wenn Du es nicht benutzt, so dass andere Webseiten Deine Login-Daten nicht missbrauchen können 5. Wähle Deine Sicherheitseinstellungen mit Bedacht; such Dir Hilfe, wenn Du unsicher bist 6. Rufe die Facebook Security Seite auf und werde Fan von ihr bzw. klicke “Gefällt mir” an; dies kann ich dringend empfehlen, da auf diesem Wege relativ frühzeitig über wirkliche Probleme informiert wird!

Facebook ist ja ‘ne feine Sache, wenn man es richtig benutzt. Damit möchte ich nicht behaupten, dass ich dies immer im richtigen Masse tue, aber einige Regeln habe ich mir selbst auferlegt und beachte diese – wenn möglich – konsequent. Dazu gehört, dass ich niemals jemandem auf Facebook zum Geburtstag gratuliere.

Ist ja wirklich sehr freundlich, dass Facebook immer schön brav darauf hinweist und der Eine oder Andere wird sich vielleicht ab und an fragen, wie man es früher geschafft hat, an Geburtstage zu denken. Vielleicht möchte man sich bald auch noch an Hochzeitstage, an Jahrestage, an Jubiläen, einen Zahnarzttermin, den Tag der Müllabfuhr und alles Sonstige erinnern lassen. Kann ja nett sein, ist aber nicht mein Ding.

An meinem letzten Geburtstag habe ich rund fünf Dutzend tolle und nette Grüsse und Geburtstagswünsche auf meiner Wall (Pinnwand) erhalten. Natürlich habe ich mich ein wenig darüber gefreut und auch jede einzelne Meldung beantwortet. Aber wirklich wichtig waren diese mir nicht.

Heute hat ein netter Kollege von mir Geburtstag. Sein 42ster. Da ich weiss, dass er ein Fan der fünfteiligen “Per Anhalter durch die Galaxis”-Trilogie ist, hat er von mir auch einen Glückwunsch mit einer Anspielung auf genau dieses Thema bekommen. Schliesslich sollte sein Ehrentag ihm nun alle offenen Fragen zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest beantworten.

Aber dieser Glückwunsch kam eben nicht auf Facebook. Leider habe ich ihn im Büro nicht angetroffen, also habe ich mich einer SMS bedient, was für mich das Mindestmass an persönlicher Note ist.

Ich gratuliere nie auf Facebook zum Geburtstag, weil:

Es ist so dermassen unpersönlich. Ich habe aktuell 193 “Freunde” auf Facebook. An dieser Stelle muss ich mich mal wieder fragen, ob es erstrebenswert ist, diese Zahl so hoch wie möglich zu schrauben. Würde ich jedem dieser Menschen gratulieren, so würde ich das jeden zweiten Tag tun und ich käme mir schon recht blöd vor. Viele meiner Facebook-”Freunde” kenne ich nicht einmal wirklich gut und grob überschlagen liegen mir wohl nicht mehr als 15 davon wirklich sehr am Herzen und sind damit “wirkliche Freunde”. Der Rest teilt sich auf in “gute Bekannte”, “Bekannte”, “mal getroffen” und “Wer ist das?”. Aber das mit der Wertigkeit von Freundschaften auf Facebook ist ein ganz anderes Thema und wird wohl überhaupt nur durch die Bezeichnung “Freund/Friend” stilisiert.

Es ist Heuchelei. Wie vielen Menschen habt ihr früher (vor Facebook und anderen sozialen Netzwerken) zum Geburtstag gratuliert? Klar, euren Liebsten, Freunden, guten Bekannten und vielleicht grad mal noch euren Kollegen, wenn sie euch über den Weg gelaufen sind. Einem Kerl, den ihr vor drei Jahren mal auf einer Party getroffen habt und mit dem ihr seit dem auf Facebook “befreundet” seid, hättet ihr früher auch nicht angerufen, um ihm zu gratulieren. Oder? Warum also einen netten Spruch auf die Wall packen, nur weil rechts oben steht, dass er Geburtstag hat?

Es ist mir zu öffentlich. Wenn ich Hinz und Kunz meiner Facebook-”Freunde” öffentlich gratuliere, können das all meine Kontakte lesen, ebenso seine und ggf. auch die “Freunde von Freunden” oder das ganze Netzwerk inklusive Google. Das muss nun wirklich nicht sein. Früher ist man auch nicht rumgerannt und hat in der Gegend herum gebrüllt “Hey, Max Mustermann hat heute Geburtstag und ich habe ihm gratuliert, freut ihr euch?”

Nota bene: ich möchte niemanden kritisieren, der anders denkt und handelt. Auch sind mir persönlich natürlich Grüsse und Wünsche auf Facebook willkommen (zumindest so lange, bis ich mich mal dazu entschliesse, Wall-Postings von anderen auf meinem Profil abzuschalten), ich möchte lediglich klarstellen, weshalb eben ich genau das nicht tue. Das hat nichts damit zu tun, dass mir die Menschen, die Geburtstag haben und denen ich nicht gratuliere, nichts bedeuten. Laufe ich ihnen über den Weg und/oder sind sie mir wichtig, so finde ich einen Weg, mich anderweitig bemerkbar zu machen und zu gratulieren.

In diesem Sinne: happy Facebooking!

/EDIT: All das hier Beschriebene funktioniert (derzeit) nur auf Facebook-Benutzer-Profilen und nicht auf Facebook-Pages für Unternehmen, Gruppen, Vereinen und so weiter. Das ist z. B. auch hier (in den Kommentaren) beschrieben. Der entsprechende Artikel in der Facebook-FAQ beschreibt auch wirklich, dass die Bilder auf Pages zufällig sortiert werden. EDIT/ Seit einigen Tagen flattern etliche Meldungen durch die Facebook-Statusmeldungen, dass Leute einen tollen Profilbanner erstellt haben, welcher oben in ihrem Profil angezeigt werden. Was steckt dahinter? Ganz einfach: seit Facebook (mal wieder) das Layout von Profilen geändert hat, werden ganz oben in den Profilen fünf Bilder nebeneinander dargestellt. Die Bilder sind rahmenlos und nur durch wenige (eines?) Pixel getrennt. Diese Anordnung eignet sich gut, um fünf Bilder nebeneinander zu stellen, die zusammen ein grosses weitwinkliges Bild ergeben. Feine Sache.

Angeboten wird dieser “Dienst” von der Facebook-Anwendung Profilbanner-Deutsch. Für den Hausgebrauch ziemlich gut, mir gefällt es allerdings aus folgenden Gründen nicht:

1. Die Anwendung greift auf alle Facebook-Informationen (Name, Geschlecht, Freunde, etc.) sowie auch die geteilten Beiträge und Daten zu. Alles kann ausgelesen werden, die weitere Verwendung dieser Daten mag sicher sein, aber ich kann es nicht (mehr) kontrollieren.

2. Die Anwendung benötigt die Berechtigung, Informationen auf dem eigenen Profil zu veröffentlichen. Die Eigenwerbung ist hierbei nur eine Sache. Ich weiss nicht, was möglicherweise sonst noch gepostet werden könnte, auch wenn ich der Applikation prinzipell einen guten Willen unterstelle.

3. Die Anwendung bekommt das Recht, Fotos in das Profil hochzuladen, neue Alben zu erstellen und sogar Leute auf diesen Fotos zu verlinken (zu taggen). Und das ist für mich der kritischste Punkt. Ich möchte einfach nicht, dass eine Anwendung dies tun darf.

Um all das selbst zu tun, bedarf es einfach nur eines Fotos, ein wenig geschickter Handarbeit und der korrekten Reihenfolge. /EDIT: Übrigens hat Heiko auf seiner Seite hisky.de bereits gestern einen zu meinem Artikel recht ähnlichen Beitrag veröffentlichtEDIT/

Und so geht’s:

1. Man nehme ein Foto, welches auf einer hinreichenden Breite und kleinen Höhe das darstellt, was auf dem Profilbanner zu sehen sein soll.

2. Öffne ein Programm zur Bildbearbeitung deiner Wahl und schnippsel das Bild auf die passende Grösse. Der gewünschte Bildausschnitt sollte exakt die Masse 495 Pixel in der Breite und 67 Pixel in der Höhe haben.

3. Zerschneide dieses Bild nun in 5 gleich grosse Teile mit jeweils 99 Pixel Breite, die Höhe von 67 Pixel bleibt dabei unverändert.

4. Lade diese fünf Bilder gesammelt bei Facebook hoch, ich empfehle hierbei, sie in ein neues Album mit einem aussagekräftigen Namen zu laden.

5. Du kannst diese neuen Bilder “veröffentlichen”, m. W. kann dieser Schritt allerdings auch übersprungen werden.

6. Der eigentliche Trick besteht nun darin, dich selbst auf Bildern in der richtigen Reihenfolge zu verlinken (zu taggen).

1. Fange hierbei mit dem Bildausschnitt an, welcher in dem Profilbanner ganz rechts erscheinen soll.

2. Klicke dazu dieses Bild an.

3. Klicke dann auf “Jemanden auf diesem Foto markieren“.

4. Klicke dann in das Foto hinein.

5. Wähle die zu markierende Person (dich selbst!) aus.

6. Wechsle dann zu dem Bild, welches als nächstes links daneben im Profilbanner erscheinen soll und wiederhole die Schritte zum Markieren/Verlinken/Taggen.

7. Wiederhole diese Schritte für alle fünf Fotos – von rechts nach links.

7. Klicke dann auf “Fertig markiert“.

8. Öffne dein Profil und erfreue dich über dein Profilbanner.

Falls die Reihenfolge der Bilder im Profilbanner nicht stimmen sollte, so hast du höchstwahrscheinlich die Reihenfolge der Markierung/Verlinkung nicht richtig (von rechts nach links!) eingehalten. In seltenen Fällen kann Facebook dabei auch durcheinander gekommen sein, das ist mir allerdings noch nicht passiert.

/EDIT: Im Übrigen funktioniert das ganze (derzeit) nur auf Facebook-Benutzer-Profilen und nicht auf Facebook-Pages für Unternehmen, Gruppen, Vereinen und so weiter. Das ist z. B. auch hier (in den Kommentaren) beschrieben. Der entsprechende Artikel in der Facebook-FAQ beschreibt auch wirklich, dass die Bilder auf Pages zufällig sortiert werden. EDIT/

Viel Spass!

Man sieht es mir zwar nicht an, doch ich esse für mein Leben gerne Burger. Vorzugsweise gute Burger. Es grenzt schon fast an Kunst, ein gut zubereitetes Stück Fleisch mit den richtigen Zutaten zwischen zwei Brötchenhälften zu legen, zu verkaufen und dafür noch Komplimente zu bekommen. Inzwischen ist meine erste Wahl für wirklich richtig gute Burger der Highlander Scottish Pub im Nürnberger Süden, in Katzwang. Mehr oder weniger durch Zufall bzw. durch einen guten, alten Schulfreund bin ich auf diese Location gestossen.

Live Music, Whisky Tasting, Scottish Dining, Billard, Dart, Poker & more

Ich kann zwar nicht beurteilen, ob gute Burger typisch für “Scottish Dining” sind, aber verschiedenen Variationen und stets frisch zubereitetes Fleisch sorgen dafür, dass die Gäste auch aus dem weiteren Umkreis anreisen und dabei sogar andere vermeintlich gute Burger-Restaurants rechts und links liegen lassen.

Auf das wechselnde Programm möchte ich nicht näher eingehen, allerdings sorgen Einrichtung, Musik und Ale, Stout oder Cider sowie Whisky für typisch Schottische Atmosphäre.

Für die neue (und die folgende) Generation des iPhones gibt es wieder einmal viele Gerüchte hinsichtlich der Features. Einige mögen zutreffen, einige mögen falsch sein. Einige mögen sinnfrei sein, einige mögen nützlich sein. Ich möchte mich nicht darüber äussern, sondern zwei in meinen Augen sehr sinnvolle und technisch mögliche Neuerungen erwähnen.

RFID-Chip für Online-Payment

Es gibt bereits mehrere Anzeichen dafür, dass eine der folgenden iPhone-Generationen über einen RFID-Chip verfügen wird (auf Deutsch), welcher über berührungslose Sender/Empfänger vielfältige Möglichkeiten eröffnen würde. So könnte bargeldloses Bezahlen z. B. in Parkhäusern, an Kino-Kassen und zu schier unendlich vielen anderen Zwecken Wirklichkeit werden. Das iPhone wird an ein Lesegerät gehalten, welches den Betrag übermittelt, der Benutzer bestätigt die Zahlung mit Eingabe seines iTunes-Store-Passwortes und die Zahlung wird von Apple unmittelbar abgewiesen und über das iTunes-Konto abgewickelt. Durch den interaktiven Eingriff wäre die Sicherheit gewährleistet.

Lokale Apps

In vielen Fällen könnte es Sinn machen, eine spezielle App nur an einem bestimmten Ort zu verwenden. Diese dann umständlich über den App-Store herunterzuladen und dann auf dem iPhone verwaisen zu lassen, weil man sie sonst nie wieder benötigt, macht dagegen weniger Sinn. Es gibt Gerüchte darüber, dass Apple bereits vor Jahren ein Patent auf so genannte “lokale WLAN Apps angemeldet hat, wozu ich spontan allerdings keinen Bericht im Web finde. /EDIT: dank Sebastian nun auch der Link zum entsprechenden von Apple angemeldeten Patent. EDIT/

Das Prinzip könnte vorsehen, dass an bestimmten Orten spezielle Apps über einen Dienst (Push oder Pull) über das lokale WLAN bereitgestellt werden. Die Installation kann beliebig einfach oder kompliziert gestaltet werden. Die App kann nach dem Verlassen des jeweiligen WLAN-Netzes seine Relevanz verlieren und sich automatisch vom iPhone löschen.

Anwendungsszenarien wären z. B. die Online-Speisekarte eines Restaurants inkl. Bestellung bis an den Tisch oder Exponat-Informationen bzw. Media-Beiträge in Museen und Ausstellungen.

Zu dem letztgenannten Beispiel: wer schonmal in einem Museum war und dort einen tragbaren Audio-Guide mit sich herumgetragen hat, um weitere Informationen zu verschiedenen Punkten der Ausstellung zu erhalten, kann sich vorstellen, wie komfortabel es wäre, die Multimedia-Informationen auf seinem iPhone zu hören/zu betrachten. Wer schonmal eine Führung durch eine solche Ausstellung gemacht und dabei ein unbequemes Headset an seinem Kopf baumeln hatte, kann sich vorstellen, wie bequem es wäre, statt dessen die gewohnten Kopfhörer des iPhone zu benutzen.

Dass diese Features kommen werden, ist nicht unwahrscheinlich – zumindest technisch alles möglich und sinnvoll. Ob tatsächlich und wann sie von der Hardware und vom iOS unterstützt werden, bleibt abzuwarten. Ich persönlich wünsche es mir sehr bald.

Ich suche einen Rechtsanwalt für eine wasserdichte Sache: mir wird zur Last gelegt, mit einem Fahrzeug, welches ich nicht kenne und nie in meinem Leben gefahren habe, zu einem Zeitpunkt, an dem ich mich nachweislich weit entfernt vom Ort des Geschehens befand, weniger als 2/10 des Mindestabstands auf einer Bundesautobahn eingehalten zu haben.

Den Anhörungsbogen hatte ich bereits vor Wochen zurückgeschickt und angemerkt, dass ich nicht gefahren sei. Das hat die Behörden nicht sonderlich beeindruckt, heute flatterte der Bussgeldbescheid ins Haus.

Juckt mich wenig, ich war’s ja nicht. Man kam wohl ohnehin nur auf mich, weil ein “zufälliges” Verwandtschaftsverhältnis besteht.

Natürlich könnte ich nun selbst den ganzen Papierkram übernehmen, allerdings habe ich einen arbeitsreichen Vollzeitjob und keine Zeit, mich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Schliesslich haben die Behörden ja schon sowohl den ausgefüllten Anhörungsbogen wie auch einen persönlichen Anruf ignoriert.

Die Sache ist wasserdicht: ich kenne das Fahrzeug nicht mal und zum Zeitpunkt der “Tat” befand ich mich nachweislich weit entfernt davon im Büro und hatte dort eine Besprechung mit mindestens zwei Kollegen, die dies auch, ebenso wie E-Mails und Kalendareinträge, bezeugen können.

Welcher Anwalt hat Lust, sich ein paar Kröten zu verdienen und sich ganz nebenbei ein wenig über die Verschwendung von Steuergeldern zu amüsieren? Meldungen von Freunden/Bekannten werden bevorzugt.

Für das vergangene Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen Freiburg hat uns Johannes Bisping in die nagelneue bisping & bisping VIP Lounge eingeladen. Wer einfach nur Vintage-Bilder dieses Erlebnisses betrachten möchte, soll zuerst zufrieden gestellt werden. Bericht danach weiter unten.

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Der Einladung von JoBi sind wir gerne gefolgt und können einen Tag später sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat. Die völlig neu gestaltete bisping & bisping Lounge erweckt schon beim Betreten einen sehr freundlichen Eindruck. Moderner Lounge-Stil gepaart mit sportlichem Ambiente laden zu einem kurzweiligen Fussball- und Business-Erlebnis ein.

Richtig, hinter dem vermeintlich sportlichen Event stecken natürlich auch kommerzielle und kaufmännische Gedanken. Unternehmen laden ihre Kunden ein, Selbstständige finden reichlich Networking-Kontakte. Gröhlende Fans sucht man in der VIP-Lounge vergeblich, dennoch kommen die sportlichen Erwartungen nicht zu kurz: auf etlichen Flat-Screens werden Vorberichte, Spiel und Pressekonferenz übertragen und als besonderes Highlight findet im Anschluss an der Spiel ein VIP-Talk mit einem Club-Spieler statt.

Natürlich dreht sich alles rund um den Fussball, so gehören Haupttribünen-Tickets zur Veranstaltung dazu. Zwar kann man darüber streiten, ob man ein Spiel als Fan nicht doch eher in der traditionellen Nordkurve geniessen sollte, aber auch auf der Tribüne wird gefiebert und gelitten. Sogar die vermeintlichen VIPs sind ganz normale Menschen. Selbst Ex-Club-Präsident Michael A. Roth muss sich seinen Weg die Treppen hinauf und hinab durch die Massen erkämpfen.

Auf der anderen Seite: aus der Nordkurve selbst könnte man das beeindruckende Bild der eingeschworenen Fans und deren friedliche Einstimmung auf ein Club-Spiel nicht so gut geniessen.

Weder kulinarische Erwartungen vor oder nach dem Spiel noch der Drang nach Bier, Wein oder Cocktails lassen Wünsche offen. Wer die Lounge mit vollem Magen betritt, hat ebenso etwas falsch gemacht wie derjenige, der hungrig nach Hause geht.

Mein Fazit: das Erlebnis eines Club-Heimspiels in der bisping & bisping Lounge lohnt sich.

Facebook ist ja wirklich ziemlich schlau. Facebook schaut sich deine Fotos ganz genau an, Facebook weiss, wo du sonst noch so herumsurfst. Und jetzt bald ganz neu:

Facebook weiss, wo du steckst und sagt’s sogar noch weiter!

Dahinter steckt das neue Feature Places.

Grundsätzlich mal wieder eine gute Idee und keine pauschal schlechte Sache. Durchaus denkbar, dass man abends in eine Bar geht und seine Freunde wissen lassen möchte, dass man dort ist und sich über Gesellschaft freut.

Facebooks Places richtet sich aber eben nicht nur an jene Leute, die alle anderen wissen lassen möchten, wo sie gerade stecken, sondern auch an all diejenigen, die genau das eben nicht tun wollen. Problem bei der Geschichte: Places schleicht sich heimlich ein und bisher, da in Deutschland noch nicht verfügbar, ist noch nicht 100%ig klar, mit welchem Funktionsumfang und in welchen Fällen. Zwar ist das Places FAQ schon recht aufschlussreich, aber da eben noch nicht verfügbar, kommen die Sicherheitsgedanken dem Trockenschwimmen recht ähnlich.

Fakten sind allerdings:

Mit Places kannst du an einem beliebigen Ort “einchecken” und der Welt mitteilen, dass du dich dort befindest. Anhand deiner Geo-Position erkennt Facebook, wo du bist und bietet dir Locations an, die deinen Ort genau beschreiben. Oft ist das eine Kneipe, ein Restaurant, eine Tankstelle oder was-auch-immer.

Mit Places erfährst du, wo deine Freunde sind. Ob du es wissen willst oder nicht – völlig egal.

Mit Places können deine Freunde es der Welt mitteilen, dass du auch gerade da bist. Und genau das ist wohl der derzeit kritischste Punkt an der Geschichte. Okay, du gehst in eine Kneipe und bist dort in einer gewissen Art und Weise öffentlich. Aber möchtest du wirklich, dass dein drittbester Kumpel durch Places auf Facebook öffentlich macht, dass du auch da bist und dass es dadurch auch deine Ex-Ex-Ex-Freundin noch erfährt?

Denkbar auch, dass Facebook über die iPhone-Applikation auch in anderen Fällen deinen Standort ermittelt und veröffentlicht. Zumindest habe ich in den letzten Tagen verdächtig oft beobachten können, dass der GPS-Empfang anging, während ich die iPhone-App benutzt habe. Besonders oft geschah dies beim Kommentieren anderer Beiträge.

Wie dem auch sei. Auch wenn Places in Deutschland noch nicht gestartet ist, kann man bereits jetzt einige Sicherheitseinstellungen vornehmen. Wähle auf der Facebook-Seite:

  1. Konto
  2. Privatsphäre-Einstellungen
  3. Benutzerdefinierte Einstellungen
  4. Dinge, die ich teile

und setze folgende Einstellungen:

Weiterhin unter “Dinge, die andere Personen teilen” noch folgendes einstellen:

Damit stellst du sicher, dass niemand ausser dir siehst, wenn du (versehentlich?) an einem bestimmten Ort eingecheckt hast. Weiterhin wirst du für die teilnehmenden Locations nicht als eingecheckt gelistet. Und: deine Freunde können dich nicht ohne dein Einverständnis in irgendwelche Locations einchecken.

Derzeit gibt es, besonders auf Facebook selbst, zahlreiche Meldungen von Benutzern, die ihren Freunden mitteilen wollen, dass sie die Places-Einstellungen wie folgt vornehmen sollen:

WICHTIG!!!Facebook hat gestern “ORTE” installiert. Jeder kann nun sehen, wann undwo Du eingeloggt bist, sogar die genaue Adresse undKarteninformationen. ZUM AUSSCHALTEN auf “KONTO” | “KONTOEINST.”|”BENACHRICHTIGUNGEN” klicken, nach unten scrollen und unter “ORTE” ……beide Häkchen entfernen. …… Dann “ÄNDERUNGEN SPEICHERN” und ……diese Botschaft in Euer Profil posten!!!

Das ist nicht nur nicht korrekt, das ist schlichtweg total falsch. Wenn ihr in den Kontoeinstellungen für die Benachrichtigungen die beiden folgenden Optionen ausschaltet, dann passiert genau das, was ihr garantiert nicht wollt: ihr werdet überhaupt nicht mehr darüber informiert, wenn öffentlich gemacht wird, wo ihr euch gerade befindet.

Ich möchte mich nicht als Datenschutz-Appostel aufspielen, auch möchte ich nicht den Eindruck erwecken, ich würde Facebook nicht mögen. Wichtig ist allerdings, dass man mit Bedacht seine Informationen teilt und publiziert. Lasst nicht mehr Leute als nötig auf eure Daten zugreifen.

Spezial-Tipp: wenn du nicht sicher bist, was man von dir bei Facebook sehen kann, ohne mit dir befreundet zu sein oder gar ohne selbst bei Facebook angemeldet zu sein, dann finde es einfach heraus:

  1. Logge dich bei Facebook ein
  2. Gehe auf deine eigene Profilseite
  3. Kopiere die URL in der Adressezeile deines Browsers
  4. Logge dich bei Facebook aus (Konto, Abmelden)
  5. Rufe die kopierte URL in den Browser auf

Du siehst nun die Informationen über dich, die du mit aller Welt teilst, auch ohne dass du mit dem Benutzer befreundet bist. Das, was nun im Browser über dich zu lesen ist, können auch Suchmaschinen sehen und über dich weiter verbreiten.

Heute ein paar Must-Have Apps für das iPhone. Es gibt [...] Hier geht's weiter... » // Read more... »

Während die Welt durch vermeintliche interessantere Themen auf angeblich fehlerhafte Apple Produkte, mögliche datenschutzrechliche Probleme bei Facebook oder mutmassliche Verletzung der Persönlichkeitsrechte durch Googles Street View abgelenkt wird, hat sich still und heimlich eine ganz andere Problematik eingeschlichen, um die die deutschen Bürger früher oder später auf keinen Fall herum kommen: der neue Personalausweis in Deutschland.

Ab dem 1. November 2010 werden neue Personalausweise vergeben. Alle bestehenden Ausweise behalten weiterhin  ihre Gültigkeit, allerdings werden ab 1.11.2010 nur noch die neuen Dokumente ausgestellt. Wer seinen guten alten Personalausweis weiterhin für 10 Jahre behalten möchte, sollte vor dem 31.10.2010 einen guten Grund finden, sich einen Neuen ausstellen zu lassen.

Nicht nur der Preis unterscheidet sich (alt: 8 €, neu: rund 29 €), besonders interessant ist die Tatsache, dass die neuen Personalausweise mit den so genannten RFID-Chips ausgestattet sind. Ein Stück digitaler Information, ein elektronischer Fingerabdruck des Inhabers.

Grundsätzlich eine gute Sache – zumindest gut gemeint. Der Chip beinhaltet alle persönlichen Daten des Inhabers, die auch auf dem Ausweis zu lesen sind. Zusätzlich biometrische Daten und eine persönliche Signatur. Der Chip ist berührungslos per Funk erkennbar und kann ausgelesen werden, ohne dass der Besitzer ihn vorlegen muss. Vorteile sind z. B.:

  • einfache Zoll- und Grenzkontrollen
  • Alterskontrolle wo immer möglich oder nötig
  • schnellere Ausweiskontrolle bei Behörden und Ämtern
  • persönliche Identifizierung am heimischen PC (Lesegerät notwendig)

Damit entfällt zukünftig die Notwendigkeit, die Daten vom Personalausweis bei Behörden abtippen zu müssen. Wir halten einfach unseren Ausweis hin und sofort werden alle unsere persönlichen Daten übermittelt. Auch am Computer daheim können wir uns damit persönlich identifizieren. Abstimmungen und Wahlen über das Internet sind denkbar und möglich.

Alles, was Vorteile mit sich bringt, hat auch Nachteile. Genau dieses berührungslose Auslesen des Chips im neuen Personalausweis bereitet manchen Leuten Kopfzerbrechen. Anderen bereitet es Spass und Freude, z. B. dem Chaos Computer Club (CCC), welcher es bereits geschafft hat, den Chip auszulesen und damit die darin enthaltenen persönlichen und biometrischen Daten auszuspähen.

RFID ist ein Quasi-Standard, der nicht für Personalausweise neu erfunden wurde. Zahlreiche Sicherheits- und Türöffnungssysteme arbeiten damit. Die auf den Chips gespeicherten Informationen können aus unterschiedlicher Entfernung durch Lesegeräte abgefragt werden, die elektromagnetische Wellen aussenden. Solche Lesegeräte sind durchaus handelsüblich und sind heutzutage bereits überall in unseren Städten und Gebäuden verteilt.

Natürlich, die persönlichen Informationen auf den Chips in den Personalausweisen sind durch eine PIN verschlüsselt. Aber nicht nur der CCC, auch zahlreiche Universitäten haben es bereits geschafft, diese zu hacken. Durchaus denkbar, dass unsere Daten beim ahnungslosen Einkaufsbummel durch die Stadt ausgelesen und als Bewegungsprofile gespeichert oder anderweitig missbraucht werden.

Sogar in den USA macht man sich inzwischen darüber lustig, dass wir Deutsche zwar keine Bilder unserer Häuser im Internet sehen wollen, zukünftig allerdings permanent alle unsere persönlichen und biometrischen Daten per Funk im direkten Umfeld verbreiten werden. Da könnte man sich gleich ein Schild um den Hals hängen, auf dem Adresse und mehr steht.

Es bleibt abzuwarten, ob der Personalausweis mit dem RFID-Chip wie geplant dieses Jahr noch kommen wird, oder ob noch mehr Sicherheitslücken auftauchen, die von Kriminellen ausgenutzt werden könnten.

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